Beitrag vom 08.03.2025 - 09:02 Uhr
Bei den durch Schulden finanzierten Ausgaben handelt es sich leider nicht um nachhaltige Investitionen mit ökonomischer Vervielfältigungswirkung. Bei Investitionen in Infrastruktur wäre dies gegeben - nicht jedoch bei Rüstungsausgaben. Sie sind im konsumtiven Bereich einzuordnen. Es handelt sich dabei um Ausgaben, welche ökonomisch leider nur einen Einmaleffekt haben werden.
Beitrag vom 08.03.2025 - 09:25 Uhr
Bei den durch Schulden finanzierten Ausgaben handelt es sich leider nicht um nachhaltige Investitionen mit ökonomischer Vervielfältigungswirkung. Bei Investitionen in Infrastruktur wäre dies gegeben - nicht jedoch bei Rüstungsausgaben. Sie sind im konsumtiven Bereich einzuordnen. Es handelt sich dabei um Ausgaben, welche ökonomisch leider nur einen Einmaleffekt haben werden.
Wie bewerten Sie dabei die ökonomische Vervielfältigungswirkung einer Invasion durch oder auch nur eines Diktatfriedens mit Russland, China oder den USA?
"Juchuuu, Wachstum" ist ja nicht das Ziel hinter den gerade hektisch eingeleiteten Maßnhamen...
Beitrag vom 08.03.2025 - 09:36 Uhr
Deutschland wird in den nächsten Jahren viel neues fliegendes Kriegsgerät erhalten - CH-47 Transporthubschrauber, F-35 Kampfjets, neue Eurofighter und P-8A Seeaufklärer schaffen zusätzlichen MRO-Bedarf.
Bei den F35 hat Deutschland denke ich keine andere Wahl als sie abzubestellen.
Der einzige Grund für die Anschaffung, die nukleare Teilhabe, hat sich mit dem Wandel der USA von einem Verbündeten in einen bestenfalls unzuverlässigen Anbieter von Kriegsgerät, der
- mit Angriffen auf mit der EU assoziiertes Territorium (Grönland) droht
- einen Killswitch für das Gerät behält
mehr als erledigt.
Falls bei den CH-47 die Abwesenheit von Killswitches nicht sichergestellt werden kann, gilt für die das gleiche.
Die aktuell wohl laufenden Aktualisierung der Risikoanalysen für unserer restliches Kriegsgerät von US-Anbietern würden mich auch brennend interessieren...
Ich hoffe mal unsere Bundeswehrverwaltung ist da schnell und gründlich, auch wenn das teuer ist.
Dieser Beitrag wurde am 08.03.2025 09:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.03.2025 - 10:02 Uhr
Ich frage mich, wie die LH-Gruppe da mitmischen kann, wenn Wartungsaufträge für konzerneigenes Fluggerät bereits fremdvergeben wird, da das eigene Personal nicht ausreicht.
Beitrag vom 08.03.2025 - 10:05 Uhr
Ich frage mich, wie die LH-Gruppe da mitmischen kann, wenn Wartungsaufträge für konzerneigenes Fluggerät bereits fremdvergeben wird, da das eigene Personal nicht ausreicht.
Dazu müsste man möglicherweise die LHT in Deutschland wieder vergrößern, oder reichen die neuen bzw. stark ausgebauten Standorte in Portugal und Kanada?
Beitrag vom 08.03.2025 - 10:24 Uhr
Ich frage mich, wie die LH-Gruppe da mitmischen kann, wenn Wartungsaufträge für konzerneigenes Fluggerät bereits fremdvergeben wird, da das eigene Personal nicht ausreicht.
Dazu müsste man möglicherweise die LHT in Deutschland wieder vergrößern, oder reichen die neuen bzw. stark ausgebauten Standorte in Portugal und Kanada?
Die werden dann noch weiter ausgebaut ð???
Beitrag vom 08.03.2025 - 10:54 Uhr
Bei den F35 hat Deutschland denke ich keine andere Wahl als sie abzubestellen. <
Deutschland hätte zumindest die Wahl, darüber laut nachzudenken. Schon alleine das hätte eine große Wirkung, denn eine eventuelle Abbestellung hätte kurzfristige Folgen, die quirlige Diskussion dagegen, wie man die Abhängigkeit von US-Unterstützung wohl reduzieren könne, erzeugt doch allenfalls herzliches Schmunzeln jenseits des Atlantiks.
Wie man an den erratischen Reaktionen Trumps sehen kann hat aber Widerspruch bei ihm durchaus gewisse Chancen. Gerade weil er problemlos heute das Gegenteil von gestern behaupten und durchsetzen kann ist er weit weniger als rational agierende Politiker auf eine kausale und logische Entscheidungsfindung angewiesen. Das könnte man nutzen.
�brigens, in Zeiten da geklaute Mähdrescher die Arbeit verweigern, braucht man über potentielle Disfunktionalität von Hightech-Gerät wirklich keinen Gedanken mehr verschwenden.
Beitrag vom 08.03.2025 - 11:44 Uhr
Bei den F35 hat Deutschland denke ich keine andere Wahl als sie abzubestellen. <
Deutschland hätte zumindest die Wahl, darüber laut nachzudenken. Schon alleine das hätte eine große Wirkung, denn eine eventuelle Abbestellung hätte kurzfristige Folgen, die quirlige Diskussion dagegen, wie man die Abhängigkeit von US-Unterstützung wohl reduzieren könne, erzeugt doch allenfalls herzliches Schmunzeln jenseits des Atlantiks.
Wie man an den erratischen Reaktionen Trumps sehen kann hat aber Widerspruch bei ihm durchaus gewisse Chancen. Gerade weil er problemlos heute das Gegenteil von gestern behaupten und durchsetzen kann ist er weit weniger als rational agierende Politiker auf eine kausale und logische Entscheidungsfindung angewiesen. Das könnte man nutzen.
Grundsätzlich ja, aber gerade dieses erratische und unlogische Verhalten lässt ja auch keinen Schluss zu was denn, wenn ich heute eine Entscheidung in meinem Sinne erreiche, morgen wieder entschieden wird. Oder übermorgen.
Daher halte ich die USA aktuell ja bestenfalls für unzuverlässig.
�brigens, in Zeiten da geklaute Mähdrescher die Arbeit verweigern, braucht man über potentielle Disfunktionalität von Hightech-Gerät wirklich keinen Gedanken mehr verschwenden.
Im Gegenteil. Gerade weil Software-Killswitches und Cloud-Abhängigkeiten heute schon in zB John Deere Traktoren verbaut sind, muss man aktiv sicherstellen, dass man tatsächlich die volle Kontrolle über sein eigenes Kriegsgerät und die dahinter stehende Logistik hat.
Dazu gehört eine vollständige Verfügbarkeit, Auditierfähigkeit und Ã"nderbarkeit aller Software Bestandeile, bis runter zur Firmware der zB Hydraulikpumpe in einer F35 oder der Steuerflächen von "intelligenter" Munition.
Das gilt genauso für elektronische Bestandteile der Gefechtsführung.
Ich bin eigentlich ganz froh, dass diese latente Problematik endlich mal offen auf dem Tisch landet, nachdem Sicherheitsexperten seit Jahren vor genau so einem Szenario gewarnt und autonome europäische Fähigkeiten gefordert haben.
Der Bendlerblock blieb aber zB stur einer der weltweit größten Microsoft Kunden.
Dieser Beitrag wurde am 08.03.2025 11:45 Uhr bearbeitet.