Beitrag vom 18.12.2023 - 20:42 Uhr
Langsam frage ich mich ob CS den Laden überhaupt noch im Griff hat.
Schon vor Corona hat er auf jeder Mitarbeiterversammlung über die Fraport geschimpft, Verbesserungen gefordert und das man "täglich" im Austausch sei. Verbessert hat sich wenig. Nun auch noch der Flughafen München, welcher eigentlich immer geglänzt hat. Doch seit dem Schneefall Ende November versinkt der Flughafen in ein tägliches Chaos. Jeden Tag zig Flugstreichungen, Verspätungen, keine Ladecrews, keine Treppenfahrer oder Busse. Die Leidtragenden sind die Gäste, welche sich immer mehr fragen, warum noch über ein Deutschen Hub. Auch die LH Mitarbeitenden sind am Ende mit ihren Kräften. Eigentlich lächerlich, bis vor ein paar Tagen hieß es noch, man will ohne Ende in MUC auf der Langstrecke wachsen - und nun? Pustekuchen!
Man findet nicht nur kein Personal beim Flughafen München, auch LH findet kaum noch Bodenmitarbeitende oder in der Kabine. Da ist der Aufruf zur Bewerbung bei LH City schon lachhaft. Wer soll sich da bewerben, wenn die attraktivere Mutter selbst keinen passenden Kandidaten mehr findet.
Es bleibt spannend ...
Wie läuft es denn in AMS, LHR oder CDG? Gehts da besser?! Teilt gerne Eure Erfahrungen.
Beitrag vom 19.12.2023 - 00:33 Uhr
Also irgendwie passt diese Aussage:
"Engpässe beim Personal wie bei den verfügbaren Flugzeugen."
nicht ganz zusammenð?¤??
Gibt es - wegen der Triebwerksproblematik - nicht ausreichend Flieger, müssten sich doch die 'Engpässe' beim Personal quasi 'positiv' bzw 'entspannenend' - da weniger Flüge zu besetzen - auswirken.
Oder ist auch für die (durch die fehlenden Flieger) weniger Flüge die Personsaldecke zu gering/ nicht ausreichend?
Das wäre dann ja ein doppeltes Problem.
Beitrag vom 19.12.2023 - 08:28 Uhr
woher soll das Personal (Nachwuchspiloten) denn kommen?
Die Flugschule in Bremen wurde geschlossen, Usa Flugschule in Arizona an United verkauft.
Alles im Auftrag von Spohr der noch vor kurzem behauptete (2022) NIE WIEDER Pilotennachwuchs zu brauchen. Deshalb verkaufte er ja auch die Schule
Super Manager !
Beitrag vom 19.12.2023 - 09:26 Uhr
Es wird schon wieder geschult, nur die LFT Bremen gibt es in der Form (leider) nicht mehr. Es stellt sich nun immer mehr heraus, dass dies tatsächlich, aufgrund der strategischen Auswirkungen über Jahre, eine der größten Fehlentscheidungen des LH-Vorstands der jüngeren Geschichte gewesen sein dürfte.
Denn das Schulungskonzept, das an die Stelle der LFT gerückt war, sah wesentlich höhere Eigenbeiträge bei viel schlechteren Konditionen vor - so wusste man zwischenzeitlich etwa nicht einmal, bei welcher Konzernairline man landen würde, auch bei den Krediten hatte bzw. hat man (wie es ganz aktuell ist, weiß ich gar nicht) ein höheres Risiko.
An manchen Stellschrauben hat man schon gedreht, soweit ich weiß mit überschaubaren Erfolg. Die Bewerberzahlen sind wohl eher mager, was man fangen andere Konzernairlines auch bereits wieder an, die Lehrgänge zu sponsern. Dürfte mMn nur eine Frage der Zeit sein, bis man sich dem alten Modell auch bei LH wieder annähert.
Aber auch die Rekrutierung am Boden ist schwieriger als man dachte und den Flughäfen kann man natürlich auch schwer ins Geschäft dreinreden. Wir starten bald in 3. Reisejahr nach Corona, eigentlich ausreichend Zeit um diese Dinge alle zu regeln, möchte man meinen.
Beitrag vom 19.12.2023 - 09:55 Uhr
Aber auch die Rekrutierung am Boden ist schwieriger als man dachte und den Flughäfen kann man natürlich auch schwer ins Geschäft dreinreden. Wir starten bald in 3. Reisejahr nach Corona, eigentlich ausreichend Zeit um diese Dinge alle zu regeln, möchte man meinen.
Die Zahl der ausreichend befähigten und leistungsbereiten Bewerber ist doch ganz generell zusammengebrochen. Der Wettbewerb unter den einstellenden Firmen ist aktuell enorm.
Vielleicht ist das Problem daher gar nicht mal so sehr die Rekrutierung an sich, sondern die Anzahl der Bewerber die auch tatsächlich am Tag 1 dann auftauchen und die nicht stattdessen zwischenzeitlich ein besseres Angebot angenommen haben.
Beitrag vom 19.12.2023 - 10:59 Uhr
Aber auch die Rekrutierung am Boden ist schwieriger als man dachte und den Flughäfen kann man natürlich auch schwer ins Geschäft dreinreden. Wir starten bald in 3. Reisejahr nach Corona, eigentlich ausreichend Zeit um diese Dinge alle zu regeln, möchte man meinen.
Die Zahl der ausreichend befähigten und leistungsbereiten Bewerber ist doch ganz generell zusammengebrochen. Der Wettbewerb unter den einstellenden Firmen ist aktuell enorm.
Vielleicht ist das Problem daher gar nicht mal so sehr die Rekrutierung an sich, sondern die Anzahl der Bewerber die auch tatsächlich am Tag 1 dann auftauchen und die nicht stattdessen zwischenzeitlich ein besseres Angebot angenommen haben.
Klar, auch das wird eine Rolle spielen. Ich habe schon von mehreren Bodenmitarbeitern in MUC gehört, die beklagen, dass neue Mitarbeiter eben die Probezeit auch oft nicht abwarten und vorher wieder kündigen, oder aber sich gleich danach umschulen lassen (oder ggf. sich entsprechende Einschränkungen bescheinigen lassen?!), damit sie nur noch Fracht herumfahren o.Ã"., anstatt die körperlich harte Arbeit direkt am Flieger mit Kofferschlichten etc. machen zu müssen.
Ich schrieb bereits früher, es mag am Gehalt liegen, aber sicherlich auch an den Arbeitsbedingungen. Wenn das Arbeitsumfeld unattraktiv ist (und das ist es in MUC sicherlich, betrachtet man alleine die extremen Lebenserhaltungskosten im Umland und den mitunter beschwerlichen Arbeitsweg aufgrund der Lage und schlechter Anbindung, gepaart mit den branchenüblichen Schichtdiensten, usw.), muss man als Arbeitgeber eben im jetzigen Arbeitnehmermarkt besonders kreativ und/oder großzügig werden; offenbar hat man das noch nicht geschafft.
Ein Argument, welches man häufig hört, ist, dass man bei zu guten Angeboten für die Jungen ja auch bei den Ã"lteren nachziehen müsste, da die sonst unzufrieden werden. Ja, ein regelrechtes Dilemma, man könnte glatt glauben, soetwas wie Angebot & Nachfrage wurde im Wirtschaftsstudium nie angesprochen ;)
Offen gesagt hält sich mein Mitleid mit den Unternehmen hier in engen Grenzen. Man hat in den "guten" Jahren (für Arbeitgeber) kein Mittel ausgelassen, die Kosten weiter zu drücken, über Leiharbeiter, die man pünktlich vor Festanstellung dann wieder entlassen hat, der Rekrutierung von Personal aus Osteuropa, die mit den mageren Löhnen damals noch zufrieden waren, uvm. und hat die hohen Gewinne als selbstverständlich eingestrichen.
Nun glaubt man offenbar, die hohen Gewinne weiterhin erzielen zu können, obwohl sich die Lage fundamental geändert hat und Personal u.A. wieder ein wachsender Kostenpunkt ist. Mit dieser Lage sind jedoch viele Unternehmen konfrontiert und man muss sich diesem Wettbewerb stellen, anstatt es auszusitzen und zu jammern, dass die alten Methoden nicht mehr funktionieren.
Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.
Beitrag vom 19.12.2023 - 12:02 Uhr
"Auch im nächsten Jahr gilt für uns: Qualität geht vor übertriebenes Wachstum - trotz der weltweiten hohen Nachfrage."
Sowas lässt sich auch leicht behaupten, wenn man weder Fluggerät noch Personal hat. ;)
Beitrag vom 19.12.2023 - 12:07 Uhr
woher soll das Personal (Nachwuchspiloten) denn kommen?
Die Flugschule in Bremen wurde geschlossen, Usa Flugschule in Arizona an United verkauft.
Alles im Auftrag von Spohr der noch vor kurzem behauptete (2022) NIE WIEDER Pilotennachwuchs zu brauchen. Deshalb verkaufte er ja auch die Schule
Super Manager !
Es ist einfach Sch... wenn Wirklichkeit auf Theorie trifft. Aber die Theoretiker haben nie ein schlechtes Gewissen, im Gegenteil, aus der Ausbildung heraus kennen sie mindestens 20 Gründe warum die vormalige Entscheidung richtig war und was der wahre Grund des Dilemmas ist.
Jürgen Rapps hat es doch vor 3 Jahren so schön in seinem Video dargestellt. Aber trotz seiner vormaligen Reputation mit samt seiner langjährigen Erfahrung WUSSTEN es die Schlaumeier besser. Wäre alles soweit ok. wenn dann auch die Konsequenzen gezogen würden, wird aber nicht oder zu spät und dann auch noch mit hohen Abfindungen.
btw. Es wird kolportiert, einen der Angesetzten Piloten-Kurse konnten sie im Herbst nicht starten weil nicht genügend Nachwuchs erschienen ist.
Beitrag vom 19.12.2023 - 13:45 Uhr
Das ist nicht nur deine Meinung, das ist Fakt. Mieseste Jobbedingungen bei mageren Gehältern führt nunmal zu Personalmangel, das weiss man eigentlich schon als Industriekaufmann, oder nach dem 1.Semester Betriebswirtschaft. Spohr hat alles outgesourced or verkauft und wundert sich dann, dass die Performance nicht gut ist.
Ich habe dieses Jahr zwar mehrfach 250� von der LH für verpasste und verspätete Flüge erhalten, fliege aber in der Zwischenzeit lieber über London, Stockholm, Kopenhagen oder Helsinki als über München und Frankfurt, weil die Fluggesellschaften aus diesen Ländern bedeutend weniger Probleme zu haben scheinen, stundenlange Verspätungen und Flugabsagen dort die Ausnahme und nicht die Norm sind.
Aber auch die Rekrutierung am Boden ist schwieriger als man dachte und den Flughäfen kann man natürlich auch schwer ins Geschäft dreinreden. Wir starten bald in 3. Reisejahr nach Corona, eigentlich ausreichend Zeit um diese Dinge alle zu regeln, möchte man meinen.
Die Zahl der ausreichend befähigten und leistungsbereiten Bewerber ist doch ganz generell zusammengebrochen. Der Wettbewerb unter den einstellenden Firmen ist aktuell enorm.
Vielleicht ist das Problem daher gar nicht mal so sehr die Rekrutierung an sich, sondern die Anzahl der Bewerber die auch tatsächlich am Tag 1 dann auftauchen und die nicht stattdessen zwischenzeitlich ein besseres Angebot angenommen haben.
Klar, auch das wird eine Rolle spielen. Ich habe schon von mehreren Bodenmitarbeitern in MUC gehört, die beklagen, dass neue Mitarbeiter eben die Probezeit auch oft nicht abwarten und vorher wieder kündigen, oder aber sich gleich danach umschulen lassen (oder ggf. sich entsprechende Einschränkungen bescheinigen lassen?!), damit sie nur noch Fracht herumfahren o.Ã"., anstatt die körperlich harte Arbeit direkt am Flieger mit Kofferschlichten etc. machen zu müssen.
Ich schrieb bereits früher, es mag am Gehalt liegen, aber sicherlich auch an den Arbeitsbedingungen. Wenn das Arbeitsumfeld unattraktiv ist (und das ist es in MUC sicherlich, betrachtet man alleine die extremen Lebenserhaltungskosten im Umland und den mitunter beschwerlichen Arbeitsweg aufgrund der Lage und schlechter Anbindung, gepaart mit den branchenüblichen Schichtdiensten, usw.), muss man als Arbeitgeber eben im jetzigen Arbeitnehmermarkt besonders kreativ und/oder großzügig werden; offenbar hat man das noch nicht geschafft.
Ein Argument, welches man häufig hört, ist, dass man bei zu guten Angeboten für die Jungen ja auch bei den Ã"lteren nachziehen müsste, da die sonst unzufrieden werden. Ja, ein regelrechtes Dilemma, man könnte glatt glauben, soetwas wie Angebot & Nachfrage wurde im Wirtschaftsstudium nie angesprochen ;)
Offen gesagt hält sich mein Mitleid mit den Unternehmen hier in engen Grenzen. Man hat in den "guten" Jahren (für Arbeitgeber) kein Mittel ausgelassen, die Kosten weiter zu drücken, über Leiharbeiter, die man pünktlich vor Festanstellung dann wieder entlassen hat, der Rekrutierung von Personal aus Osteuropa, die mit den mageren Löhnen damals noch zufrieden waren, uvm. und hat die hohen Gewinne als selbstverständlich eingestrichen.
Nun glaubt man offenbar, die hohen Gewinne weiterhin erzielen zu können, obwohl sich die Lage fundamental geändert hat und Personal u.A. wieder ein wachsender Kostenpunkt ist. Mit dieser Lage sind jedoch viele Unternehmen konfrontiert und man muss sich diesem Wettbewerb stellen, anstatt es auszusitzen und zu jammern, dass die alten Methoden nicht mehr funktionieren.
Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.
Beitrag vom 19.12.2023 - 18:54 Uhr
Carsten Spohr ist vom Einsparungswahn getrieben, schließlich hat er seinen Aktionären zweistellige Renditen in Aussicht gestellt. Mantraartig wird wiederholt, dass man sparen muss, koste es was es wolle und verliert dabei aus dem Blick, dass man zukünftige Mitarbeiter nur über attraktive Angebote findet. In MUC ist der Arbeitsmarkt seit vielen Jahren leer gefegt, und das Märchen vom attraktiven Job mit tollen Freizeitmodellen, traumhaften Destinationen, in einer tollen Firma, glaubt halt auch keiner mehr. Jeder Interessent kennt jemanden dort in der Umgebung der bei LH arbeitet und viele infomieren sich vorher und begreifen schnell, dass da nur eine große Show abgezogen wird. LH ist halt kein Fliegenfänger mehr, wo man einfach mal kleben bleibt.
Das man Qualität vor Quantität stellt, ist gut. Vielleicht bekommt man dann wenigstens in ferner Zukunft wieder Qualität. Das nächste Jahr wird nachdem, was ich Freunden höre, aus den genannten Problemen bei Personal und dem Zustand der Flieger für die Gäste auch nicht besser werden, als die vergangenen Jahre. Die Zitrone ist ausgequetscht, nur die Auspresser wollen und dürfen das nicht wahr haben wollen.Die, die es erkannt haben, Reden sich den Mund fusselig. Was nicht sein kann, dasss nicht sein darf. Nur weiter so.
Beitrag vom 19.12.2023 - 21:23 Uhr
Das ist nicht nur deine Meinung, das ist Fakt. Mieseste Jobbedingungen bei mageren Gehältern führt nunmal zu Personalmangel, das weiss man eigentlich schon als Industriekaufmann, oder nach dem 1.Semester Betriebswirtschaft. Spohr hat alles outgesourced or verkauft und wundert sich dann, dass die Performance nicht gut ist.
Ich habe dieses Jahr zwar mehrfach 250� von der LH für verpasste und verspätete Flüge erhalten, fliege aber in der Zwischenzeit lieber über London, Stockholm, Kopenhagen oder Helsinki als über München und Frankfurt, weil die Fluggesellschaften aus diesen Ländern bedeutend weniger Probleme zu haben scheinen, stundenlange Verspätungen und Flugabsagen dort die Ausnahme und nicht die Norm sind.
Aber auch die Rekrutierung am Boden ist schwieriger als man dachte und den Flughäfen kann man natürlich auch schwer ins Geschäft dreinreden. Wir starten bald in 3. Reisejahr nach Corona, eigentlich ausreichend Zeit um diese Dinge alle zu regeln, möchte man meinen.
Die Zahl der ausreichend befähigten und leistungsbereiten Bewerber ist doch ganz generell zusammengebrochen. Der Wettbewerb unter den einstellenden Firmen ist aktuell enorm.
Vielleicht ist das Problem daher gar nicht mal so sehr die Rekrutierung an sich, sondern die Anzahl der Bewerber die auch tatsächlich am Tag 1 dann auftauchen und die nicht stattdessen zwischenzeitlich ein besseres Angebot angenommen haben.
Klar, auch das wird eine Rolle spielen. Ich habe schon von mehreren Bodenmitarbeitern in MUC gehört, die beklagen, dass neue Mitarbeiter eben die Probezeit auch oft nicht abwarten und vorher wieder kündigen, oder aber sich gleich danach umschulen lassen (oder ggf. sich entsprechende Einschränkungen bescheinigen lassen?!), damit sie nur noch Fracht herumfahren o.Ã"., anstatt die körperlich harte Arbeit direkt am Flieger mit Kofferschlichten etc. machen zu müssen.
Ich schrieb bereits früher, es mag am Gehalt liegen, aber sicherlich auch an den Arbeitsbedingungen. Wenn das Arbeitsumfeld unattraktiv ist (und das ist es in MUC sicherlich, betrachtet man alleine die extremen Lebenserhaltungskosten im Umland und den mitunter beschwerlichen Arbeitsweg aufgrund der Lage und schlechter Anbindung, gepaart mit den branchenüblichen Schichtdiensten, usw.), muss man als Arbeitgeber eben im jetzigen Arbeitnehmermarkt besonders kreativ und/oder großzügig werden; offenbar hat man das noch nicht geschafft.
Ein Argument, welches man häufig hört, ist, dass man bei zu guten Angeboten für die Jungen ja auch bei den Ã"lteren nachziehen müsste, da die sonst unzufrieden werden. Ja, ein regelrechtes Dilemma, man könnte glatt glauben, soetwas wie Angebot & Nachfrage wurde im Wirtschaftsstudium nie angesprochen ;)
Offen gesagt hält sich mein Mitleid mit den Unternehmen hier in engen Grenzen. Man hat in den "guten" Jahren (für Arbeitgeber) kein Mittel ausgelassen, die Kosten weiter zu drücken, über Leiharbeiter, die man pünktlich vor Festanstellung dann wieder entlassen hat, der Rekrutierung von Personal aus Osteuropa, die mit den mageren Löhnen damals noch zufrieden waren, uvm. und hat die hohen Gewinne als selbstverständlich eingestrichen.
Nun glaubt man offenbar, die hohen Gewinne weiterhin erzielen zu können, obwohl sich die Lage fundamental geändert hat und Personal u.A. wieder ein wachsender Kostenpunkt ist. Mit dieser Lage sind jedoch viele Unternehmen konfrontiert und man muss sich diesem Wettbewerb stellen, anstatt es auszusitzen und zu jammern, dass die alten Methoden nicht mehr funktionieren.
Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.
Ehrlicherweise sei erwähnt, dass bei vielen der genannten Probleme insbesondere, oder wenigstens "auch", der Flughafenbetreiber bzw. die Abfertigungsgesellschaften das Nadelöhr sind, darauf zielte mein Beitrag vorrangig auch ab. Während es natürlich stimmt, dass man bei LH auch viel zu spät die Zeichen der Zeit erkannt hat und nun quasi die Quadratur des Kreises aus "Zurück zur Qualität" und "Wachstum" schaffen will (was mMn nichts weniger als einer Zeitwende seit Franz & Spohr wirken gleichkommt) hilft einer Airline der eigene Personalpuffer erst mal nur bedingt, wenn es an anderer Stelle im Ops-Prozess hakt. Und in den letzten Sommmern (neuerdings in MUC ja auch im Winter) sind das insbesondere die Fraport und gefühlt mehr noch die FMG/Aeroground, die ihren Personalbedarf scheinbar einfach nicht in den Griff bekommen.
Bekanntlich waren zumindest in MUC kaum Strafgebühren bislang für vom Flughafen verschuldete Delays/Canx vonseiten LH vereinbart, man war hier letztendlich wohl zu naiv im Glauben, dass die einst so gute Performance für immer währt. Sicherlich wird man hier bei den nächsten Verhandlungen vom Abfertigungsvertrag nachbessern, dann wird zumindest der Anreiz größer sein, auch Flughafenseitig konservativer zu planen.
Beitrag vom 20.12.2023 - 01:10 Uhr
Und in den letzten Sommmern (neuerdings in MUC ja auch im Winter) sind das insbesondere die Fraport und gefühlt mehr noch die FMG/Aeroground, die ihren Personalbedarf scheinbar einfach nicht in den Griff bekommen.
Die Automobilbranche hat damals 5 Jahre gebraucht, um die Verheerungen, die das System Lopez bei Tier 1-3 Zulieferen angerichtet hatte, zu erkennen, zu reparieren und ihre Zulieferketten wieder auch nur halbwegs verlässlich zu bekommen.
Und es hat verdammt viel Geld gekostet.
Im Rahmen der bisher vereinbarten sehr niedrigen Gebühren werden LH Dienstleister wie die oben genannten im aktuellen Arbeitsmarkt ihr Personalproblem kaum in den Griff bekommen können.
Für das gebotene Geld gibt es leichtere/bequemere Jobs.
Und die Massen an Arbeitslosen, die man per Amt unter Androhung von Kürzungen zugeteilt bekommen hat, sind auch Geschichte.
Wenn LH wirklich eine Qualitätssteigerung anzielt, sollten sie daher nicht auf den in der Vergangenheit billigst verhandelten Kosten für Service-Zulieferer bestehen sondern Gebührenerhöhungen offen gegenüber stehen.
Beitrag vom 20.12.2023 - 08:49 Uhr
Und in den letzten Sommmern (neuerdings in MUC ja auch im Winter) sind das insbesondere die Fraport und gefühlt mehr noch die FMG/Aeroground, die ihren Personalbedarf scheinbar einfach nicht in den Griff bekommen.
Die Automobilbranche hat damals 5 Jahre gebraucht, um die Verheerungen, die das System Lopez bei Tier 1-3 Zulieferen angerichtet hatte, zu erkennen, zu reparieren und ihre Zulieferketten wieder auch nur halbwegs verlässlich zu bekommen.
Und es hat verdammt viel Geld gekostet.
Im Rahmen der bisher vereinbarten sehr niedrigen Gebühren werden LH Dienstleister wie die oben genannten im aktuellen Arbeitsmarkt ihr Personalproblem kaum in den Griff bekommen können.
Für das gebotene Geld gibt es leichtere/bequemere Jobs.
Und die Massen an Arbeitslosen, die man per Amt unter Androhung von Kürzungen zugeteilt bekommen hat, sind auch Geschichte.
Wenn LH wirklich eine Qualitätssteigerung anzielt, sollten sie daher nicht auf den in der Vergangenheit billigst verhandelten Kosten für Service-Zulieferer bestehen sondern Gebührenerhöhungen offen gegenüber stehen.
Da stimme ich Ihnen zu. Man muss an den eigenen Hubs jedenfalls ein verlässliches Handling gewährleisten, das geht nur mit fairer Zusammenarbeit.
Beitrag vom 20.12.2023 - 16:46 Uhr
Das Management hat gespart,
koste es was es wolle, immer mit klarer Weitsicht, durch keinerlei Sachkenntnis getrübt.
Den Horizont am Ende der Nasenspitze, höchstens aber bei den laufenden Quartalszahlen.
Ausbaden dürfen es wieder die Angestellten mit Mehrarbeit, welche hoffentlich nicht mit dem Grundgehalt abgegolten ist.
Spätestens in 2 Jahren, sollte der Laden wieder laufen, sagt dann ein Unternehmensberater: â??Klasse, hat doch funktioniert, den Personalschlüssel fahren wir jetzt immerâ??
Willkommen im Turbokapitalismus !