Community / / Lufthansa rückt näher an Kapitaler...

Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 15.06.2021 - 09:06 Uhr
Userneutraler Beobac..
selbstständig
User (344 Beiträge)
"Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen."

Klingt nach 'Race to the Bottom' - back zum Manchester Kapitalismus.

Das scheint ja das bevorzugte "Allheilmittel" in allem anderen Bereichen der Wirtschaft zu sein.

Aber wer soll dann die ganzen Tickets (und seien sie noch so billig) kaufen?
Ob diese Frage auch eine Rolle in den Überlegungen spielt?
Beitrag vom 15.06.2021 - 09:23 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)
"Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen."

Klingt nach 'Race to the Bottom' - back zum Manchester Kapitalismus.

Das scheint ja das bevorzugte "Allheilmittel" in allem anderen Bereichen der Wirtschaft zu sein.

Aber wer soll dann die ganzen Tickets (und seien sie noch so billig) kaufen?

Ob diese Frage auch eine Rolle in den Überlegungen spielt?

Sie haben die Frage doch selbst schon im anderen Thread beantwortet (Entwicklung der Menschheit .... Veränderungen ... Pferdekutscher ... bla bla bla). Da schienen Sie kein Problem mit den Arbeitsplätzen im Luftverkehr zu haben.
Aber, da Sie ja unkritisch an EricM's Lippen hängen, der hat dafür die Antwort: Die Arbeitnehmer, die in der Luftfahrt keinen Job mehr haben, können sich doch einen anderen Job suchen. Wo ist das Problem?

Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie sich große Sorgen machen früher oder später Ihre Berufe, die Sie sicher sehr lieben, aufgeben zu müssen (wenn ich mich recht erinnere bestand bei @gordon durch Corona bereits schon mal diese Möglichkeit). Das ist absolut verständlich.

Es ist aber auch ein Fakt das in der Entwicklung der Menschheit es schon immer- entwicklungsbedingt - Veränderungen gegeben hat. Es gab und gibt Millionen von Menschen die Ihre Berufe aufgeben mussten, weil Ihre Tätigkeiten obsolet wurden. Teils deshalb, weil es technische Entwicklungen gab (z.B. Pferdekutscher), teils deshalb weil diese Tätigkeiten Teil eines Umweltproblems für die Menschheit waren (z.B. Bergleute).

Und das trifft eben auch für Ihre Branche (wie fur viele andere auch!) zu. Die Fliegerei und die daraus resultierenden Umweltbelastungen kann sich die Menschheit, jedenfalls Stand Technik heute, so nicht mehr leisten. Sie ist Teil eines globalen Problems. Es tut mir sehr leid: aber da können Sie dagegen andiskutieren wie Sie wollen- das ist eine Tatsache.

....

Noch eine Bemerkung zum Schluss:
das die Menschheit auch ohne übermäßige Personenfliegerei ganz gut klarkommt, haben doch die letzten 1,5 Jahre sehr eindrucksvoll bewiesen. Und das das dem Klima zumindest eine (kleine) Erleichterung verschafft hat, ist wissenschaftlicher Konsens.
Fakten die auch Sie nicht ignorieren können.
Aber wir könnten daraus Lehren ziehen und entsprechende Veränderungen angehen. Ein zurück zu alten Verhältnissen kann und wird (davon bin ich überzeugt) es nicht geben.


Dieser Beitrag wurde am 15.06.2021 09:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.06.2021 - 10:03 Uhr
Usersystemchef
User (201 Beiträge)
die Lufthansa sollte einfach den Betrieb einstellen. Das spart 100% der Kosten.
Beitrag vom 15.06.2021 - 11:00 Uhr
Usersystemchef
User (201 Beiträge)
kurzer Ausflug in die Volkswirtschaftslehre:

Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen

führt langfristig zu zwangsweise niedrigeren Preisen für Flugtickets (denn der prozentuale Anteil, den die Menschen von ihrem Gehalt anteilig dafür ausgeben bleibt etwa konstant).

Führt zu weniger Nachfrage, führt zu Umsatzrückgängen, führt letztendlich zur Insolvenz der Airline.

Der Kapitalismus ist ein System, das nur mit Wachstum funktioniert, deshalb müssen Gehälter permanent steigen, Ticketpreise steigen, usw.
Wenn die Lufthansa das versucht, umzukehren, wird sie langfristig scheitern.
Beitrag vom 15.06.2021 - 11:32 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)
"Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen."

Klingt nach 'Race to the Bottom' - back zum Manchester Kapitalismus.

Das scheint ja das bevorzugte "Allheilmittel" in allem anderen Bereichen der Wirtschaft zu sein.

Aber wer soll dann die ganzen Tickets (und seien sie noch so billig) kaufen?
Ob diese Frage auch eine Rolle in den Überlegungen spielt?

Wie passt eigentlich Ihre Aussage zu dem im anderen Thread verkündeten Ende der Menschheit wenn nicht umgesteuert wird?
Beitrag vom 15.06.2021 - 11:37 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)
kurzer Ausflug in die Volkswirtschaftslehre:

Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen

führt langfristig zu zwangsweise niedrigeren Preisen für Flugtickets (denn der prozentuale Anteil, den die Menschen von ihrem Gehalt anteilig dafür ausgeben bleibt etwa konstant).

Führt zu weniger Nachfrage, führt zu Umsatzrückgängen, führt letztendlich zur Insolvenz der Airline.

Der Kapitalismus ist ein System, das nur mit Wachstum funktioniert, deshalb müssen Gehälter permanent steigen, Ticketpreise steigen, usw.
Wenn die Lufthansa das versucht, umzukehren, wird sie langfristig scheitern.

Sie haben im Prinzip Recht, aber wir können als Menschheit nicht so weiter machen. Gemeinsam muß eine neue Wirtschaftspolitik gefunden und dann aber auch konsequent für alle umgesetzt werden die ohne stetiges Wachstum auskommt. Die Welt muss runter auf 2-3 Mrd. Menschen die dann alle ein gutes Leben führen könnten.
Beitrag vom 15.06.2021 - 11:43 Uhr
Userneutraler Beobac..
selbstständig
User (344 Beiträge)
"Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen."

Klingt nach 'Race to the Bottom' - back zum Manchester Kapitalismus.

Das scheint ja das bevorzugte "Allheilmittel" in allem anderen Bereichen der Wirtschaft zu sein.

Aber wer soll dann die ganzen Tickets (und seien sie noch so billig) kaufen?

Ob diese Frage auch eine Rolle in den Überlegungen spielt?

Sie haben die Frage doch selbst schon im anderen Thread beantwortet (Entwicklung der Menschheit .... Veränderungen ... Pferdekutscher ... bla bla bla). Da schienen Sie kein Problem mit den Arbeitsplätzen im Luftverkehr zu haben.

Doch habe ich. Wir brauchen Veränderungen, auch in der Luftfahrt. Ja, es werden sich viele Menschen die dort tätig einen neuen Job suchen müssen. Oder aber wir müssen zu noch radikaleren Modellen kommen, da es möglicherweise überhaupt nicht mehr genügend Arbeitsplätze geben wird (Grundeinkommen etc.).

Das Sie meine aufgeführten Punkte als 'bla,bla,bla' abqualifizieren, nun ja. Wie ich schon mal schrieb: Sie waren früher besser. Wirklich schade.



Aber, da Sie ja unkritisch an EricM's Lippen hängen, der hat dafür die Antwort: Die Arbeitnehmer, die in der Luftfahrt keinen Job mehr haben, können sich doch einen anderen Job suchen. Wo ist das Problem?
>

So sorry, aber ich 'hänge nicht an irgendwelchen Lippen' (höchstens an denen meines Mannes - aber das hat andere Gründe;)). Nur weil ich die Argumente des von Ihnen genannten Foristen (den Sie offensichtlich nicht leiden können, weil er Ihne sachlich, sinnvoll und trotzdem höflich argumentiert bzw. Widerspricht), habe ich meinen eigenen Kopf zum Denken.

Beitrag vom 15.06.2021 - 12:17 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)
"Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen."

Klingt nach 'Race to the Bottom' - back zum Manchester Kapitalismus.

Das scheint ja das bevorzugte "Allheilmittel" in allem anderen Bereichen der Wirtschaft zu sein.

Aber wer soll dann die ganzen Tickets (und seien sie noch so billig) kaufen?

Ob diese Frage auch eine Rolle in den Überlegungen spielt?

Sie haben die Frage doch selbst schon im anderen Thread beantwortet (Entwicklung der Menschheit .... Veränderungen ... Pferdekutscher ... bla bla bla). Da schienen Sie kein Problem mit den Arbeitsplätzen im Luftverkehr zu haben.

Doch habe ich. Wir brauchen Veränderungen, auch in der Luftfahrt. Ja, es werden sich viele Menschen die dort tätig einen neuen Job suchen müssen.

Aber genau das macht doch die Lufthansa: Sie baut Stellen ab und die Arbeitnehmer müssen sich neue Jobs suchen. Weiter oben klang das eher wie eine Anklage ("race to the bottom"). Da habe ich Sie wohl missverstanden. Sorry.

Oder aber wir müssen zu noch radikaleren Modellen kommen, da es möglicherweise überhaupt nicht mehr genügend Arbeitsplätze geben wird (Grundeinkommen etc.).

Klar. Und das bezahlen dann die freigestellten Ex-Airlinemitarbeiter.

Das Sie meine aufgeführten Punkte als 'bla,bla,bla' abqualifizieren, nun ja. Wie ich schon mal schrieb: Sie waren früher besser. Wirklich schade.

Aber, da Sie ja unkritisch an EricM's Lippen hängen, der hat dafür die Antwort: Die Arbeitnehmer, die in der Luftfahrt keinen Job mehr haben, können sich doch einen anderen Job suchen. Wo ist das Problem?
>

So sorry, aber ich 'hänge nicht an irgendwelchen Lippen' (höchstens an denen meines Mannes - aber das hat andere Gründe;)). Nur weil ich die Argumente des von Ihnen genannten Foristen (den Sie offensichtlich nicht leiden können, weil er Ihne sachlich, sinnvoll und trotzdem höflich argumentiert bzw. Widerspricht), habe ich meinen eigenen Kopf zum Denken.

Der genannte Forist verbreitet Unwahrheiten über mich, indem er mir "eigenwillige Theorien zum Thema Klimawandel" unterstellt, einem Thema, zu edm ich mich hier in diesem Forum noch nie geäußert habe. Unwahrheiten, die Sie völlig unkritisch aufnehmen und weiterverbreiten. Solche Lügen sind weder sachlich, noch sinnvoll und schon gar nicht höflich.
Ich denke, bis auf sehr wenige Ausnahmen (ich kann mich nur an eine erinnern, bzgl. der Unwahrheiten, die er über mich hier verbreitet) habe ich EricM auch durchaus respektvoll behandelt.
Und wenn Sie Ihren eigenen Kopf zum Denken haben, sollten Sie sich nicht der Aussage von EricM anschliessen und mir unterstellen, ich hätte eigenwillige Ansichten zum Klimawandel. Sie sollten sich von dieser Lüge EricM's distanzieren und sich bei mir dafür entschuldigen, da ich das, wie schon geschrieben, unverschämt von Ihnen finde. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieses Verhalten den Nutzungsregeln dieses Forums entspricht.

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2021 12:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.06.2021 - 14:04 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (756 Beiträge)
Geht doch nix über nachhaltige innovative Manager-Strategie: Sozialdumping und sparen :-) Hat schon immer die langfristigsten Skaleneffekte gehabt :-) Man sollte als erstes Bonuszahlungen dafür zurückstellen :-)
Beitrag vom 15.06.2021 - 14:26 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (487 Beiträge)
kurzer Ausflug in die Volkswirtschaftslehre:

Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen

führt langfristig zu zwangsweise niedrigeren Preisen für Flugtickets (denn der prozentuale Anteil, den die Menschen von ihrem Gehalt anteilig dafür ausgeben bleibt etwa konstant).

Führt zu weniger Nachfrage, führt zu Umsatzrückgängen, führt letztendlich zur Insolvenz der Airline.

Der Kapitalismus ist ein System, das nur mit Wachstum funktioniert, deshalb müssen Gehälter permanent steigen, Ticketpreise steigen, usw.
Wenn die Lufthansa das versucht, umzukehren, wird sie langfristig scheitern.

Die Klausur werden sie mit der Argumentationskette nicht bestanden haben.

Nebenbei, Kapitalismus haben wir nicht. Es nennt sich immer noch Soziale Marktwirtschaft.
Beitrag vom 15.06.2021 - 14:26 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (487 Beiträge)
kurzer Ausflug in die Volkswirtschaftslehre:

Dazu will die Lufthansa Tarifestandards senken, Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden bewegen, aber auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen

führt langfristig zu zwangsweise niedrigeren Preisen für Flugtickets (denn der prozentuale Anteil, den die Menschen von ihrem Gehalt anteilig dafür ausgeben bleibt etwa konstant).

Führt zu weniger Nachfrage, führt zu Umsatzrückgängen, führt letztendlich zur Insolvenz der Airline.

Der Kapitalismus ist ein System, das nur mit Wachstum funktioniert, deshalb müssen Gehälter permanent steigen, Ticketpreise steigen, usw.
Wenn die Lufthansa das versucht, umzukehren, wird sie langfristig scheitern.

Sie haben im Prinzip Recht, aber wir können als Menschheit nicht so weiter machen. Gemeinsam muß eine neue Wirtschaftspolitik gefunden und dann aber auch konsequent für alle umgesetzt werden die ohne stetiges Wachstum auskommt. Die Welt muss runter auf 2-3 Mrd. Menschen die dann alle ein gutes Leben führen könnten.

Super Idee, wollen sie bei sich selbst anfangen?