Community / / Manager spielen Schutzschirmverfahre...

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Beitrag vom 09.11.2020 - 13:16 Uhr
User4UPilot
User (385 Beiträge)
Ist eine einmalige Gelegenheit, die man durchaus in Betracht ziehen könnte/müsste. Die Aktionäre mögen die Aussichten (+11%)
Beitrag vom 09.11.2020 - 13:28 Uhr
Userfliegerschmunz
User (427 Beiträge)
Die beschriebene Entwicklung zum Schutzschirmverfahren ist mehr oder weniger zwangsläufig. Die "Nach Corona Lufthansa" kommt mit 2/3 der Größe aus. A320, A350, B777F genügen vollauf. Bitter aber wohl nicht zu umgehen. Die Industrie wird nie mehr zu alter Größe zurückkehren.
Beitrag vom 09.11.2020 - 13:51 Uhr
UserMinorItem
User (66 Beiträge)
Aaah...ja! Jetzt wird also wieder das Schutzschirmverfahren ausgegraben.
Wie ernsthaft das beabsichtigt war, hat man ja gesehen, als LH seine Aktionäre angebettelt hat doch bitte bei der HV "dagegen" zu stimmen - als ein Herr Thiele LH dort "hineintreiben" wollte. Und damals hätte es sogar noch mehr Sinn gemacht, als jetzt. Wäre man doch auf einen Schlag einige Milliarden an Ticketrückerstattungen los geworden.

Also jetzt auf ein Neues? Na dann, lieber PensionsSicherungsverein, freut euch doch schon mal auf ca. 6 Milliarden Pensionsverpflichtungen, die ihr dann von LH aufgedrückt bekommt. Das ist ja zufällig ziemlich genau eure gesamte Jahresbilanzsumme, wie man dem Geschäftsbericht entnehmen kann. Wer freut sich nicht, seine Bilanzsumme zu verdoppeln - gut, sind alles "Schulden/Verpflichtungen", aber wer wird denn da so kleinlich sein.
Und....pleite gehen wird der PSV daran nicht. Der macht es einfach wie die PKV und erhöht seine Beiträge. Da werden sich aber Tausende mittelständische Firmen, sowie Großunternehmen wie Bolle freuen, wenn sie zur Absicherung ihrer Betriebsrenten dann 2,3,4 - fachen Beitrag zahlen "dürfen".
Und die Regierung freut sich bestimmt schon auf hunderte Dankesbriefe der Betriebe - im Wahljahr!

1992, als es LH richtig dreckig ging, haben u.a. die Piloten der LH 33% Gehalt abgegeben(Mehrarbeit/Kürzungen etc.). Unbegrenzt, ohne automatisches Rückfalldatum.
Bekommen haben sie dafür eine Geschäftsfeldabsicherung - den KTV. Im Endeffekt war es ein niedergeschriebenes Bekenntnis der Geschäftsführung zur damaligen Belegschaft, und eben nicht auszuflaggen beispielsweise. Für beide Seiten damals ein fairer Deal.

Und heute? Sollen sie noch mehr abgeben und bekommen dafür was? Tarifflucht in Form von Ocean, die sie mit ihren Zugeständnissen auch noch querfinanzieren sollen. Lachhaft!

Lieber LH Vorstand, gehen sie doch mal in sich und überlegen, ob es da nicht einen besseren Weg geben könnte. Um die Gewerkschaft(-en) doch noch zu einer ordentlichen Übereinkunft zu bewegen. Und....fällt ihnen da wirklich nichts Neues ein, als jetzt das Schutzschirmverfahren wieder aus der Schublade zu holen? Um den Druck zu erhöhen? Wirklich, so fantasielos in der Gehaltsklasse?
Beitrag vom 09.11.2020 - 13:58 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Am besten finde ich den Satz zum Thema weiterer Staatshilfen:

>>Das hohe Lohnniveau der Lufthansa birgt zudem politische Risiken, wenn weitere Staatshilfen nachgeschossen werden müssten. "Das ist Steuerzahlergeld, da steckt das Geld der Friseurmeisterin drin und dem Facharbeiter", heißt es in Regierungskreisen. Das könne man nicht so einfach an den gut situierten Piloten oder die Lufthansa-Aktionäre durchreichen.<<

Da ist etwas Wahres dran.

Dieser Beitrag wurde am 09.11.2020 14:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:08 Uhr
UserViri
User (1207 Beiträge)
Am besten finde ich den Satz zum Thema weiterer Staatshilfen:

>>Das hohe Lohnniveau der Lufthansa birgt zudem politische Risiken, wenn weitere Staatshilfen nachgeschossen werden müssten. "Das ist Steuerzahlergeld, da steckt das Geld der Friseurmeisterin drin und dem Facharbeiter", heißt es in Regierungskreisen. Das könne man nicht so einfach an den gut situierten Piloten oder die Lufthansa-Aktionäre durchreichen.

Dass die 30.000 Mitarbeiter, deren Kündigung jetzt zur Debatte steht, auch Steuern eingezahlt haben, damit sie jetzt rausgeworfen werden, wird dabei aber geflissentlich ausgeblendet. Ebenfalls der Umstand, dass mit Sicherheit ein Teil dieser Mitarbeiter deutlich mehr Steuern gezahlt haben als die Friseurmeisterin oder der Facharbeiter. Naja macht ja nix, dann darf die Friseurmeisterin oder der Facharbeiter trotzdem aus ihren Abgaben für die Mitarbeiter der LH bezahlen - in Form von ALG und Hartz IV.

Dieser Beitrag wurde am 09.11.2020 14:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:35 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)

Dass die 30.000 Mitarbeiter, deren Kündigung jetzt zur Debatte steht, auch Steuern eingezahlt haben, damit sie jetzt rausgeworfen werden, wird dabei aber geflissentlich ausgeblendet. Ebenfalls der Umstand, dass mit Sicherheit ein Teil dieser Mitarbeiter deutlich mehr Steuern gezahlt haben als die Friseurmeisterin oder der Facharbeiter. Naja macht ja nix, dann darf die Friseurmeisterin oder der Facharbeiter trotzdem aus ihren Abgaben für die Mitarbeiter der LH bezahlen - in Form von ALG und Hartz IV.

Und das bedeutet, dass man jetzt nochmal 9 Mrd. in die Lufthansa stecken sollte?
Das ist mir als Steuerzahler schwer vermittelbar. Insbesondere wenn ich sehe, wie mit anderen Branchen umgegangen wird.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:42 Uhr
UserV178
User (294 Beiträge)
Na ja, es gibt auch noch andere Bereiche als die Luftfahrt. Muss der Herr Pilot eben was anderes machen, zu einem angemessenen Gehalt für den neuen Job. Opel statt Porsche, der Porschehändler verkauft seinen Wagen halt an einen anderen Kunden. Geht schon irgendwie.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:48 Uhr
UserViri
User (1207 Beiträge)
Und das bedeutet, dass man jetzt nochmal 9 Mrd. in die Lufthansa stecken sollte?

Wo habe ich das behauptet? Ich bin lediglich darauf eingegangen, dass die armen Friseure und Facharbeiter ihr sauer erarbeitetes Geld als Steuern für das hochbezahlte Personal bei LH aufwenden müssen und habe entgegen gebracht, dass jene LH-Mitarbeiter dieses Steuergeld ebenfalls mitfinanziert haben und das womöglich zu größeren Teilen als die erstgenannten Berufsgruppen.

Das ist mir als Steuerzahler schwer vermittelbar. Insbesondere wenn ich sehe, wie mit anderen Branchen umgegangen wird.

Den 80.000 LH-Mitarbeitern und Steuerzahlern in Deutschland ist das vermutlich leichter vermittelbar als Ihnen. Nebenbei: weil andere Branchen keine Unterstützung erhalten, soll keinem geholfen werden?

Dieser Beitrag wurde am 09.11.2020 14:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:50 Uhr
UserViri
User (1207 Beiträge)
Na ja, es gibt auch noch andere Bereiche als die Luftfahrt. Muss der Herr Pilot eben was anderes machen, zu einem angemessenen Gehalt für den neuen Job. Opel statt Porsche, der Porschehändler verkauft seinen Wagen halt an einen anderen Kunden. Geht schon irgendwie.

Und die restlichen 29.000 Mitarbeiter, die davon betroffen sind? Sind nicht alles Piloten und nicht jeder fährt nen Porsche.
Beitrag vom 09.11.2020 - 14:57 Uhr
UserAirbus333
User (48 Beiträge)
Und wieder sind wir bei der Neid-Debatte:

Die arme Frisöse, der arme Facharbeiter und der böse REICHE PILOT (der mit der billigen Ausbildung der auch kaum Verantwortung trägt) besten man schult Frisösen und andere Facharbeiter einfach um zum Piloten. Grundschule reicht. kann doch jeder. Jeder bekommt 1500.- Netto und alles sind glücklich keiner mehr von Neid und Missgunst zerfressen.

Wenn LHG kleiner werden würde, könnte man auch über ein Flugverbot für alle militanten Klimaschützer nachdenken. Zu Fuß nach Malle. Der Weg ist das Ziel.
Beitrag vom 09.11.2020 - 15:03 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Und das bedeutet, dass man jetzt nochmal 9 Mrd. in die Lufthansa stecken sollte?

Wo habe ich das behauptet? Ich bin lediglich darauf eingegangen, dass die armen Friseure und Facharbeiter ihr sauer erarbeitetes Geld als Steuern für das hochbezahlte Personal bei LH aufwenden müssen und habe entgegen gebracht, dass jene LH-Mitarbeiter dieses Steuergeld ebenfalls mitfinanziert haben und das womöglich zu größeren Teilen als die erstgenannten Berufsgruppen.

Das ist mir als Steuerzahler schwer vermittelbar. Insbesondere wenn ich sehe, wie mit anderen Branchen umgegangen wird.

Den 80.000 LH-Mitarbeitern und Steuerzahlern in Deutschland ist das vermutlich leichter vermittelbar als Ihnen.

Naja, dass den Profiteuren dieses Deals das leicht zu vermitteln ist, überrascht jetzt nicht.
Wobei ich, der ebenfalls Profiteur ist, trotzdem hier eine krasse Ungerechtigkeit sehe. Bin aber vielleicht auch nicht so egozentisch wie andere.


Nebenbei: weil andere Branchen keine Unterstützung erhalten, soll keinem geholfen werden?

Habe ich das behauptet?
Beitrag vom 09.11.2020 - 15:05 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Und wieder sind wir bei der Neid-Debatte:

Wieso? Weil Regierungskreise auf diesen Umstand hinweisen?
Beitrag vom 09.11.2020 - 15:28 Uhr
UserAirbus333
User (48 Beiträge)
ah wenn’s dir Regierung sag, na dann stimmt’s. Wenn man bedenkt, dass im Bundestag auch welche ohne Schulabschluss sitzen... fängt man an zu schaudern.
Beitrag vom 09.11.2020 - 15:31 Uhr
UserAirbus333
User (48 Beiträge)
Wir sollten das mit der Hansa sein lassen. Die Automobilindustrie, jetzt der Wirtschaftsmotor Airline, alles wird vor die Wand gefahren.

weiter so.

Dafür ist Deutschland dann klimaneutral.
Beitrag vom 09.11.2020 - 15:32 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
ah wenn’s dir Regierung sag, na dann stimmt’s. Wenn man bedenkt, dass im Bundestag auch welche ohne Schulabschluss sitzen... fängt man an zu schaudern.

Aber schon klar, wer die Neiddebatte begonnen hat, oder?
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