Community / / Lufthansa haftet für Flugabsage voll

Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 12.05.2023 - 08:37 Uhr
UserDaedalos1504
User (559 Beiträge)
Keine Überraschung. Nur Schade, dass man immer erst vor Gericht ziehen muss. Das schadet letztendlich immer der Reputation.
Beitrag vom 12.05.2023 - 11:33 Uhr
UserFRAHAM
User (693 Beiträge)
Naja, für mich ist das nicht so selbstverständlich. Streik zählt in der Regel gerne auch zur höheren Gewalt. Wie viel muss ein Unternehmen an Risiko-Rücklagen sich beiseite legen? Ist es am Ende nicht dafür verantwortlich zu machen, wo es selber etwas bewegen kann? Ist bei Streik sicherlich grenzwertig.
Beitrag vom 12.05.2023 - 12:10 Uhr
UserFRA251
F/O
User (82 Beiträge)
Naja, für mich ist das nicht so selbstverständlich. Streik zählt in der Regel gerne auch zur höheren Gewalt. Wie viel muss ein Unternehmen an Risiko-Rücklagen sich beiseite legen? Ist es am Ende nicht dafür verantwortlich zu machen, wo es selber etwas bewegen kann? Ist bei Streik sicherlich grenzwertig.

In diesem Fall war der Streik allerdings Lufthansa intern und von daher keine höhere Gewalt. Das Urteil ist meiner Meinung nach daher nachvollziehbar.
Beitrag vom 12.05.2023 - 12:21 Uhr
UserDaedalos1504
User (559 Beiträge)
Naja, für mich ist das nicht so selbstverständlich. Streik zählt in der Regel gerne auch zur höheren Gewalt. Wie viel muss ein Unternehmen an Risiko-Rücklagen sich beiseite legen? Ist es am Ende nicht dafür verantwortlich zu machen, wo es selber etwas bewegen kann? Ist bei Streik sicherlich grenzwertig.

Das hängt davon ab, wer Streik. Sind es die eigenen Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Auftragnehmern des Unternehmens, haftet das Unternehmen ggf. auch für die Folgekosten. Streiken Mitarbeiter, auf die das Unternehmen weder direkten noch indirekten Zugriff hat (Flugsicherung, Flughafenfeuerwehr oder Sicherheitskontrollen), ist es höhere Gewalt. Ersteres war hier der Fall.
Beitrag vom 12.05.2023 - 14:31 Uhr
UserVB
User (344 Beiträge)
Das Wesen eines Streiks ist es ja auch, einen so großen wirtschaftlichen Schaden anzurichten, dass es für Zugeständnisse gegenüber den Arbeitnehmern bereit ist. Das Unternehmen hat es ja in der Hand, den Streik abzuwenden. Insofern kann das m. E. nicht als höhere Gewalt gelten.

Schade ist es, dass man offenbar immer sich durchklagen muss. Offenbar war das eine finanziell recht liquide Familie. Nicht alle Familien können mal eben spontan über 20.000 Euro vorstrecken und dann sich über den Rechtsweg zurückholen. Wobei das auch lückenlos zu dokumentieren wäre in dem Fall, dass es sich ursprünglich um Eco-Tickets gehandelt haben sollte - denn die Business Class ist nur dann zu finanzieren, wenn eine andere den ursprünglichen Tickets gleichwertige (also Economy) Alternative nicht vorhanden war. Das muss man auch erst einmal gerichtsfest nachweisen können. Dass die wenigsten Kunden das durchziehen können, darauf wird wohl bei den meisten Luftverkehrsunternehmen spekuliert.
Beitrag vom 12.05.2023 - 15:49 Uhr
UserTOPPS
User (16 Beiträge)
Es ist auch für mich keine Überraschung, daß man sich Ansprüche gegen Lufthansa fast immer einklagen muß.

Die Lebenserwartung in Deutschland ist nicht umsonst eine der niedrigsten in Europa.
Beitrag vom 12.05.2023 - 21:30 Uhr
UserFRAHAM
User (693 Beiträge)
Die Lebenserwartung in Deutschland ist nicht umsonst eine der niedrigsten in Europa.

Platz 18 von 33 - das ist die niedrigste ... okay, alles eine Frage der Perspektive. Und das liegt auch sicherlich nur daran das man sich immer bei Lufthansa einklagen muss. Noch abstrusere Zusammenhänge liest man eigentlich selten.
Beitrag vom 14.05.2023 - 12:45 Uhr
UserZH Flyers
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User (420 Beiträge)
Das muss man auch erst einmal gerichtsfest nachweisen können. Dass die wenigsten Kunden das durchziehen können, darauf wird wohl bei den meisten Luftverkehrsunternehmen spekuliert.

Dies rechtlich zu beweisen ist sicherlich sehr schwierig. Ein Blick in die Buchungssystem zeigt aber das es derzeit kurzfristig (und selbst im Sommer) kaum noch in Eco Flüge gibt. Da bleibt oft nur die Business Class… Leider…