Community / / Neue Eurowings – Lufthansa tastet ...

Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 06.12.2014 - 09:46 Uhr
Userbig_stress
User (113 Beiträge)
Bin erst vor kurzem Vueling geflogen. Das war ok. Moderne Flieger, Komfort noch ok. Gepäck zusätzlich bezahlt; aber auch hohe Kabinengepäckmenge möglich, ohne dass der Flieger überfüllt wirkte; alles passte in die over-head-bins. Und so ging's zu viert für 400€ in den Süd-Westen.

Also ich freue mich auf diese Konzept.

Wenn ich pünktlich fliege brauche ich keine Getränke etc. Und an den Piloten gibt´s denke ich auch nichts auszusetzen.
Beitrag vom 06.12.2014 - 10:44 Uhr
UserAlfred
User (247 Beiträge)
Den Einwand der "Kannibalisierung" vermag ich nicht nachzuvollziehen.
Lufthansa fliegt weiterhin die Ziele an, wie bisher. Also die Fernflüge ab FRA, MUC und die beiden ab DUS. Also keine Änderung.
Lufthansa bedient auch weiterhin die Zubringerflüge nach FRA und MUC mit ihren Flugzeugen der A320 Familie. Also keine Änderung.
Eurowings und Germanwings fliegen sämtliche Flüge außerhalb FRA und MUC innerhalb Deutschlands und Europas. Also eine Ausweitung des bisherigen Konzepts, aber nicht zulasten der LH. Ab Köln kommen einige Fernflugverbindungen hinzu, die von Eurowings angeboten werden sollen. Wenn diese zu Zielen führen, die bislang im Flugplan der LH nicht vorhanden waren, dann kann nur ein kleiner Teil der traditionellen Verbindungen betroffen sein. Beispiel: Ich fliege von DUS nach LAS. Bislang würde ich mit LH nach ORD oder EWR fliegen, dort in eine Maschine der UA wechseln und nach LAS gebracht werden. Nun aber hätte ich einen Nonstopp Flug mit Eurowings ab Köln nach LAS. Mein Platz im Flieger der LH bliebe leer. Das aber träfe nur auf Passagiere zu, die ein Ziel wählen, das neu im Programm wäre. zB LAS. Würde ich statt dessen von DUS nach LAX fliegen wollen, dann würde ich wie bisher mit LH über den Teich fliegen und in den USA auf UA umsteigen.
Beitrag vom 06.12.2014 - 11:34 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
Low Cost is here to stay! Was will der Herr Handwerg eigentlich; eine kleine feine Lufthansa mit wenig Strecken und hoch bezahlten Cockpit jobs also quasi einen Dinosaurier der Neuzeit? Was mit denen passierte weis man heute. Es wird von Seiten VC gerade so getan als würden mit den neuen Konzepten alle bis jetzt gut bezahlten Piloten zum Sozialamt laufen müssen. Da kann ich nur sagen, bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

Sollte sich Lufthansa mit Unterstützung der VC das Konzept an den Start bringen, dann wird es auch Erfolg haben und den Erhalt der Airline langfristig sichern und zwar nicht mit weniger sondern mit mehr Piloten als heute. Wenn sich VC dem verweigert, dann bieten eben andere Airlines solche Dienste ex Deutschland an, vielleicht sogar alte Bekannte. Die Luftverkehrsabkommen zwischen Europa und USA geben es jedenfalls her. Da ist man seitens Europas noch in der alten Flag-Carrier denke verharrt.

Meiner Ansicht nach gibt es in dem noch umstrittenen Konzept für die noch Flag Carrier mehr Chancen als Risiken. Nicht mitmachen heißt auf mittlerer Sicht Untergang oder Verlust der Identität oder ein Dasein als Nischen Carrier.

Das lieb gewonnene Umfeld bleibt auf Dauer nun mal nicht statisch. Es verändert sich. Die Marktteilnehmer müssen sich darauf einstellen und mit ihnen die Belegschaft.

Dieser Beitrag wurde am 06.12.2014 11:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2014 - 11:46 Uhr
UserSeba394
User (4 Beiträge)
Und annähernd 1000 Flugschülern wurde jegliche Perspektive genommen...
Beitrag vom 06.12.2014 - 14:19 Uhr
Userandeeew
User (129 Beiträge)
Das Wingskonzept wird genauso wenig funktionieren wie alles, was die LH-"Topmanager" in den letzten Jahren verzapft haben...
Beitrag vom 07.12.2014 - 12:18 Uhr
Userbob.gedat
User (659 Beiträge)
Das Wingskonzept wird genauso wenig funktionieren wie alles, was die LH-"Topmanager" in den letzten Jahren verzapft haben...
Das kann man so nicht stehen lassen, die LHG ist nach wie vor einer der erfolgreichsten Konzerne in der Branche.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Lufthansa und einer Easyjet oder Ryanair liegt m.E. in der Unternehmenskultur. Die LH verkauft durchaus erfolgreich Qualität, und ein erfolgreicher Lowcoster Leistung Beides hat seine Clientel, und seinen Preis. Im Vergleich: CASM (Sitzkosten/Meile) LH 17c (2010), FR 6c (2013). Das ist zwar kein Widerspruch, der Unterschied liegt aber in den Prioritäten. Und im "Denken" der ganzen Mannschaft, nicht nur des Managements.

Die größte Herausforderung der Wingsgruppe sehe ich darin, abgesehen von dem ihr bevorstehenden Umbau, wie selbstständig das LH-Management sie ihre (neuen) Äcker bestellen lässt. Eine Vueling ist vor alllem deshalb so erfolgreich, weil die IAG den Katalanen nicht dazwischen redet. Das Vueling-Management versteht sein Geschäft, die Eurowingsmanager müssen ihr (neues) Geschäft erst noch lernen, hoffentlich mit Erfolg, das wünsch ich ihnen.

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2014 13:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.12.2014 - 12:23 Uhr
Userdhu1976
User (24 Beiträge)
Und annähernd 1000 Flugschülern wurde jegliche Perspektive genommen...

Die Perspektive bei Flugschülern "heutzutage" ist doch ein Arbeitsplatz, die Tarifverträge der alten LH sind aus einer besseren Zeit, als fliegen noch teuer war und heute utopisch.
Beitrag vom 08.12.2014 - 13:15 Uhr
UserDieter Bößenec..
User (13 Beiträge)
Hallo,
ich bin der Meinung, daß C. Spohr von jetblue einiges lernen könnte, was es bedeutet preiswert zu fliegen (s.Flugrevue 12). Preiswert muß nicht schlecht sein. Der Erfolg von jetblue (LH ist mit 19% beteiligt)ist doch stark.
Beitrag vom 08.12.2014 - 16:54 Uhr
Userbig_stress
User (113 Beiträge)
Seba394 "Und annähernd 1000 Flugschülern wurde jegliche Perspektive genommen..."

Hallo, dann musst du was anderes machen. Ganz einfach. Ist schon vielen anderen passiert mir auch. Gibt keinen Schiff-, Bergbau und keine Händyproduktion mehr.

Und Piloten sind doch so toll, ´nen Test bestanden, Kohle für die Ausbildung selber bezahlt. Euch steht die Welt doch offen.

Guck dich mal um. Es gibt noch andere Kanzeln (werde Pastor, hast du auch Wochenenddienst).

Checklisten gibt´s z.B. als Weddingplanner.

Steuerknüppel haste am Bagger.

Studier BWL; zeigs denen mal wie Airliner geht.

Nur; Schlekkerfrau kannst du schlecht werden Sebastian.

Junge (du bist 20 nicht?) lass dich in den Arm nehmen; du hast eine Perspektive, du siehst sie nur nicht.
Beitrag vom 10.12.2014 - 09:19 Uhr
Usercb6785
MD11-Flieger
User (197 Beiträge)
@dhu1976 und big_stress:

Um hier jetzt doch einmal eine Lanze für die zukünftigen Kollegen zu brechen: Grundsätzlich ist es sicherlich so, dass ein Konzern bestimmen kann wie, wo und ob seine Auszubildenden später eingesetzt werden.

In diesem speziellen Fall halte ich es jedoch für sehr bedenklich wenn bei der Bewerbung nach wie vor mit einem Arbeitsplatz im Konzerntarifvertrag nach zwei Jahren Ausbildungszeit geworben wird. Auch dem Konzern ist bekannt, dass die durchschnittliche Ausbildungszeit, dank Wartezeiten mittlerweile eher bei 4 Jahren liegt, Tendenz steigend und die Chancen Flugschülern in absehbarer Zeit einen (wie eben bei der Bewerbung angekündigten) KTV-Arbeitsplatz anzubieten verschwindend gering bis kaum vorhanden sind. Trotzdem wird weiter mit den oben genannten Werten um junge Leute frisch vom Abitur weg geworben.

Verschlimmert hat sich die Situation weiterhin dadurch, dass nach Umstellung der Lizensierung (ATPL wurde in MPL umgestellt) sich eine Bindung an den Flugbetrieb ergibt bei dem auch die Ausbildung absolviert wurde. Heißt, dass auch fertige Flugschüler in jahrelangen Wartezeiten keine Chance haben einen (wie auch immer gearteten) Arbeitsvertrag auf dem freien Markt zu erlangen. Sie sind mit Beginn der Ausbildung auf Gedeih und Verderben an den LH-Konzern gefesselt.

Ich bin voll und ganz der Meinung, dass sich Situationen ändern, sich Flugbetriebe ändern und damit auch Einstiegsoptionen, aber dann muss dies auch seitens des Konzerns ehrlich und transparent wiedergegeben werden. Sonst besteht die Gefahr, dass gerade die Gruppe die am wenigsten Möglichkeiten hat (keinen Arbeitsvertrag, kein Gehalt, nen Haufen Schulden und eine nutzlose, weil eingeschränkte Lizenz) getäuscht und ausgenutzt wird.

Ich bin immer noch überzeugt, dass Fliegen der beste Job der Welt ist (zumindest für mich) und ich bin auch immer noch überzeugt, dass die LH-Gruppe grundsätzlich zu den guten Arbeitgebern gehört, aber ob ich in der aktuellen Situation Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen raten würde sich dort für die Ausbildung zu bewerben? Wenn dann nur mit sehr viel Geduld, starken Nerven und einem guten Plan B in der Tasche.

Dieser Beitrag wurde am 10.12.2014 09:22 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.12.2014 - 09:31 Uhr
Userabc1234
User (51 Beiträge)
Es ist doch schon immer so, dass man an einen vernünftigen Job im Cockpit bei einer Airline die angemessen bezahlt nur kommt, wenn man genug Flugstunden, am besten auf dem eingsetzten Muster mitbringt. Alle die ihre Lizenz komplett selbst bezahlt haben werden bestimmt dazu etwas sagen können, wie schwer es ist einen guten Job im Cockpit zu bekommen. Auch wenn man bei DLH nicht in den Genuss des KTV kommt und bei einer Airline im Verbund einen Platz im Cockpit bekommt, kann man sich glücklich schätzen! Man bekommt Typeratings, kommt auf seine Flugstunden, ein gutes Gehalt und man kann sich in etwa ausrechnen was die Zukunft bringt.
Übrigens, bei CLH kann man jetzt dann auch 340 fliegen...