Beitrag vom 31.01.2025 - 09:53 Uhr
Ich würde mal vermuten das diese Steigerung der Klagen gegen Fluggesellschaften auch damit zu tun hat, dass immer mehr Fluggäste mittlerweile wissen welche Rechte sie nach der EU Verordnung 261/2004 haben.
Und sich eben nicht mehr von den Abwimmel- und/oder Verzögerungstaktiken, sowie auf das Angebot von 'Brosamen' der Airlines reinfallen.
Es geht ja schon damit los das sich die Airlines nicht an die von der genannten Verordnung vorgeschriebenen Verpflichtungen:
"(20) Die Fluggäste sollten umfassend über ihre Rechte im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen informiert werden, damit sie diese Rechte wirksam wahrnehmen können."
Und offensichtlich, wie im Artikel beschrieben, scheint es für die Airlines eben immer noch 'lukrativer' zu sein, abzuwarten ob die Betroffenen wirklich klagen, selbst wenn sie wissen (die Airlines) das sie verlieren... .
halten.
Beitrag vom 31.01.2025 - 15:23 Uhr
Aus Sicht des Portals AirHelp ist der Gang vor Gericht weder für Fluggäste noch für die Airlines die beste Lösung
Diese 131.000 Klagen sind vermutlich nur aufgrund der damit verbundenen Kosten, des Aufwands und Risikos für die Kläger nicht 250k Klagen.
Aus Sicht der Passagiere ist es oft die einzige Lösung.
Wenn es aus Sicht der Airlines die schlechteste Lösung wäre, käme es nicht so oft vor. Sie schrecken damit immerhin noch mehr Ansprüche ab und bringen Kunden um ihr gutes Recht.
Vielleicht sollten wir in DE mal überdie Einführung einer Enstsprechung für punitive Damages des amerikanischen Rechts nachdenken.
Beitrag vom 31.01.2025 - 16:04 Uhr
Eine Idee wäre ja mal, die Entschädigungsansprüche zu verdoppeln, wenn sie nicht innerhalb eines Monats gezahlt wurden. Das würde die Bearbeitung seitens der Airlines bestimmt beschleunigen.
Beitrag vom 31.01.2025 - 17:14 Uhr
Die Richter sollten einfach die Möglichkeit erhalten bei offensichtlich berechtigten Klagen und nichtigen Gründen der Airline die Entschädigungen zu verzehnfachen. Dann rentiert es sich nicht mehr für die Airlines darauf zu hoffen, dass ein paar doch nicht klagen.