Community / / Neuer Boeing-Chef erwartet länger...

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 23.10.2024 - 15:21 Uhr
UserKosmopolit
User (585 Beiträge)
Tja, der Wille ist da, aber wie ist der Weg?

Bin sehr gespannt wie Boeing das angehen will, eigentlich müsste man da erstmal komplett klar Schiff machen, was eigentlich auch ein Schuldeingeständnis und eine öffentliche Entschuldigung bzgl. MCAS und der �bernahme der Verantwortung für die fast 350 Toten bedeuten würde.

Dann müsste man Tief in die Kultur gehen, und Qualtität sowie Qualitätsmanagement wieder auf die allerhöchste Stufe stellen.
Und vermutlich braucht es dann eine Produktgeneration, bis man das wieder hat.

Mich wundert im Grunde nur, das die ganzen Probleme und Defizite bei der B787 bisher zu keinem Totalverlust geführt haben, schließlich ist die jetzt auch schon 12 Jahre in Dienst und die Produktionsmängel müssten sich dann doch irgendwann in Form von Problemen zeigen.
Beitrag vom 23.10.2024 - 17:19 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1411 Beiträge)
"Der bisherige Boeing-Chef Dave Calhoun, der in der ersten Phase der 737-MAX-Krise seinen Vorgänger Dennis Muilenburg abgelöst hatte,....
behält wie sein Vorgänger viele Millionen Dollar dafür, den Konzern in diese Lage gebracht zu haben. Und der jetzige CEO soll den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen. Man darf gespannt sein.
Beitrag vom 23.10.2024 - 18:04 Uhr
UserFRAHAM
User (1269 Beiträge)
Das Problem ist ja, dass ein C-Level alleine noch keinen Kulturwandel ausmacht. Solange die Anteilseigner es nicht mittragen, dass erst mal eine Durststrecke kommt passiert gar nichts.

Schuld eingestehen ist sicherlich eine gute Geste, aber insbesondere in den USA würde ich mich das auch nicht trauen sondern erst mal alle Gerichtsverfahren abschließen, sonst begebe ich mich auf einen sehr teuren Pfad.
Beitrag vom 23.10.2024 - 19:18 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Bin sehr gespannt wie Boeing das angehen will, eigentlich müsste man da erstmal komplett klar Schiff machen, was eigentlich auch ein Schuldeingeständnis und eine öffentliche Entschuldigung bzgl. MCAS und der �bernahme der Verantwortung für die fast 350 Toten bedeuten würde.

Das hat Boeing inoffiziell bereits gemacht. Offiziell können Sie erst nach den Prozessen machen, denn da geht es um sehr viel Geld, was Boeing derzeit nicht hat. Deswegen kann sich Boeing dazu öffentlich derzeit nicht bekennen.

Dann müsste man Tief in die Kultur gehen, und Qualtität sowie Qualitätsmanagement wieder auf die allerhöchste Stufe stellen.
Und vermutlich braucht es dann eine Produktgeneration, bis man das wieder hat.

Genau dss müssten jetzt Boeings wichtigste Prioritäten für den Weg zurück an die Spitze sein.

Mich wundert im Grunde nur, das die ganzen Probleme und Defizite bei der B787 bisher zu keinem Totalverlust geführt haben, schließlich ist die jetzt auch schon 12 Jahre in Dienst und die Produktionsmängel müssten sich dann doch irgendwann in Form von Problemen zeigen.

Reines Glück. Es gab diverse 787-Notlandungen aufgrund technischer Probleme, darunter ein Zertifizierungsflug 2010/11 und im Jan 2013 die ANA-Notlandung, beides wegen Batteriebränden. Das hätte durchaus schlimmer enden können iet es Gott sei Dank aber nicht.
Beitrag vom 24.10.2024 - 06:59 Uhr
UserWMJH
User (385 Beiträge)
Mal sehen ob der neue CEO den Laden wieder in (erfolgreiche) Bahnen lenken kann, nachdem die streikenden Mitarbeiter das verbesserte Angebot erneut ablehnten... Wie lange dauert das, und reichen Boeing die finanziellen Mittel bis dahin..?
Beitrag vom 24.10.2024 - 09:01 Uhr
UserKosmopolit
User (585 Beiträge)
Bin sehr gespannt wie Boeing das angehen will, eigentlich müsste man da erstmal komplett klar Schiff machen, was eigentlich auch ein Schuldeingeständnis und eine öffentliche Entschuldigung bzgl. MCAS und der �bernahme der Verantwortung für die fast 350 Toten bedeuten würde.

Das hat Boeing inoffiziell bereits gemacht. Offiziell können Sie erst nach den Prozessen machen, denn da geht es um sehr viel Geld, was Boeing derzeit nicht hat. Deswegen kann sich Boeing dazu öffentlich derzeit nicht bekennen.

Ja, aber das hält den Wandel auf.

Dann müsste man Tief in die Kultur gehen, und Qualtität sowie Qualitätsmanagement wieder auf die allerhöchste Stufe stellen.
Und vermutlich braucht es dann eine Produktgeneration, bis man das wieder hat.

Genau dss müssten jetzt Boeings wichtigste Prioritäten für den Weg zurück an die Spitze sein.

Klar, Boeing muss alles auf Links drehen und dann eine neue Familie entwickeln, alleine als Zeichen das sie es noch können.

Mich wundert im Grunde nur, das die ganzen Probleme und Defizite bei der B787 bisher zu keinem Totalverlust geführt haben, schließlich ist die jetzt auch schon 12 Jahre in Dienst und die Produktionsmängel müssten sich dann doch irgendwann in Form von Problemen zeigen.

Reines Glück. Es gab diverse 787-Notlandungen aufgrund technischer Probleme, darunter ein Zertifizierungsflug 2010/11 und im Jan 2013 die ANA-Notlandung, beides wegen Batteriebränden. Das hätte durchaus schlimmer enden können iet es Gott sei Dank aber nicht.

Ja, es war brutales Glück und es hat zu den Max Abstürzen geführt. Weil die FAA und NTSB weggeschaut haben.
Aber im Grunde war es reins Glück das die frühen B787 mit den Batterie Problemen alle am Boden Feuer gefangen haben.
Wäre das über den Pazifik passiert, tja.

Aber erstaunliche Weise war es das, was mich wundert weil es statistisch signifikant ist. DIe QUalitätsprobleme zeigen sich nicht in der Sicherheit, bisher.
Beitrag vom 24.10.2024 - 11:09 Uhr
Userdlehmann66
User (618 Beiträge)

Ja, aber das hält den Wandel auf.


Man kann auch die neuen höheren Standards proklamieren, die man sich neu auferlegt, ohne die Ursache zu nennen.


Klar, Boeing muss alles auf Links drehen und dann eine neue Familie entwickeln, alleine als Zeichen das sie es noch können.

Ja schon aber sie haben sich in mehrfacher Hinsicht hier ins abseits manövriert.
- sie müssen die 737 Familie erneuern, damit weiss Airbus jetzt schon was neues kommen muss/wird. Airbus kann sie also an einer anderen Stelle treffen, wo sie dann nicht kontern können.
- Airbus hat das neuere Modell und kann so warten was Boeing vorlegt und dann einfach alles etwas besser machen und mehr neues rein packen in den A320 Nachfolger.
- Airbus kann die A320 einfach gut weiterentwickeln, Boeing muss eigentlich auf einem weissen Blatt anfangen und fast alles neu denken, da die 737 schon zu alt ist. Ja sie können natürlich Erfahrungen aus der 777 und 787 einfliessen lassen.
- Boeing hat viele gute Kräfte und Erfahrungen, die sie für so ein Entwicklungsprojekt brauchen, vergrault oder entlassen.
- Was ich nicht weiss, hat Boeing auch viele Kooperationen mit Unis zu Grundlagenforschung? Ich weiss das Airbus diese Beziehungen nutzt, um mögliche neue Wege für einen A320 Nachfolger auszuloten.

Beitrag vom 24.10.2024 - 11:27 Uhr
Userdlehmann66
User (618 Beiträge)
Zum Beispiel wenn die 777x fertig ist und Boeing dann mit dem 737 Nachfolger anfangen, kann Airbus eine A350 Neo mit einem geared Fan auflegen. Wenig Aufwand und dann haben sie ein gutes Gegenprodukt zur 777x und 787 mit besseren Betreibskosten und mehr Reichweite.
Beitrag vom 24.10.2024 - 16:44 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Ja, aber das hält den Wandel auf.

Das denke ich nicht, weil das jetzt eine reine Angelegenheit zwischen den Opfern bzw.des Staates und Boeing ist.
Intern ist Boeing bis in die Unterhehmensspitze klar, sass sie für die Unfälle Verantwortung tragen müssen. Der aus diesen Unfällen notwendige kulturelle Ã"nderung wird erfolgen, denn dieser wichtige Punkt ist Kelly Ortberg klar. Er hat das selbst geäußert und die Bereitschaft für eine kulturelle Veränderung bei Boeing aufgezeigt. Von daher gehe ich davon aus, dass hier was passieren wird, wenn das auch 5-10 Jahre dauern wird.

Aber erstaunliche Weise war es das, was mich wundert weil es statistisch signifikant ist. DIe QUalitätsprobleme zeigen sich nicht in der Sicherheit, bisher.


Wieso: die beiden Max-Abstürze gaben die Sicherheitsstatistik der 737 sicher nach unten gezogen.