Beitrag vom 08.11.2023 - 01:20 Uhr
Da die deutsche Indusrtie in den entsprechend gesuchten Bereichen nicht liefern kann und auch die Regierung auf die Ausgaben achten muss, wird folgerichtig das bestellt, was gebraucht wird, marktverfügbar ist und ebenfalls von anderen NATO Mitgliedern betrieben wird. Und das ist auch gut so.
Beitrag vom 08.11.2023 - 02:17 Uhr
Da die deutsche Indusrtie in den entsprechend gesuchten Bereichen nicht liefern kann und auch die Regierung auf die Ausgaben achten muss, wird folgerichtig das bestellt, was gebraucht wird, marktverfügbar ist und ebenfalls von anderen NATO Mitgliedern betrieben wird. Und das ist auch gut so.
Jein. Die F35 braucht man, um Atombomben abwerfen zu können. Das ist richtig. Aber: Bomben.. das ist Technik aus dem 1. Weltkrieg.
Die Franzosen können mit ihrer Rafale wenigstens ne atomare Lenkrakete abfeuern, die dann 300-500 km selbstständig weiter fliegt. Deutlich sicherer für den Piloten, als über dem Zielgebiet kreisen zu müssen.
Also wenn man nach Faktenlage entschieden hätte, dann hätte man bei den Nachbarn angeklopft, ob man das haben könnte.
Das hätte gleichzeitig auch Verhandlungsspielraum bei anderen Rüstungsprojekten mit F öffnen können. Da kracht es ja oft im Gebälk und die Franzosen wundern sich ebenso wie die dt. Rüstungsindustrie, wieso so viel in US gekauft wird. Letztens waren es die Seeaufklärer, obwohl man mit F nen Aufklärer auf A321 Basis entwickelt.
Also da läuft schon einiges schief bei der Rüstungsbeschaffung, aber das ist nun auch nichts neues.
Beitrag vom 08.11.2023 - 04:44 Uhr
Da die deutsche Indusrtie in den entsprechend gesuchten Bereichen nicht liefern kann und auch die Regierung auf die Ausgaben achten muss, wird folgerichtig das bestellt, was gebraucht wird, marktverfügbar ist und ebenfalls von anderen NATO Mitgliedern betrieben wird. Und das ist auch gut so.
Nein, das ist nicht gut so und der satz kam von einer Vollpfeiffe der dann für einiges an Debakel z.b. am BER verantwortlich war.
Man muss halt seine eigenen Fähgikeiten und seine eigenen Produkte am Laufen halten und weiter entwickeln.
Das wird in Europa immer schwieriger sein als in den USA, aber die EU Rüstung krankt an ihrer Fragmentierung.
Wir haben im Grunde 3 relativ ähnliche multi purpose Kampfflugzeuge entwickelt die alle in der selben auslegung unterwegs sind, die Gripen, Rafale und Efa.
Das ist halt min. eines zuviel.
Und wenn wir lieber US Schrott ( was anderes ist die F35 leider nicht) kaufen, dann brauchen wir uns über abhängigkeiten nicht beschweren.
Dann müssen wir halt damit leben, das wir die Klappe zu halten haben, und dann das machen was Uncle Sam verlangt.
Die Bedrohungslage ist jetzt eine gänzlich andere und man braucht eigene militärische Stärke.
Man braucht die Fähgikeiten und die Produktionskappazitäten.
In der Situation der Ukraine will man einfach nicht sein, das man zu 100% vom Westen, v.a. von den USA abhängig ist.
Beitrag vom 08.11.2023 - 08:30 Uhr
Normalerweise bin ich in diesem Forum nur stiller Teilhaber und lese gern die Meinung anderer zu aktuellen Themen.
Allerdings bin ich ehrlich schockiert, mit welch' eklatanter Unwissenheit Personen vermeintlich themenbezogene Sachverhalte in einen gefühlten Kontext setzen und es dann Fakten nennen.
Deshalb interessiert mich besonders:
@Afterbruner: Auf welcher Basis stützt sich denn Ihre so genannte Faktenlage, auf deren Grundlage Sie argumentieren?
@Große Krügerklappe: Was genau befähigt Sie zum Experten für europäische Rüstungspolitik und haben Sie sich überhaupt irgendwie mit der Industrielandschaft im Verteidigungssektor Europas' auseinandergesetzt? Worauf genau beruht Ihre allwissende Aussage zur F35?
Ich hoffe wirklich, dass dieses Forum nicht zu einem Schauplatz von halbgaren Diskussionen verkommt und sich demnächst wieder mit Verstand anstatt von unverifiziert zusammengeschusterten Stammtischparolen unterhalten werden kann.
Beitrag vom 08.11.2023 - 12:16 Uhr
Was genau befähigt combat_learjet eigentlich die große Klappe zu kritisieren? Argumente sind es wohl nicht.
Ich meine die Bundes-Wehr und die angehängte Rüstungsindustrie (so herum muss man das sehen) hat dieselben Probleme wie die Bundes-Bahn nämlich massive Probleme bei den grundlegendsten Dingen und politische Verantwortliche welche vor diesen Herausforderungen kapitulieren und sich in Prestigeprojekte flüchten sofern sie nicht schon von Anfang an nur an diesen Prestigeprojekten interessiert waren.
Die jüngsten Beispiele sind die Beschaffung der F35 und vorallem der Arrow 3 welche vielleicht gegen den Iran mit einer überschaubaren Zahl an Atomraketen etwas bringt aber gegen Russland natürlich rein garnichts und nur im Rahmen von Scholz Angstmache in Sachen Ukraine-Krieg Sinn ergibt.
Die F35 ist aber auch nicht besser da 1. die Tornados gerade eh grundlegend erneuert werden d.h. zumindest für diesen Zweck noch eine ganze Weile lang halten könnten wenn man die nukleare Teilhabe denn unbedingt will und 2. die nächste Generation schon 2030 zumindest als A0 Ausführung fertig sein könnte wenn man sie nicht künstlich verzögert und die F35 zwischen den Generationen steht und für nichts mehr wirklich gut ist da sie ja auf Dinge welche sich recht schnell weiterentwickeln d.h. Sensoren bzw. Gegenmaßnahmen dazu optimiert ist.
Die F15 wurde damals auf Flügelfläche d.h. Zuladung optimiert und die wurde im Laufe der Zeit natürlich nicht kleiner also wird das Gerät immernoch verwendet. Die F35 wird nicht so lange halten sondern wie es für Tarnkappenflugzeuge typisch ist schnell ausgemustert werden wenn eine neue Generation Radar ihre Fähigkeiten aufhebt. Bei den Flugzeugen welche auf Geschwindigkeit optimiert wurden war es ja sehr ähnlich.
Im Flugzeugbau braucht es gute Kompromisse und die hat die F35 genauso wenig wie z.B. eine Do335 welche vor der Idee und vermutlich auch der Entstehungsgeschichte her zu gut mit der F35 vergleichbar ist und in ihrer Generation auch genauso seltsam ausschaut.
Derweil betreibt die Bundeswehr immernoch Luftüberlegenheitsjäger ohne AESA Radar, Landfahrzeuge ohne Laser-Warner und Infanterie-Einheiten ohne Digitalfunk mit privaten Mobiltelefonen.
Beitrag vom 08.11.2023 - 12:21 Uhr
Nein, das ist nicht gut so und der satz kam von einer Vollpfeiffe der dann für einiges an Debakel z.b. am BER verantwortlich war.
Müssen Sie eigentlich immer so voll aggro schreiben oder können Sie sich auch zivilisiert ausdrücken? Verlernt man wohl wenn man zu lange in Indonesien weilt.
Wir haben im Grunde 3 relativ ähnliche multi purpose Kampfflugzeuge entwickelt die alle in der selben auslegung unterwegs sind, die Gripen, Rafale und Efa.
Und wenn wir lieber US Schrott ( was anderes ist die F35 leider nicht) kaufen, dann brauchen wir uns über abhängigkeiten nicht beschweren.
Können Sie diese Aussage über die F35 sachlich (!!!) begründen?
Dann müssen wir halt damit leben, das wir die Klappe zu halten haben, und dann das machen was Uncle Sam verlangt.
Warum? Weil man Flugzeuge dort kauft? Begründen Sie bitte auch diese Aussage sachlich (!!)
Die Bedrohungslage ist jetzt eine gänzlich andere und man braucht eigene militärische Stärke.
Man braucht die Fähgikeiten und die Produktionskappazitäten.
Tut mir leid, dass ich schon wieder darauf - wie in anderen Posts -hinweisen muss: Kapazitäten werden mit einem "p" geschrieben. Tpp: tippen Sie langsamer und überlegen Sie erst
In der Situation der Ukraine will man einfach nicht sein, das man zu 100% vom Westen, v.a. von den USA abhängig ist.
Aha! Westen = USA.... dann können wir uns ja den Rest vom Westen sparen!
Beitrag vom 08.11.2023 - 12:24 Uhr
Was genau befähigt combat_learjet eigentlich die große Klappe zu kritisieren? Argumente sind es wohl nicht.
Ich meine die Bundes-Wehr und die angehängte Rüstungsindustrie (so herum muss man das sehen) hat dieselben Probleme wie die Bundes-Bahn nämlich massive Probleme bei den grundlegendsten Dingen und politische Verantwortliche welche vor diesen Herausforderungen kapitulieren und sich in Prestigeprojekte flüchten sofern sie nicht schon von Anfang an nur an diesen Prestigeprojekten interessiert waren.
Die jüngsten Beispiele sind die Beschaffung der F35 und vorallem der Arrow 3 welche vielleicht gegen den Iran mit einer überschaubaren Zahl an Atomraketen etwas bringt aber gegen Russland natürlich rein garnichts und nur im Rahmen von Scholz Angstmache in Sachen Ukraine-Krieg Sinn ergibt.
Die F35 ist aber auch nicht besser da 1. die Tornados gerade eh grundlegend erneuert werden d.h. zumindest für diesen Zweck noch eine ganze Weile lang halten könnten wenn man die nukleare Teilhabe denn unbedingt will und 2. die nächste Generation schon 2030 zumindest als A0 Ausführung fertig sein könnte wenn man sie nicht künstlich verzögert und die F35 zwischen den Generationen steht und für nichts mehr wirklich gut ist da sie ja auf Dinge welche sich recht schnell weiterentwickeln d.h. Sensoren bzw. Gegenmaßnahmen dazu optimiert ist.
Die F15 wurde damals auf Flügelfläche d.h. Zuladung optimiert und die wurde im Laufe der Zeit natürlich nicht kleiner also wird das Gerät immernoch verwendet. Die F35 wird nicht so lange halten sondern wie es für Tarnkappenflugzeuge typisch ist schnell ausgemustert werden wenn eine neue Generation Radar ihre Fähigkeiten aufhebt. Bei den Flugzeugen welche auf Geschwindigkeit optimiert wurden war es ja sehr ähnlich.
Im Flugzeugbau braucht es gute Kompromisse und die hat die F35 genauso wenig wie z.B. eine Do335 welche vor der Idee und vermutlich auch der Entstehungsgeschichte her zu gut mit der F35 vergleichbar ist und in ihrer Generation auch genauso seltsam ausschaut.
Derweil betreibt die Bundeswehr immernoch Luftüberlegenheitsjäger ohne AESA Radar, Landfahrzeuge ohne Laser-Warner und Infanterie-Einheiten ohne Digitalfunk mit privaten Mobiltelefonen.
Sehen Sie: das ist eine sachliche Argumentation in einem kultiviertem Stil, die sich wohltuend von anderen Beiträgen abhebt. Danke!
Beitrag vom 08.11.2023 - 14:55 Uhr
Schließe mich an der Beitrag von Diode war schön sachlich nüchtern. Wird heutzutage leider echt immer seltener :(
Weiteres Sachliches: Krügerklappe schreibt zwar leider provokativ, aber im Kern hat er/sie auch Recht. Beim Thema F35 muss man nur nach "F35 Probleme" googlen und bekommt dann ne unschön große Menge serviert.
Das Triebwerk ist zB so schlecht, dass es das Verteidigungsministerium gerne getauscht hätte - ein ziemliches Novum, denn sowas ist mehr als kompliziert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Jet nur ein Triebwerk hat. Wenn dieses Eine dann ausfällt, hat der Pilot ein Problem.
@combat_learjet:
Militärische Faktenlage. Ne Rakete mit 300-500km Reichweite ist strategisch "etwas" besser als ne Freifallbombe. Natürlich gibt es aktuell politische Hindernisse eine Rafale plus Atomrakete zu bekommen - aber Politiker sind dafür da, politische Probleme zu lösen.
So wie Macron auftritt hätte er die Raketen auch ziemlich sicher gerne verkauft- sicherlich zu nem guten Preis - aber die F35 und die B61-Gen12-Entwicklung kostet(e) auch Milliarden.
Beitrag vom 08.11.2023 - 14:59 Uhr
Ich finde es Traurig,das alles im Rüstungsbereich Kaputt gespart wurde.
Wenn ich mir den Eurofighter angucke,wo von 138 Flugzeugen nur 5 oder 6 einsatzfähig sind und ungenügend bewaffnet sind.Wenn ich sehe oder lese von der von Entwicklungszeit bis zur Indienststellung fast 40 Jahre vergangen sind.Das an dem Eurofighter Programm 4Nationen beteiligt waren,wo jeder das gleiche haben wollte aber mit unterschiedlichen Vorstellungen, dann kann das nix werden.
Wenn Ich den "Tiger" Hubschrauber sehe das Deutsch -Französische Projekt wo man sich gestritten hat wo und wie der Pilot W-Offizier zu sitzen hat.Die Entwicklungszeit bis zur Indienststellung hat fast 50 Jahre gedauert.Wo von 70 Exemplare ein paar "Tiger"Flugfähig Ach so,die NH 90 ist fast das gleiche!
Dann kann das nix werden, zuviele Köche verderben den Brei!
Die neue F35 der Amerikaner haben massive Probleme mit dem Triebwerk bzw die Kühlung und zu komplexe Technik etc, aufgrund dessen ist die F35 nur bedingt einsatzfähig.Wo man jetzt schon davon ausgeht das bei der Luftwaffe die F35 nur zur Hälfte Flugfähig seien wird.Wenn man das schon weiß, ist das verschwendetes Geld und Zeit.Ich weiß das gehört hier nicht hin, aber es ist ein parade Beispiel der neue Deutsch-Französisches Panzerprojekt:Wo man sich jetzt um die Wanne,den Turm und die Waffe streitet.Das ist jetzt schon zum scheitern verurteilt.Jeder will seine eigene Interessen durchboxen, anstatt die Technischen Möglichkeiten die man hat umzusetzen.
Der "Tornado" wurde Anfang der 70er Jahre entworfen entwickelt und gebaut und Anfang der 80er Jahre im Dienst gestellt.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre und der genannten Punkte, ist es nicht dann Sinnvoll wenn man die eigene Flugzeugindustrie Stärkt und vielleicht auch Forschungsgelder zur Verfügung stellt und eventuell ein eigenes Flugzeug baut! Leider haben wir in den letzten Jahren Technologisch gesehen, dermaßen nach gelassen.
Leider kann dann das alles nichts werden,mir tuen nur die Pilotinnen/Piloten leid die mit Einsatz bedingten und unzureichender Munition Fliegen müssen um im Falle eines Falles Einsatzbereit seien müssen!Ich hoffe das ich verständlich geschrieben habe.Mfg T.Müller
Beitrag vom 08.11.2023 - 15:57 Uhr
Da die deutsche Indusrtie in den entsprechend gesuchten Bereichen nicht liefern kann und auch die Regierung auf die Ausgaben achten muss, wird folgerichtig das bestellt, was gebraucht wird, marktverfügbar ist und ebenfalls von anderen NATO Mitgliedern betrieben wird. Und das ist auch gut so.
Jein. Die F35 braucht man, um Atombomben abwerfen zu können. Das ist richtig. Aber: Bomben.. das ist Technik aus dem 1. Weltkrieg.
Die Franzosen können mit ihrer Rafale wenigstens ne atomare Lenkrakete abfeuern, die dann 300-500 km selbstständig weiter fliegt. Deutlich sicherer für den Piloten, als über dem Zielgebiet kreisen zu müssen.
Also wenn man nach Faktenlage entschieden hätte, dann hätte man bei den Nachbarn angeklopft, ob man das haben könnte.
Das hätte gleichzeitig auch Verhandlungsspielraum bei anderen Rüstungsprojekten mit F öffnen können. Da kracht es ja oft im Gebälk und die Franzosen wundern sich ebenso wie die dt. Rüstungsindustrie, wieso so viel in US gekauft wird. Letztens waren es die Seeaufklärer, obwohl man mit F nen Aufklärer auf A321 Basis entwickelt.
Also da läuft schon einiges schief bei der Rüstungsbeschaffung, aber das ist nun auch nichts neues.
Was ich Schade finde ist das die Firma Diehl das Flugabwehrsystem SLM (Ich komme nicht auf die Bezeichnung nicht) entwickelt und gebaut hat.Womit die Ukraine zufrieden sind und mehrfach betont haben das es zuverlässig ist.Erst als andere NATO Partner dieses System gekauft haben, danach haben wir auch bestellt.Warum kauft man nicht bei dieser Firma Diehl und stellt den Forschungsgelder zu Verfügung oder in Aussicht oder das man der Firma Hensoldt Unterstützung anbietet.Ich weiß es gehört hier nicht hin, aber es zeigt einen wichtigen Punkt.Es werden jedes Jahr zig Mrd Euros verschwendet, die man in die Forschung und Entwicklung neuer Flugzeuge stecken könnte.Den Arabern Liefert man Panzer aber keine Flugzeuge.Schon komisch, zumal soviele Arbeitsplätze dran hängen.Anstatt die heimische Industrie zu fördern, kaufen wir bei den Amerikanern.
Das führt dazu daß diesbezüglich etliche Firmen auf Kooperations Verträge angewiesen sind,weil wir mittlerweile Technologisch weit hinterher hinken.
Leider betrifft das auch den Flugzeugbau, anstatt man die fördert und auch Entwicklungsgelder zu Verfügung stellt.
Ich möchte noch mal betonen,das einiges hier nicht hin gehört, aber es betrifft auch Flugzeuge.
Mfg T.Müller
Beitrag vom 08.11.2023 - 16:10 Uhr
Was genau befähigt combat_learjet eigentlich die große Klappe zu kritisieren? Argumente sind es wohl nicht.
Ich meine die Bundes-Wehr und die angehängte Rüstungsindustrie (so herum muss man das sehen) hat dieselben Probleme wie die Bundes-Bahn nämlich massive Probleme bei den grundlegendsten Dingen und politische Verantwortliche welche vor diesen Herausforderungen kapitulieren und sich in Prestigeprojekte flüchten sofern sie nicht schon von Anfang an nur an diesen Prestigeprojekten interessiert waren.
Die jüngsten Beispiele sind die Beschaffung der F35 und vorallem der Arrow 3 welche vielleicht gegen den Iran mit einer überschaubaren Zahl an Atomraketen etwas bringt aber gegen Russland natürlich rein garnichts und nur im Rahmen von Scholz Angstmache in Sachen Ukraine-Krieg Sinn ergibt.
Die F35 ist aber auch nicht besser da 1. die Tornados gerade eh grundlegend erneuert werden d.h. zumindest für diesen Zweck noch eine ganze Weile lang halten könnten wenn man die nukleare Teilhabe denn unbedingt will und 2. die nächste Generation schon 2030 zumindest als A0 Ausführung fertig sein könnte wenn man sie nicht künstlich verzögert und die F35 zwischen den Generationen steht und für nichts mehr wirklich gut ist da sie ja auf Dinge welche sich recht schnell weiterentwickeln d.h. Sensoren bzw. Gegenmaßnahmen dazu optimiert ist.
Die F15 wurde damals auf Flügelfläche d.h. Zuladung optimiert und die wurde im Laufe der Zeit natürlich nicht kleiner also wird das Gerät immernoch verwendet. Die F35 wird nicht so lange halten sondern wie es für Tarnkappenflugzeuge typisch ist schnell ausgemustert werden wenn eine neue Generation Radar ihre Fähigkeiten aufhebt. Bei den Flugzeugen welche auf Geschwindigkeit optimiert wurden war es ja sehr ähnlich.
Im Flugzeugbau braucht es gute Kompromisse und die hat die F35 genauso wenig wie z.B. eine Do335 welche vor der Idee und vermutlich auch der Entstehungsgeschichte her zu gut mit der F35 vergleichbar ist und in ihrer Generation auch genauso seltsam ausschaut.
Derweil betreibt die Bundeswehr immernoch Luftüberlegenheitsjäger ohne AESA Radar, Landfahrzeuge ohne Laser-Warner und Infanterie-Einheiten ohne Digitalfunk mit privaten Mobiltelefonen.
Warum eigentlich direkt auf Konfrontationskurs @Diode? Die Kritik meinerseits steckt nicht im Kern der Aussagen, sondern vielmehr in der Art und Wortwahl. Wenn ich reißerische Ã?berschriften mit substanzlosen Inhalten lesen will, kaufe ich die Bild, aber danke dafür. Sollten Sie sich wider Erwarten Argumente in meinem Post erhofft haben, verstehen Sie dessen Sinn wohl nicht. Ich habe in diesem Forum stets auf einen inhaltsstarken Diskurs gesetzt und war nicht bereit, die vorherigen Posts kommentarlos hinzunehmen.
Ich gebe Ihnen durchaus Recht, dass eine dringende Reform des Beschaffungswesens notwendig ist. Entscheidungen sind fast ausschließlich nur noch durch politische Motivation getrieben und die primäre Zweckmäßigkeit und vor allem Notwendigkeit von Beschaffungsprojekten gerät in den Hintergrund, egal in welche Projekte man schaut. Was würden Sie zur Verbesserung der Situation vorschlagen?
Zum Thema F-35 kann ich Ihnen ebenfalls zustimmen, zumindest teilweise. Vor dem Hintergrund, dass die Tornadoflotte der Bw bis spätestens Ende 2030 außer Dienst gestellt werden soll, musste ein Nachfolgemodell gefunden werden. Zwar werden/wurden einige Jets, wie korrekt von Ihnen beschrieben, nochmals für mehr flight cycles ertüchtigt, jedoch ist dieser Prozess enorm zeitaufwändig und teuer zugleich, weswegen er nur für eine begrenzte Anzahl in Frage kommt. Das Problem mit der Nachfolgeregelung besteht also trotzdem weiterhin. Eine Nutzungsdauerverlängerung kommt gerade vor dem Hintergrund der zunehmend steigenden Betriebskosten, der zu teuren Ertüchtigungsmaßnahmen und des wachsenden Problems der Ersatzteilbewirtschaftung nicht in Frage. Dass die F-35 keine annehmbare Alternative ist, das Flugzeug vor allem in puncto Triebwerke etc. sehr anfällig und wenig ausgereift ist sowie die ganze Entscheidung nur auf Basis wirtschaftspolitischer Interessen Bestand hat, steht außer Frage. Eine wirkliche Wahl gab es jedoch auch nicht, denn eine Entscheidung zu Gunsten der F-18 wäre meiner Meinung nach noch fraglicher gewesen. Das Problem wurde wie so oft viel früher im Prozess nicht ordentlich berücksichtigt, weswegen schlussendlich erst im letzten Moment eine erzwungene Entscheidung herbeigeführt werden musste.
Was ist Ihre Meinung zur europäischen Kooperation im Projekt FCAS?
Beitrag vom 08.11.2023 - 16:37 Uhr
Da die deutsche Indusrtie in den entsprechend gesuchten Bereichen nicht liefern kann und auch die Regierung auf die Ausgaben achten muss, wird folgerichtig das bestellt, was gebraucht wird, marktverfügbar ist und ebenfalls von anderen NATO Mitgliedern betrieben wird. Und das ist auch gut so.
Jein. Die F35 braucht man, um Atombomben abwerfen zu können. Das ist richtig. Aber: Bomben.. das ist Technik aus dem 1. Weltkrieg.
Die Franzosen können mit ihrer Rafale wenigstens ne atomare Lenkrakete abfeuern, die dann 300-500 km selbstständig weiter fliegt. Deutlich sicherer für den Piloten, als über dem Zielgebiet kreisen zu müssen.
Also wenn man nach Faktenlage entschieden hätte, dann hätte man bei den Nachbarn angeklopft, ob man das haben könnte.
Das hätte gleichzeitig auch Verhandlungsspielraum bei anderen Rüstungsprojekten mit F öffnen können. Da kracht es ja oft im Gebälk und die Franzosen wundern sich ebenso wie die dt. Rüstungsindustrie, wieso so viel in US gekauft wird. Letztens waren es die Seeaufklärer, obwohl man mit F nen Aufklärer auf A321 Basis entwickelt.
Also da läuft schon einiges schief bei der Rüstungsbeschaffung, aber das ist nun auch nichts neues.
Was ich Schade finde ist das die Firma Diehl das Flugabwehrsystem SLM (Ich komme nicht auf die Bezeichnung nicht) entwickelt und gebaut hat.Womit die Ukraine zufrieden sind und mehrfach betont haben das es zuverlässig ist.Erst als andere NATO Partner dieses System gekauft haben, danach haben wir auch bestellt.Warum kauft man nicht bei dieser Firma Diehl und stellt den Forschungsgelder zu Verfügung oder in Aussicht oder das man der Firma Hensoldt Unterstützung anbietet.Ich weiß es gehört hier nicht hin, aber es zeigt einen wichtigen Punkt.Es werden jedes Jahr zig Mrd Euros verschwendet, die man in die Forschung und Entwicklung neuer Flugzeuge stecken könnte.Den Arabern Liefert man Panzer aber keine Flugzeuge.Schon komisch, zumal soviele Arbeitsplätze dran hängen.Anstatt die heimische Industrie zu fördern, kaufen wir bei den Amerikanern.
Das führt dazu daß diesbezüglich etliche Firmen auf Kooperations Verträge angewiesen sind,weil wir mittlerweile Technologisch weit hinterher hinken.
Leider betrifft das auch den Flugzeugbau, anstatt man die fördert und auch Entwicklungsgelder zu Verfügung stellt.
Ich möchte noch mal betonen,das einiges hier nicht hin gehört, aber es betrifft auch Flugzeuge.
Mfg T.Müller
Das Kaputtsparen im Rüstungsbereich ist ein prinzipielles Problem in Deutschland. Die vermeintliche Sicherheit im Zentrum von Europa hat zu diesem Denken geführt und erst mit der Annektion der Krim 2014 und spätestens seit dem Krieg in der Ukraine fällt auf, dass dies ein lang geglaubter Irrtum ist. Schaut man sich an, dass DL das 2%-Ziel der NATO seit 2014 geflissentlich ignoriert, wird auch klar, warum die Situation derzeitig so eklatant ist. Abgesehen davon, dass ein spontan eingesetztes Sondervermögen definitiv der falsche Weg ist, um diesem Problem entgegenzutreten, bleibt zumindest ein großer Aspekt immer unberücksichtigt: bei den 100 Mrd. handelt es sich um reines Investmentkapital, welches zur Anschaffung von Material vorgesehen ist. Ã?ber eine spätere Bewirtschaftung und deren Finanzierung wird jedoch nicht gesprochen.
Das System auf welches Sie sich wahrscheinlich beziehen ist IRIS-T SLM. Der grundlegende Auftrag zur Entwicklung wurde ursprünglich durch die Bundesweh initiiert, jedoch erfolgte zunächst keine Bestellung, wie Sie richtig ausgeführt haben. Ich kann an dieser Stelle nicht mit belegbaren Informationen aufwarten, jedoch möchte ich behaupten, dass sowohl Diehl als auch Hensoldt Mittel im Rahmen der Forschung durch die Bw erhalten haben. Liegen Ihnen diesbezüglich andere Informationen vor?
Ich denke das Problem mit der heimischen Industrie ist sehr häufig die fehlende Konkurrenz. Am Beispiel Eurofighter wird deutlich, dass kein anderes deutsches Unternehmen in der Lage gewesen wäre, ein vergleichbares Produkt zu liefern. Entsprechend hat die inländische Industrie ein probates Druckmittel, das Produkt zu ihren Konditionen an die Bw zu bringen. Sehr häufig läuft dies nach der Methode â??friss oder stirbâ??, was seitens der Bw wahrscheinlich mittlerweile weniger unterstützt wird. Vor diesem Hintergrund entstehen Konkurrenzsituationen mit ausländischen Unternehmen, welche nun in diesem Bereich vorwiegend am amerikanischen Markt zu finden sind.
Beitrag vom 08.11.2023 - 18:50 Uhr
Exemplare ein paar "Tiger"Flugfähig Ach so,die NH 90 ist fast das gleiche! Dann kann das nix werden, zuviele Köche verderben den Brei!
Ja, was man stattdessen machen sollte, wäre bei 2 Herstellern je einen Prototypen zu bestellen und dann deren Leistungen zu untersuchen. Der Gewinner wird dann en masse bestellt.
Alternativ 1 könnte man auch nach diverse Waffengattungen aufteilen: Jets bauen die Franzosen, Panzer wir.
(Wobei die diversen Unterklassen auch noch Spielraum lassen, dass die Franz. nenn kleinen Spürpanzer und wir ne Jet-Drohne o.Ã". bauen könnten).
Alternative 2: Land x baut Hardware, Land y liefert die Software und/oder Deutschland entwickelt ne eigene Software für die Rafale. In Zeiten von elektronischer Kriegsführung wäre das vielleicht ganz interessant 2 unterschiedliche Softwaremodelle oder gar Board-Rechner zu haben.
Ich weiß das gehört hier nicht hin, aber es ist ein parade Beispiel der neue Deutsch-Französisches Panzerprojekt:Wo man sich jetzt um die Wanne,den Turm und die Waffe streitet.Das ist jetzt schon zum scheitern verurteilt.Jeder will seine eigene Interessen durchboxen, anstatt die Technischen Möglichkeiten die man hat umzusetzen.
Da vergessen sie jetzt den KF51 ;) Rheinmetall durfte bei dem EU-Panzer nicht mitmachen und zauberte deshalb mal schnell was Eigenes aus dem Hut. So ungefähr 10 Jahre früher. Das zeigt gut, was ginge - wenn man sich einigen könnte.
Dieser Beitrag wurde am 08.11.2023 18:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.11.2023 - 19:37 Uhr
Welches Kampfflugzeug der 5ten Generation, welchen schweren Transporthubschrauber und welchen funktionierenden Kampfhubschrauber haben die Europäer denn im Angebot?
Beitrag vom 08.11.2023 - 22:00 Uhr
Das Thema Triebwerk und Zelle und Politik ist ein Problem für sich. Im Wesentlichen gibt es immer dasselbe Problem und die selben Dummheiten der Politiker oder Beamten:
es dauert wesentlich länger ein Triebwerk zu entwickeln als eine Flugzeugzelle inkl. der meisten Elektronikkomponenten. Das war schon immer so und wird auch immer so sein da in einem Triebwerk egal ob Kolben oder Turbine eben wesentlich mehr los ist als im Rest. Das Problem ist aber dass Politiker und auch Beamte und manche Militärs manchmal ein ganz-neues Flugzeug ohne einem Schandfleck aus der vorherigen Generation haben wollen was am Ende immer zu massiven Kostensteigerungen und zeitlichen Verzögerungen (F35, A400M etc.) oder gar Abbrüchen (TSR2) und/ oder gleich einem verlorenen Weltkrieg (Ju288) führt. Fürs Radar gilt heute im Grunde dasselbe aber Elektronik wird und muss ja eh viel einfacher und häufiger nachgerüstet werden was man beim Eurofighter leider versäumt hat und hier im Grunde von der IGM (völlig zu Recht) kritisiert wird.
Deswegen muss man auch klar zwischen NH90 und Tiger unterscheiden. Der NH90 hat relativ gute, erprobte TriebwerkE (!) und der Tiger eines in der Art der oben beschriebenen. Beim NH90 liegen die vielen Probleme dann auch anderswo wobei beim Tieger im Wesentlichen der Antriebsstrang Probleme macht.
Der Eurofighter war (was man so hört) übrigens lange Zeit ein teilweise wenig vertrauenerweckendes, verbasteltes Flugzeug bei dem überraschende Dinge passieren konnten wenn man die falschen Knöpfe in der falschen Reihenfolge (oder überhaupt) gedrückt hat. Ich vermute mal das war/ ist eines der Probleme welche bei mulitnationaler Zusammenarbeit leicht auftreten können.
Meine Lösungsstratie wäre in Zukunft maximal mit Großbritannien zusammenzuarbeiten oder die Dinge gleich selber zu entwickeln was natürlich nicht heißt dass 100% von allem aus Deutschland kommt sondern nur dass das Projektmanagement effizient, der Preis gering und die Praktikabilität hoch sein könnte. Die genannten IRIS-T Raketen sind doch ein schönes Beispiel dafür wie mit ausländischer Beteiligung aber unter deutscher Führung ein gutes System in einem akzeptablen zeitlichen und finanziellen Rahmen entwickelt werden kann. Es ist dann auch nicht irgendwie nationalistisch wenn man nicht jedes Teil selber macht sondern einfach ausschreibt und dann z.B. das Pulver aus Schweden kommt, Teile der Elektronik aus Frankreich, der Sensor aus Bayern usw. im Gegensatz zu den Polit-Projekten welche sozusagen mulitnationalistisch sind.
Großbritannien wäre aber durchaus ein zuverlässiger Partner mit ähnlichen Anforderungen mit dem man auch ein paar historische Missverständnisse ausräumen könnte. Im kalten Krieg hatten die ein paar sehr gute Flieger welche perfekt auf die Anforderungen der Bundeswehr gepasst hätten im Angebot aber leider wurde dann aus im Wesentlichen politischen Gründen immer in den USA oder garnicht gekauft.
�berhaupt darf das "Primat der Politik" bei Fragen der Verteidigung, inneren Sicherheit, Grundversorgung usw. in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Politiker dürfen auf keinen Fall mehr versuchen Krisen politisch auszuschlachten wie es Merkel von Fukushima bis Corona (in ihrem Sinne) erfolgreich getan hat und Scholz jetzt mit der Ukraine deutlich weniger erfolgreich versucht.
Dass jetzt mal schnell dieses und jenes "von der Stange" gekauft wird und wie zu Recht kritisiert wurde immernoch viel zu wenig in Forschungsprojekte investiert wird ist mal wieder sehr kurzfristig argumentiert und wird der Bundeswehr mittelfristig heftig auf die Füße fallen wenn sie mit veraltetem Zeug dasteht aber die für Ersatz zuständigen Töpfe schon leer sind weil man das veraltete Zeug ja gerade erst gekauft hat.
Mal abgesehn davon dass das der Wettbewerbsfähigkeit unserer Rüstungsindustrie nicht sehr förderlich ist. Natürlich werden die mit ihren Einnahmen aus den Panikkäufen diverse R&D Vorhaben privat finanzieren können aber nicht in dem Maße wie sie es mit öffentlichen wunschlos-glücklich Forschungsaufträgen könnten und die sind schon notwendig denn das Zeug was die bauen ist in der Produktion schon nicht billig und noch weniger in der Entwicklung.
Der KF51 ist ein schönes Beispiel dafür weil hier selbst der mit Abstand größte Rüstungskonzern in D. nur mit Eigenmitteln nicht mehr als eine Modifikation eines bereits existierenden Systems d.h. des Leopar 2 entwickeln konnte.
Das ist natürlich die richtige Vorgehensweise um sich an einen Nachfolger heranzutasten aber den wird weder Rheinmetall noch KMW mit Eigenmitteln entwickeln.
Interessanter finde ich da die Schützenpanzer der beiden d.h. den Lynx und Tracked-Boxer. Ich wette mindestens einer der beiden wird in der Ukraine einen Marketing-Auftritt haben.