Community / / Maas: "Lufthansa soll Air-Berlin-Tic...

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Beitrag vom 19.10.2017 - 07:41 Uhr
UserJeWa
User (1 Beiträge)
Da hat es die Politik und in Persona Herr Maas als verantwortlicher Minister verbockt uns Verbraucher vor Insolvenzen von Fluggesellschaften zu schützen und dann so eine Forderung.

Wie bitteschön soll Lufthansa hier reagieren. Es war nicht ihre Schuld sondern die der Airberlin und der Politik. Und die Aktionäre der LH wären hier sicher auch strickt dagegen.

Vielleicht sollte die Politik endlich dafür sorgen das unsere Flüge erst 30 Tage vor Abflug gezahlt werden müssen oder das unserer Zahlungen analog Reiseveranstaltern abgesichert sind.

Das Reiseveranstalter Buchungen absichern müssen und Fluggesellschaften nicht ist sowieso schon eine Wettbewerbsverzerrung.

Es wird Zeit zu handeln Herr (Ex) Minister anstatt solch eine Forderung für eigene Versäumnisse aufzustellen.

Liebe Grüße
JeWa
Beitrag vom 19.10.2017 - 09:07 Uhr
Userchris7891
User (809 Beiträge)
Wenn die CDU , insbesondere die CSU und Dobrindt jahrelang blockieren, kann da auch Maas nichts machen.
Beitrag vom 19.10.2017 - 09:24 Uhr
UserFordsens
User (134 Beiträge)
Ist auch ganz einfach: Der Kaufpreis für AB wird um den entsprechenden Preis der akzeptierten Flugtickets reduziert. Gaaaar kein Problem.
Beitrag vom 19.10.2017 - 09:56 Uhr
Usersunjet
User (199 Beiträge)
@JeWa

ich geben ihnen recht, dass die Politik über Jahre versäumt hat, dahingehend den Kunden abzusichern. Aber von Wettbewerbsverzerrung kann ja wohl keine Rede sein. Der Reiseveranstalter ist nach Paragraf 651 BGB verpflichtet, sich gegen die eigene Zahlungsunfähigkeit zu versichern. Der Reiseveranstalter verkauft Reisen, u.a. auch Flugreisen, Autoreisen, Busreisen, nur Hotels, nur Unterhaltungsparks. Es sind also viele Bausteine, die nichts mit dem Fliegen zu tun haben. Wo steht der Veranstalter nun im Wettbewerb zu einer Airline?

Es zwingt sie auch keiner, einen Flug sechs Monate vor Abflug zu buchen und demzufolge dann auch gleich zu bezahlen. Bei 30 Tage vor Abflug kostet er allerdings auch nicht mehr 50€. Das ist dann scheinbar auch wieder nicht recht. Genau diese Mentalität vieler, alles billig haben zu müssen, bringt ja nicht nur die Luftfahrt genau in diese Situation. Vielleicht sollte man sich beim nächsten Schnäppchen einfach mal fragen, wie sowas zustande kommt auf wessen Rücken solche Preise entstehen. Es gibt kein Recht auf billig! Um hier bei Team zu bleiben, ein Flug sollte mindestens das kosten, was er anteilig auf den Passagier auch wirklich kostet. Man kann sich freuen, wenn man ein günstiges Ticket bekommen hat. Aber wer daraus schliesst, dass es für ihn immer so sein muss, dem attestiere ich asoziales Verhalten. Klar gibt es auch Menschen wie die Klofrau ( nur mal als Beispiel ), die kein teures Ticket kaufen kann, aber es gibt nicht nur Klofrauen in Deutschland. Wenn man die gängigen Medien wie Spiegel, Welt... und deren Foren und den Artikeln zum Thema Air Berlin Pleite konsumiert, stellt man schnell fest, dass der Schreiberlingen eins wichtig ist: die Tickets werden jetzt teurer! Na und, dann fährt man eben Bus und wenn das viele machen, wird der Preis auch wieder herunter gehen.
Ich bin früher auch mit dem Bus nach Lloret de Mar gefahren. Heute fliegt man natürlich nach Barcelona.
Einfach mal das Gedankenanstoß.
Beitrag vom 19.10.2017 - 10:09 Uhr
UserCRJ9
CLH
User (119 Beiträge)
Warum?

Crj
Beitrag vom 19.10.2017 - 10:16 Uhr
Userhobbes
User (63 Beiträge)
Ein weiteres Beispiel dieser herrlich-tragischen Komödie. Als Nicht-Deutscher bleibt mir nur das Staunen, wie in meinem Nachbarland die Politik in die Privatwirtschaft eingreift. So plump und offensichtlich, dass einem ob der fehlenden Scham die Spucke wegbleibt. In ein paar Tagen wird die Lufthansa erklären, dass sie aus "Kulanz" Air Berlin-Tickets grosszügig akzeptiert.

Die ganze Insolvenz der Air Berlin, angefangen vom "plötzlich" stehenden Notfallplan, den der grösste Konkurrent mit dem zuständigen Ministerium aufgegleist hat, bis zu dieser Forderung ist ein Lehrbeispiel, wie es eigentlich in einer unabhängigen Marktwirtschaft NICHT gehen sollte.
Beitrag vom 19.10.2017 - 10:27 Uhr
Usersystemchef
User (211 Beiträge)
dann hätte die KfW das zur Bedingung machen müssen für den Notkredit. Wenn die Politik erst aufwacht nach Vertrags-Unterzeichnung ist das halt blöd gelaufen.
Beitrag vom 19.10.2017 - 10:30 Uhr
Userskyes
User (207 Beiträge)


Es zwingt sie auch keiner, einen Flug sechs Monate vor Abflug zu buchen und demzufolge dann auch gleich zu bezahlen. Bei 30 Tage vor Abflug kostet er allerdings auch nicht mehr 50€. Das ist dann scheinbar auch wieder nicht recht. Genau diese Mentalität vieler, alles billig haben zu müssen, bringt ja nicht nur die Luftfahrt genau in diese Situation. Vielleicht sollte man sich beim nächsten Schnäppchen einfach mal fragen, wie sowas zustande kommt auf wessen Rücken solche Preise entstehen. Es gibt kein Recht auf billig! Um hier bei Team zu bleiben, ein Flug sollte mindestens das kosten, was er anteilig auf den Passagier auch wirklich kostet. Man kann sich freuen, wenn man ein günstiges Ticket bekommen hat. Aber wer daraus schliesst, dass es für ihn immer so sein muss, dem attestiere ich asoziales Verhalten. Klar gibt es auch Menschen wie die Klofrau ( nur mal als Beispiel ), die kein teures Ticket kaufen kann, aber es gibt nicht nur Klofrauen in Deutschland. Wenn man die gängigen Medien wie Spiegel, Welt... und deren Foren und den Artikeln zum Thema Air Berlin Pleite konsumiert, stellt man schnell fest, dass der Schreiberlingen eins wichtig ist: die Tickets werden jetzt teurer! Na und, dann fährt man eben Bus und wenn das viele machen, wird der Preis auch wieder herunter gehen.
Ich bin früher auch mit dem Bus nach Lloret de Mar gefahren. Heute fliegt man natürlich nach Barcelona.
Einfach mal das Gedankenanstoß.

Exakt!!
Beitrag vom 19.10.2017 - 11:22 Uhr
Userairlinestrategy
User (318 Beiträge)
Ein weiteres Beispiel dieser herrlich-tragischen Komödie. Als Nicht-Deutscher bleibt mir nur das Staunen, wie in meinem Nachbarland die Politik in die Privatwirtschaft eingreift. So plump und offensichtlich, dass einem ob der fehlenden Scham die Spucke wegbleibt. In ein paar Tagen wird die Lufthansa erklären, dass sie aus "Kulanz" Air Berlin-Tickets grosszügig akzeptiert.

Die ganze Insolvenz der Air Berlin, angefangen vom "plötzlich" stehenden Notfallplan, den der grösste Konkurrent mit dem zuständigen Ministerium aufgegleist hat, bis zu dieser Forderung ist ein Lehrbeispiel, wie es eigentlich in einer unabhängigen Marktwirtschaft NICHT gehen sollte.


Eigentlich war da gar nichts 'plötzlich'. Die AB war seit Jahren faktisch pleite und wurde nur durch massives und wiederholtes Eingreifen eines solventen Mehrheitseigners am Leben gehalten. Die Tatsache, dass Ab eine britische 'PLC' und keine deutsche 'AG' war mag da geholfen haben diesen Zeitraum zu verlängern. Jedoch wusste nun wirklich jeder Blinde mit Krückstock, dass das genau dann vorbei ist sobald dieser solvente Eigner den Geldhahn zudreht.

Es hat auch nichts, aber rein gar nichts mit Politik zu tun, wenn sich der grösste Konkurrent auf diesen Tag X vorbereitet. Dazu war das ganze Schlamassel schon so weit fortgeschritten, dass es fast schon Tagesaufgabe im LH Konzern war, diese Hausafgaben zu erledigen. Dafür sind diese 'Topmanager' schliesslich auch da. KfW Kredite können in Notfällen auch rech schnell bewilligt werden, das war bei Holzmann und Dornier (und anderen) auch so... was hat die deutsche Politik denn gemacht ? Sie hat allerhöchstens ihren Heimatmarkt geschützt - im Einklang mit EU Regularien. Das hätten alle anderen Regierungen auch gemacht, wahrscheinlich aber noch mehr. Siehe Frankreich, das regelmässig in die Wirtschaft eingreift, siehe Italien und AZ etc. etc.
Beitrag vom 20.10.2017 - 00:26 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
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6 Beiträge wg. OT gelöscht.
1 Beitrag in der Folge wg. nun fehlendem Bezug gelöscht.

Unsachlich und am Ende persönlich geführte Politikdiskussionen am eigentlichen Thema vorbei haben ihr nichts verloren. Bitte die Nutzungsregeln beachten.

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2017 00:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.10.2017 - 08:42 Uhr
Usermeihan
User (69 Beiträge)
@JeWa

ich geben ihnen recht, dass die Politik über Jahre versäumt hat, dahingehend den Kunden abzusichern. Aber von Wettbewerbsverzerrung kann ja wohl keine Rede sein. Der Reiseveranstalter ist nach Paragraf 651 BGB verpflichtet, sich gegen die eigene Zahlungsunfähigkeit zu versichern. Der Reiseveranstalter verkauft Reisen, u.a. auch Flugreisen, Autoreisen, Busreisen, nur Hotels, nur Unterhaltungsparks. Es sind also viele Bausteine, die nichts mit dem Fliegen zu tun haben. Wo steht der Veranstalter nun im Wettbewerb zu einer Airline?

Es zwingt sie auch keiner, einen Flug sechs Monate vor Abflug zu buchen und demzufolge dann auch gleich zu bezahlen. Bei 30 Tage vor Abflug kostet er allerdings auch nicht mehr 50€. Das ist dann scheinbar auch wieder nicht recht. Genau diese Mentalität vieler, alles billig haben zu müssen, bringt ja nicht nur die Luftfahrt genau in diese Situation. Vielleicht sollte man sich beim nächsten Schnäppchen einfach mal fragen, wie sowas zustande kommt auf wessen Rücken solche Preise entstehen. Es gibt kein Recht auf billig! Um hier bei Team zu bleiben, ein Flug sollte mindestens das kosten, was er anteilig auf den Passagier auch wirklich kostet. Man kann sich freuen, wenn man ein günstiges Ticket bekommen hat. Aber wer daraus schliesst, dass es für ihn immer so sein muss, dem attestiere ich asoziales Verhalten. Klar gibt es auch Menschen wie die Klofrau ( nur mal als Beispiel ), die kein teures Ticket kaufen kann, aber es gibt nicht nur Klofrauen in Deutschland. Wenn man die gängigen Medien wie Spiegel, Welt... und deren Foren und den Artikeln zum Thema Air Berlin Pleite konsumiert, stellt man schnell fest, dass der Schreiberlingen eins wichtig ist: die Tickets werden jetzt teurer! Na und, dann fährt man eben Bus und wenn das viele machen, wird der Preis auch wieder herunter gehen.
Ich bin früher auch mit dem Bus nach Lloret de Mar gefahren. Heute fliegt man natürlich nach Barcelona.
Einfach mal das Gedankenanstoß.

Hier geht's ja nicht nur um billig oder teuer, sondern ganz einfach darum dass Geld bezahlt, aber keine Leistung erbracht wurde. Es ist einfach nicht richtig, dass man da Kundengelder, die noch dazu Gebühren und Steuern enthielten, welche niemals bezahlt bzw. in Anspruch genommen wurden, zur Insolvenzmasse nimmt. Und jetzt soll ein eventueller Käufer aus "Kulanz" diese Tickets anerkennen und die Flüge durchführen ohne Bezahlung? Was für ein Rechtsempfinden hat denn da ein Justizminister? Schon mal Gedanken gemacht, was das für andere Insolvenzen bedeuten würde?
Beitrag vom 20.10.2017 - 13:40 Uhr
Userfbwlaie
User (4445 Beiträge)
Wie stellt sich denn Maas ein neues Insolvenzrecht vor?
Oder hat er sic darüber gar keine Gedanken gemacht und blubbert a la Trump nur herum?
Jeder, der mal Möbel bestellt und frühzeitig bezshlen musste, kennt das Problem... Stimmt das, was man in der Zeitung so liest oder hört?...
Da wäre eine Sicherung schon beruhigend.
Mir drängt sich der Gedanke auf, dass Maas schon einen Job in der Versicherungswirtschaft sicher hat!



Beitrag vom 20.10.2017 - 14:00 Uhr
Userbob.gedat
User (676 Beiträge)
Die ganze Insolvenz der Air Berlin, angefangen vom "plötzlich" stehenden Notfallplan, den der grösste Konkurrent mit dem zuständigen Ministerium aufgegleist hat, bis zu dieser Forderung ist ein Lehrbeispiel, wie es eigentlich in einer unabhängigen Marktwirtschaft NICHT gehen sollte.
Woher haben Sie eigentlich die Idee einer UNABHÄNGIGEN Marktwirtschaft?
Beitrag vom 20.10.2017 - 16:41 Uhr
Uservw54
User (3 Beiträge)
Das ist wiedermal plumpe Symbolpolitik und Wählerstimmenfang. Schlimm ist allerdings, dass die Aussage von unserem Justizminister getätigt wurde. Die Gesetze zum Insolvenzrecht sind da eindeutig und sie sind auch noch gar nicht so alt das man davon ausgehen könnte, sie wären komplett aus anderen wirtschaftlichen Zeiten. Tagtäglich bleiben viele Gläubiger auf offenen Forderungen bei Insolvenzfällen sitzen und die sind häufig vom Betrag her deutlich größer als ein Flugticket üblicherweise kostet. Da fordern unsere Politiker doch auch nicht, das diese Gläubiger durch einen Dritten kulant entschädigt werden sollen.
Air Berlin hat Geld für eine Leistung eingenommen und erbringt diese Leistung nicht. Insofern ist ganz allein Air Berlin oder ein eventueller Rechtsnachfolger von Air Berlin für eine Entschädigung der Kunden bei nicht erbrachter Leistung zuständig.
Beitrag vom 20.10.2017 - 16:41 Uhr
Uservw54
User (3 Beiträge)
Das ist wiedermal plumpe Symbolpolitik und Wählerstimmenfang. Schlimm ist allerdings, dass die Aussage von unserem Justizminister getätigt wurde. Die Gesetze zum Insolvenzrecht sind da eindeutig und sie sind auch noch gar nicht so alt das man davon ausgehen könnte, sie wären komplett aus anderen wirtschaftlichen Zeiten. Tagtäglich bleiben viele Gläubiger auf offenen Forderungen bei Insolvenzfällen sitzen und die sind häufig vom Betrag her deutlich größer als ein Flugticket üblicherweise kostet. Da fordern unsere Politiker doch auch nicht, das diese Gläubiger durch einen Dritten kulant entschädigt werden sollen.
Air Berlin hat Geld für eine Leistung eingenommen und erbringt diese Leistung nicht. Insofern ist ganz allein Air Berlin oder ein eventueller Rechtsnachfolger von Air Berlin für eine Entschädigung der Kunden bei nicht erbrachter Leistung zuständig.
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