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Beitrag 1 - 14 von 14
Beitrag vom 19.09.2025 - 07:39 Uhr
Userfliegerschmunz
User (856 Beiträge)
L6 ist ein Augiusstall, der gründlich ausgemistet gehört. Es handelt sich hier um Staatsaversagen in der reinsten Form. Schade, dass es erst dieses mutigen Schrittes der Juristin bedurfte, bis man in Berlin aufgewacht ist. Die von den Verbänden der Allgemeinen Luftfahrt initiierte Petition liegt schon anderthalb Jahre zurück, hat den Dämmerschlaf Herrn Wissings aber offenbar nicht zu stören vermocht. Erstaunlich nur, dass die Airlines und die VC so still sind. Aber mit 13 AOCs ist CS natürlich auch auf ein gutes Verhältnis zum LBA angewiesen.
Behörden und Beamten haben den Bürgern zu dienen - Punkt. Davon kann beim Referat L& des LBA wohl kaum die Rede sein.

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2025 07:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.09.2025 - 09:47 Uhr
Userichglaubdasnicht
User (470 Beiträge)
Das LBA hat mehr als 1000 Mitarbeiter. Mit dieser übermäßigen Personalausstattung kann man die ca.18000 Piloten in Deutschland prima gängeln und mehr.
Beitrag vom 19.09.2025 - 10:05 Uhr
UserDaedalos1504
User (873 Beiträge)
Das LBA hat mehr als 1000 Mitarbeiter. Mit dieser übermäßigen Personalausstattung kann man die ca.18000 Piloten in Deutschland prima gängeln und mehr.

LBA steht für Luftfahrt-Bundesamt und nicht für Piloten-Bundesamt. Ich in meinem Bereich hatte während meiner Berufstätigkeit immer gute Erfahrungen mit dem LBA gemacht.
Beitrag vom 19.09.2025 - 10:12 Uhr
UserDaedalos1504
User (873 Beiträge)
L6 ist ein Augiusstall, der gründlich ausgemistet gehört. Es handelt sich hier um Staatsaversagen in der reinsten Form. Schade, dass es erst dieses mutigen Schrittes der Juristin bedurfte, bis man in Berlin aufgewacht ist. Die von den Verbänden der Allgemeinen Luftfahrt initiierte Petition liegt schon anderthalb Jahre zurück, hat den Dämmerschlaf Herrn Wissings aber offenbar nicht zu stören vermocht. Erstaunlich nur, dass die Airlines und die VC so still sind. Aber mit 13 AOCs ist CS natürlich auch auf ein gutes Verhältnis zum LBA angewiesen.
Behörden und Beamten haben den Bürgern zu dienen - Punkt. Davon kann beim Referat L& des LBA wohl kaum die Rede sein.

Exakt eine Behörde hat den Bürgen zu dienen. Das LBA hat als Aufsichtsbehörde dafür zu sorgen, dass das Fliegen sicher ist. Als Passagier möchte ich, dass wenn Zweifel an der Tauglichkeit eines Kutschers besteht, dieser aussortiert wird und ich nicht an einem Berg lande.
Beitrag vom 19.09.2025 - 10:19 Uhr
UserKonTra77
User (244 Beiträge)
L6 ist ein Augiusstall, der gründlich ausgemistet gehört. Es handelt sich hier um Staatsaversagen in der reinsten Form. Schade, dass es erst dieses mutigen Schrittes der Juristin bedurfte, bis man in Berlin aufgewacht ist. Die von den Verbänden der Allgemeinen Luftfahrt initiierte Petition liegt schon anderthalb Jahre zurück, hat den Dämmerschlaf Herrn Wissings aber offenbar nicht zu stören vermocht. Erstaunlich nur, dass die Airlines und die VC so still sind. Aber mit 13 AOCs ist CS natürlich auch auf ein gutes Verhältnis zum LBA angewiesen.
Behörden und Beamten haben den Bürgern zu dienen - Punkt. Davon kann beim Referat L& des LBA wohl kaum die Rede sein.

Zu allem gehören zwei Medaillen.
Wenn ein ggf. flugtüchtiger Pilot als untüchtig eingestuft wird, sind die Konsequenzen auf einen sehr kleinen Personenkreis gering. Mit Mehrheit der Piloten dürfte es freuen, schließlich wird ihr Angebot verknappt und ihr Verhandlungshebel vergrößert.
Aber wenn ein fluguntüchtiger Pilot flugtüchtig deklariert wird, können die Konsequenzen fatal sein, siehe Suizide von Piloten.
Also ohne das genaue Ausmaß dieses "Skandals" zu kennen, bin ich auch eher dafür lieber fluguntauglich als Augen zu und durch.
Ich denke, die Piloten denken ähnlich bei TC's, Release to service etc. Oder wie empfinden Ihr Piloten ggü. der FAA und deren Zulassungsverfahren der MAX?
Beitrag vom 19.09.2025 - 10:50 Uhr
Userfliegerschmunz
User (856 Beiträge)
KonTra 77.
Mit Verlaub, aber Sie durchschauen das System und erkennen das Problem nicht. Auch Piloten, die irgendeine Kleinigkeit haben, verschweigen das natürlich beim Fliegerarzt, schlicht und einfach, weil es die Existenz kosten kann. Und das Suizidproblem verkennen Sie auch. Wenn ich einen Fragebogen vorgelegt bekomme, in dem ich gefragt werde, ob ich meine, dass Alkoholkonsum dabei hilft, Probleme zu lösen, wird das ganz sicher die Suizidkandidaten herausfiltern.
Und das Argument mit der Freude über diese künstliche Personalknappheit durch Krankschreibung von Kollegen ist obszön.
Und nicht zwei Medaillen - zwei Seiten einer Medaille! Vorne und hinten.

Dass die MAX zugelassen wurde, war ebenfalls Behördenversagen.
Beitrag vom 19.09.2025 - 10:52 Uhr
UserEricM
User (6800 Beiträge)
Die eine Seite macht angedeutete Vorwürfe, die andere Seite reagiert mit Andeutungen als Rechtfertigung.
Das reicht (zumindest mir) nicht zur Meinungsbildung oder für eine öffentliche Debatte.
Schon gar nicht kann man aus den vorliegenden Information ein "Staatsversagen" oder einen "Augiusstall" (also Korruption) diagnostizieren.
Beitrag vom 19.09.2025 - 11:00 Uhr
UserEricM
User (6800 Beiträge)
Auch Piloten, die irgendeine Kleinigkeit haben, verschweigen das natürlich beim Fliegerarzt, schlicht und einfach, weil es die Existenz kosten kann.

Stimmt, das ist eine psychologische Hürde, die vermutlich einige (viele?) eigentlich Hilfesuchende vom Gang zum Arzt abhalten kann.
Aber DAS Problem ließe sich doch leicht lösen: Piloten die im Medical als fluguuntauglich erkannt werden, werden bei vollen Bezügen bis zum Eintritt in den Ruhestand freigestellt.

Zum Beispiel über eine entsprechende Pflichtversicherung.
Aber auch da haben wir wieder den Punkt: Das würde Geld kosten, das keiner ausgeben möchte (weder Piloten noch Arbeitgeber) und es ist billiger dieses Problem zu ignorieren...
Beitrag vom 19.09.2025 - 11:13 Uhr
UserSven
User (49 Beiträge)
Was man hier differenzieren muss, sind die Gründe für eine Verweisung ans L6. Teilweise muss das L6 bei bestimmten operativen Eingriffen oder Kuren im Anschluss die Flugtauglichkeit wieder bescheinigen, da das der Fliegerarzt nicht alleine darf.

Bei solchen Vorgängen sind die Bearbeitungszeiten in der Vergangenheit immer wieder das Problem gewesen, da manche Kollegen über ein Jahr auf die Bearbeitung in die Wiederherstellung der Flugtauglichkeit gewartet haben. Die Lohnfortzahlung läuft natürlich dann nicht weiter und hat ernsthafte Probleme für die Existenzsicherung der betroffenen Kollegen zur Folge.

Wenn jetzt in solchen Fällen, in denen beispielsweise eine komplizierte OP ans L6 verwiesen wurde und die einfach aus Lustlosigkeit "Flugunfähigkeit" bescheinigen, ist das definitiv ein Versagen (ob es wirklich um einen solchen Fall gegangen ist, weiß ich natürlich nicht, soll nur das Problem verdeutlichen).
Beitrag vom 19.09.2025 - 14:00 Uhr
UserKonTra77
User (244 Beiträge)
KonTra 77.
Mit Verlaub, aber Sie durchschauen das System und erkennen das Problem nicht. Auch Piloten, die irgendeine Kleinigkeit haben, verschweigen das natürlich beim Fliegerarzt, schlicht und einfach, weil es die Existenz kosten kann.

Heißt das, dass ein Pilot nur fliegen kann und sonst nichts?
In diversen anderen Threads preisen diese doch oft genug all ihre tollen Fähigkeiten, ihre große Verantwortung, Reaktionsschnelligkeit blablabla... damit sollte sich doch auch eine zweite Karriere ermöglichen.


Und das Suizidproblem verkennen Sie auch. Wenn ich einen Fragebogen vorgelegt bekomme, in dem ich gefragt werde, ob ich meine, dass Alkoholkonsum dabei hilft, Probleme zu lösen, wird das ganz sicher die Suizidkandidaten herausfiltern.
Und das Argument mit der Freude über diese künstliche Personalknappheit durch Krankschreibung von Kollegen ist obszön.
Ist mag ein wenig übertrieben sein, aber in einer Zunft, in der Seniorität vor allem anderen gilt und man nur die Chance hat schneller aufzusteigen, wenn jemand vor einem in der Schlange herausfällt...


Und nicht zwei Medaillen - zwei Seiten einer Medaille! Vorne und hinten.

Dass die MAX zugelassen wurde, war ebenfalls Behördenversagen.
Beitrag vom 19.09.2025 - 14:05 Uhr
UserKonTra77
User (244 Beiträge)
Auch Piloten, die irgendeine Kleinigkeit haben, verschweigen das natürlich beim Fliegerarzt, schlicht und einfach, weil es die Existenz kosten kann.

Stimmt, das ist eine psychologische Hürde, die vermutlich einige (viele?) eigentlich Hilfesuchende vom Gang zum Arzt abhalten kann.
Aber DAS Problem ließe sich doch leicht lösen: Piloten die im Medical als fluguuntauglich erkannt werden, werden bei vollen Bezügen bis zum Eintritt in den Ruhestand freigestellt.

Und wie viele Piloten würden dann falsche Fluguntauglichkeit vortäuschen?

Beitrag vom 19.09.2025 - 15:55 Uhr
UserEricM
User (6800 Beiträge)
Und wie viele Piloten würden dann falsche Fluguntauglichkeit vortäuschen?

Wo ist der Unterschied zu einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung? Die wird ja auch nicht massenhafdt ausgenutzt. Es muss ja immer noch ein Amtsarzt bestätigen, dass eine Einschränkung vorliegt.
Beitrag vom 20.09.2025 - 13:12 Uhr
UserMHalblaub
User (1191 Beiträge)
Dass die MAX zugelassen wurde, war ebenfalls Behördenversagen.

Nein, das war Regierungsversagen. Die US-Regierung hat der FAA schlicht die Kontrolle entzogen und Boeing hat sich die MAX selbst zertifiziert.

Wer sich über die langsame Zertifizierung der 777-9 wundert: die FAA hat u.a. festgestellt, die 777-9 ist keine Variante der 777 sondern ein neuer Flugzeugtyp. D.h., Neuzulassung und damit ist Boeing nicht mehr so gut vertraut.
Beitrag vom 21.09.2025 - 19:00 Uhr
UserGB
User (856 Beiträge)
Und wie viele Piloten würden dann falsche Fluguntauglichkeit vortäuschen?

Wo ist der Unterschied zu einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung? Die wird ja auch nicht massenhafdt ausgenutzt. Es muss ja immer noch ein Amtsarzt bestätigen, dass eine Einschränkung vorliegt.

Nun ja, dank Kleingedrucktem hat braucht es auch oft erst gar keinen Amtsarzt, speziell diese Versicherungssparte ist hinlänglich so bekannt dafür, dass Versicherungstipps des öfteren vor diesem Vertragstyp ausdrücklich abraten.