Community / / Plan vorgelegt: 200.000 Tonnen nachh...

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Beitrag vom 07.05.2021 - 08:17 Uhr
UserEricM
User (4408 Beiträge)
Nun müssen wir schauen, was es bedeutet, wenn [...]

Na das ist doch mal ein kraftvolles Committment ...

Dabei sind seine hier offen durchklingenden Zweifel ja durchaus angebracht. Selbst wenn alles nach Plan ginge und der 2% Anteil aller abfliegenden Kraftstoffe in 9 Jahren erreicht würde (1% des Gesamtverbrauches), sind wir ohne massiven weltweiten Ausbau der Atomkraft gar nicht in der Lage genug CO2-freien Strom für die anderen 98/99% herzustellen.

Dieses Projekt ist nichts als ein grünes Feigenblatt der Luftfahrtindustrie - und ein ziemlich kleines und durchsichtiges obendrein.
Ach ja, und eine nette Möglichkeit zum Abgreifen von Subventionen ....
Beitrag vom 07.05.2021 - 08:37 Uhr
UserSpheniscidae
User (456 Beiträge)
Ich hatte bei meiner letzten Flugbuchung bei der Lufthansa gesehen, dass man schon jetzt Biosprit bei der Buchung einkaufen kann. Zunächst hielt ich das für eine tolle Idee, aber ich vermute, dass die 200.000 Tonnen einfach auf die Airlines verpflichtend verteilt werden und die LH somit meine Kompensation als Spende für ihre Verpflichtung nimmt, richtig?
Dann doch lieber extern kompensieren... die 200.000 Tonnen kommen dann einfach on Top.
Beitrag vom 07.05.2021 - 08:40 Uhr
UserSpheniscidae
User (456 Beiträge)
Dabei sind seine hier offen durchklingenden Zweifel ja durchaus angebracht. Selbst wenn alles nach Plan ginge und der 2% Anteil aller abfliegenden Kraftstoffe in 9 Jahren erreicht würde (1% des Gesamtverbrauches), sind wir ohne massiven weltweiten Ausbau der Atomkraft gar nicht in der Lage genug CO2-freien Strom für die anderen 98/99% herzustellen.

Oder man müsste Desertec ins Leben rufen. Gerade bei PtL kann das Ganze ja dezentral erzeugt werden. Braucht es keine Atomkraft dafür.
Beitrag vom 07.05.2021 - 12:36 Uhr
Usermpilot
User (258 Beiträge)
Als Folge der nun verfassungsmäßig angeordneten Klimahysterie mal wieder so ein MiniProjekt ohne die Machbarkeit im Großmaßstab zu kalkulieren. Bei der Hochtemperatur-Elektrolyse im Verbindung mit der Fischer-Tropsch-Synthese benötigt man 18.68 MWh/t Kerosin, vorausgesetzt das benötigte CO2 stammt aus indusriellen Verfahren, wie Zementherstellung oder fossile Kraftwerke. Aber gerade diese sollen ja abgeschafft werden. Somit muß das CO2 der Luft entnommen werden, die Energiebilanz lautet dann 25,64 MWh/t Kerosin.
Der Kerosinverbrauch nur deutscher Luftfahrtgesellschaften (= Tanke auf deutschen Flughäfen) belief sich 2019 auf ca 9,1 Mio Tonnen. Zur Erzeugung dieser Menge würde man dann 233 TWh Strom benötigen, was ziemlich genau dem regenerativen Stromanteil in 2019 von 218,2 TWh entspricht. Also ohne Kernenergie aussichtslos. Es sollte auch nicht außer acht gelassen werden, daß zu Herstellung von 1kg H2 jeweils 9l Wasser benötigt werden. Die genannten Energiewerte fußen auf Süßwasser. Osmotische Verfahren verschlechtern die Energiebilanz.
Beitrag vom 07.05.2021 - 14:27 Uhr
UserAviation man
User (106 Beiträge)
Es ist aktuell populär in Sachen Klima tätig zu werden.
Wie das umgesetzt werden soll und bezahlt werden soll, weiß keiner...

Wird im Sand verlaufen
Beitrag vom 07.05.2021 - 14:27 Uhr
UserEricM
User (4408 Beiträge)
Oder man müsste Desertec ins Leben rufen.

Und vorher mal eben schnell Nordafrika langfristig politisch stabilisieren und die ganzen Bomben legenden Irren, War-Lords, Diktatoren und türkischen und russischen Söldner einsammeln, die sich da unten rumtreiben.

Zur Erzeugung dieser Menge würde man dann 233 TWh Strom benötigen, was ziemlich genau dem regenerativen Stromanteil in 2019 von 218,2 TWh entspricht.

Der mit diesen 218TWh eh nur einen Teil des deutschen Strombedarfs deckt.
Der noch keine Steigerung des Strombedarfs für batterie-elektrisch angetriebenen Individualverkehr enthält.

Also ohne Kernenergie aussichtslos

Ja, denke ich auch, wobei ich wahrlich kein Fan von Atomenergie bin, da die worst-case Szenarios eines Unfalls wie zuletzt in Japan gesehen verdammt schlecht ausfallen können.


Dieser Beitrag wurde am 07.05.2021 14:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.05.2021 - 14:43 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (579 Beiträge)

Zur Erzeugung dieser Menge würde man dann 233 TWh Strom benötigen, was ziemlich genau dem regenerativen Stromanteil in 2019 von 218,2 TWh entspricht.

Der mit diesen 218TWh eh nur einen Teil des deutschen Strombedarfs deckt.
Der noch keine Steigerung des Strombedarfs für batterie-elektrisch angetriebenen Individualverkehr enthält.

Das sind laut Bundesregierung ca 100TWh für den PKW und 97TWh für den Güterverkehr.

Somit Bräuchte es in den nächsten 1-2 Jahrzehnten einen Zuwachs der regenerativen Energien alleine in D von gut 300%. Bislang gibt es dafür nicht einmal im Anatz Lösungen.
Wir werden eine Energiekrise nicht gekannten ausmasses provozieren.
Um das alles auch nur etwas zu mildern werden die alten ÖL/GAS/Kohle/Atomkraftwerke auf Jahrzehnte weiter betrieben werden müssen.


Also ohne Kernenergie aussichtslos

Ja, denke ich auch, wobei ich wahrlich kein Fan von Atomenergie bin, da die worst-case Szenarios eines Unfalls wie zuletzt in Japan gesehen verdammt schlecht ausfallen können.

Alleine China plant 116 neue Atomkraftwerke für die E-Mobilität.
Da wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben. :-(

Dieser Beitrag wurde am 07.05.2021 14:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.05.2021 - 15:21 Uhr
UserSpheniscidae
User (456 Beiträge)
Oder man müsste Desertec ins Leben rufen.

Und vorher mal eben schnell Nordafrika langfristig politisch stabilisieren und die ganzen Bomben legenden Irren, War-Lords, Diktatoren und türkischen und russischen Söldner einsammeln, die sich da unten rumtreiben.

 https://en.wikipedia.org/wiki/Ouarzazate_Solar_Power_Station

Davon 150 Stück und man hätte es zusammen. Enspricht etwa 60x60km

Von ganz Nordafrika kann keine Rede sein. Etwa die Größe Mallorcas. ggf. würde man das auch in Spanien, Italien, Griechenland und Portugal hinbekommen und gleichzeitig diese Länder finanziell unterstützen.
Beitrag vom 07.05.2021 - 15:26 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (579 Beiträge)
Oder man müsste Desertec ins Leben rufen.

Und vorher mal eben schnell Nordafrika langfristig politisch stabilisieren und die ganzen Bomben legenden Irren, War-Lords, Diktatoren und türkischen und russischen Söldner einsammeln, die sich da unten rumtreiben.

 https://en.wikipedia.org/wiki/Ouarzazate_Solar_Power_Station

Davon 150 Stück und man hätte es zusammen. Enspricht etwa 60x60km

Von ganz Nordafrika kann keine Rede sein. Etwa die Größe Mallorcas. ggf. würde man das auch in Spanien, Italien, Griechenland und Portugal hinbekommen und gleichzeitig diese Länder finanziell unterstützen.

Und in diesen Ländern werden keine E-Mobile ... eingesetzt werden?

Diese Länder müsse erstmal Ihren eigenen Strombedrf decken können.

Wenn wir auf E-Mobilität umstellen werden das alle anderen auch machen müssen, schon deswegen weil die Produzenten Verbrenner einstellen wollen.

Es geht nicht nur um D. Die ganze Welt muss dann mitziehen und braucht selber ersteinmal Unmengen an sauberer Energie.

Das ganze wird am Ende dreckiger werden als es der bisherige Verkehr heute ist!


Dieser Beitrag wurde am 07.05.2021 15:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.05.2021 - 15:44 Uhr
UserSpheniscidae
User (456 Beiträge)
Es sollte nur darstellen, dass das Ganze nicht so unmöglich ist, wie manche darstellen. Allerdings bräuchte man einen Plan und dieser müsste auch irgendwann umgesetzt werden.
Beitrag vom 07.05.2021 - 16:27 Uhr
UserFlyTweety
User (296 Beiträge)
Solange ich noch gigantische Fabrik- und Privatdächer ohne Solarzellen sehe und an Windparks vorbeifahre, in den en sich zu bestimmten Zeiten nur die Hälfte der Propeller drehen ist mir klar, dass allein wir in Deutschland extrem viel Energie liegen lassen, die "einfach da ist".

Die Wahrheit an dem ganzen Kostengerede ist doch, dass wir ständig nach Ausreden suchen um genau so weiter machen zu dürfen wie immer.
Nichts ändern, könnte ja meinen Lebensstandard nachteilig verändern.
Lieber 50 KW mehr unter der Benzinerhaube als 3 KW auf dem Reihenhausdach...
Beitrag vom 07.05.2021 - 18:52 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Diese ganzen Aktionspläne ...

Natürlich alle paar Jahre ein neuer, wie zu Kriegszeiten.
Beitrag vom 07.05.2021 - 18:55 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Diese ganzen Aktionspläne ...

Natürlich alle paar Jahre ein neuer, wie zu Kriegszeiten.

Natürlich ähnlich unqualifiziert aber ohne dass irgendwer aus der Politk mal die Konsequenzen dafür übernehmen muss.
Beitrag vom 07.05.2021 - 18:58 Uhr
UserKarl__Rapp
User (197 Beiträge)
Die Lösung ist ganz einfach:

Die Welt wird so schnell nicht untergehn und wir arbeiten noch mindestens 100 Jahre lang mit fossilen Brenstoffen wobei Erdgas den Diesel/ Otto Kraftstoff immer mehr verdrängen wird.

Irgendwann wird dann (hoffentlich) das Wissen für saubere Kernkraft ohne schädliche Abfälle ausreichen und man wird das für die Masse einführen.
Beitrag vom 07.05.2021 - 22:06 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (579 Beiträge)
Es sollte nur darstellen, dass das Ganze nicht so unmöglich ist, wie manche darstellen. Allerdings bräuchte man einen Plan und dieser müsste auch irgendwann umgesetzt werden.

Ich sehe es nicht als unmöglich an, nur vermisse ich einen Plan!!!!!
Ich finde E-Autos durchaus klasse. Sie machen aber nur Sinn wenn es genügend sauberen Strom gibt. Und wie ich bereits schrieb, betrifft das eben nicht nur Deutschland.

Es wird jeden Staat betreffen. alle müsssen Ihre Energieproduktion signifikant steigern.
China will es mit 116 neuen Atomkraftwerken machen. Nicht wirklich berauschend. Wie wird es aber in Ländern sein die Nicht zu den G20 gehört. wie wird das dann z.B. in Simbabwe gelöst werden?

Wie wird es in den Schwellen- und Entwicklungsländern laufen?
Länder mir weitaus schlechteren Umweltstandarts als bei uns?
Öl/Gas und schlimmer noch Kohle nahezu ungefilteret.

Man könnte auch sagen, wir exportieren unseren CO2 Dreck in die ärmsen Länder der Welt für ein Scheinheiligenschein.

PS. Wieviele Ha Dungel müssten in Südamerika gerodetet werden um dort genug Solarzellen aufzustellen.

Dieser Beitrag wurde am 07.05.2021 22:26 Uhr bearbeitet.
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