Community / / Ryanair verlegt Lauda nach Malta

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Beitrag vom 28.07.2020 - 15:02 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (489 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Beitrag vom 28.07.2020 - 16:51 Uhr
UserNicci72
User (390 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...

Heuschrecken wandern immer dorthin wo es für sie am meisten zu fressen gibt. Gäbe es die Möglichkeit, dann auch in der EU Flüge durchführen zu dürfen, sämtliche Airlines der RyanairGroup würden sich als Unternehmenssitz bereits einen Briefkasten in Panama teilen. Malta ist da die zweitbeste Lösung. Und Polen die drittbeste (in etwa gleichauf mit Irland). Es würde mich nicht wundern wenn irgendwann in näherer Zukunft die komplette Ryanair-Group mit Unternehmenssitz in Malta firmieren würde. Bezüglich möglichst wenig Steuern und Abgaben entrichten, möglichst wenig Arbeitnehmerrechte und möglichst wenig staatliche Aufsicht und Regulierung (also nach Heuschrecken-Kriterien) wäre das innerhalb der EU jedenfalls eine, vielleicht sogar die absolute Top-Adresse.

Wo die Entscheidungen getroffen und wo das Geld verdient wird ist natürlich eine ganz andere Frage - das ist dann eher nicht mehr Malta.
Beitrag vom 28.07.2020 - 17:58 Uhr
UserGraha
User (79 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...

Heuschrecken wandern immer dorthin wo es für sie am meisten zu fressen gibt. Gäbe es die Möglichkeit, dann auch in der EU Flüge durchführen zu dürfen, sämtliche Airlines der RyanairGroup würden sich als Unternehmenssitz bereits einen Briefkasten in Panama teilen. Malta ist da die zweitbeste Lösung. Und Polen die drittbeste (in etwa gleichauf mit Irland). Es würde mich nicht wundern wenn irgendwann in näherer Zukunft die komplette Ryanair-Group mit Unternehmenssitz in Malta firmieren würde. Bezüglich möglichst wenig Steuern und Abgaben entrichten, möglichst wenig Arbeitnehmerrechte und möglichst wenig staatliche Aufsicht und Regulierung (also nach Heuschrecken-Kriterien) wäre das innerhalb der EU jedenfalls eine, vielleicht sogar die absolute Top-Adresse.

Wo die Entscheidungen getroffen und wo das Geld verdient wird ist natürlich eine ganz andere Frage - das ist dann eher nicht mehr Malta.

Sie haben sowas von Recht. Wie haben viele Nikki Mitarbeiter gejubelt als es sich abgezeichnet hat das LH die geplante Übernahme nicht durchführen darf. Und jetzt? Denke bei LH wären alle besser aufgehoben gewesen.
Traurig ist das Länder wie Irland, Malta usw. solch geringe Standards und Steuer Dumping zulässt. So funktioniert Europa nicht und wird auf lange Sicht zum Spalltkeil wenn sich nichts ändert.
Beitrag vom 29.07.2020 - 08:54 Uhr
UserEricM
User (2437 Beiträge)
Traurig ist das Länder wie Irland, Malta usw. solch geringe Standards und Steuer Dumping zulässt. So funktioniert Europa nicht und wird auf lange Sicht zum Spalltkeil wenn sich nichts ändert.

Da kann ich nur voll zustimmen.
Beitrag vom 29.07.2020 - 08:59 Uhr
Usercontrail55
User (2059 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.
Arg überstrapaziert, die Heuschrecke.
Beitrag vom 29.07.2020 - 10:10 Uhr
UserWMJH
User (159 Beiträge)
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.

Nur dass vielleicht die arbeitsrechtlichen Punkte (Bsp. Kündigungsfristen..?) auch nach "Malta"-Standard gelten und nicht nach Wien...
Beitrag vom 29.07.2020 - 10:20 Uhr
Userrasch

User (222 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.
Arg überstrapaziert, die Heuschrecke.

Also wenn es in der Branche auf jemanden zutrifft dann auf FR.

Wenn ich es nicht ganz falsch verstanden habe wird die Verwaltung bis auf eine „Standortverwaltung“ aufgelöst… sind auch Mitarbeiter.

Und Unternehmenssteuern werden ggf. in Malta gezahlt.




Dieser Beitrag wurde am 29.07.2020 10:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.07.2020 - 10:43 Uhr
UserJohnny89
User (27 Beiträge)
Die "österreichische Lösung" wird ja immer besser..
Beitrag vom 29.07.2020 - 12:21 Uhr
Usercontrail55
User (2059 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.
Arg überstrapaziert, die Heuschrecke.

Also wenn es in der Branche auf jemanden zutrifft dann auf FR.
Den Begriff "Heuschrecke" noch mal nachlesen. Es ging damals um Finanzinvestoren, die Firmen kaufen und zerlegen, die Teile mit Gewinn verkaufen und dann weiter zur nächsten Firma ziehen. Das kann ich, bei allem anderen Übel, bei Ryanair nicht erkennen. Daher überstrapaziert.
Wenn ich es nicht ganz falsch verstanden habe wird die Verwaltung bis auf eine „Standortverwaltung“ aufgelöst… sind auch Mitarbeiter.
Darum ging es nicht, es ging um den Tarifvertrag der Lauda. Der ändert sich nicht.
Und Unternehmenssteuern werden ggf. in Malta gezahlt.
Die Unternehmenssteuern in Malta sind mit 35% höher als in Österreich 25%. Da die Betriebe in Malta oder sonstwo durch das vermieten von Flieger und Crew gerade so keine Gewinne erwirtschaften, werden die Gewinne der Mieterin, ryanair holdings plc, weiterhin in Irland versteuert, 12,5%.

Vor diesem Hintergrund
Nur dass vielleicht die arbeitsrechtlichen Punkte (Bsp. Kündigungsfristen..?) auch nach "Malta"-Standard gelten und nicht nach Wien...
Recherchiert oder aus dem Bauch? Das nimmt sich wenig, am Anfang und am Ende ist A besser, in der Mitte gleich. Laut WKO.at "Mit Ausnahme besonders geschützter Arbeitnehmer bedarf eine Kündigung in Österreich keiner Begründung. Es müssen nur die vorgeschriebenen Kündigungsfristen und -termine eingehalten werden." Viel gibt man in Wien nicht auf.

Dieser Beitrag wurde am 29.07.2020 12:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.07.2020 - 12:41 Uhr
Userrasch

User (222 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.
Arg überstrapaziert, die Heuschrecke.

Also wenn es in der Branche auf jemanden zutrifft dann auf FR.
Den Begriff "Heuschrecke" noch mal nachlesen. Es ging damals um Finanzinvestoren, die Firmen kaufen und zerlegen, die Teile mit Gewinn verkaufen und dann weiter zur nächsten Firma ziehen. Das kann ich, bei allem anderen Übel, bei Ryanair nicht erkennen. Daher überstrapaziert.

Na sie wollen es ganz genau wissen…
Wenn es denn eine Definition von Heuschrecke gibt wie sie es beschreiben dann habe ich ihn mit dem Hinweis auf die Branche für meine Aussage erweitert… Nach meiner Denke, geht die Heuschrecke (eigentlich egal in welchem Bereich) dorthin wo es am meisten zu holen oder am wenigsten abzugeben gilt.

Aber sie dürfen ihre Sicht gerne behalten. Ich nehme meine.

Wenn ich es nicht ganz falsch verstanden habe wird die Verwaltung bis auf eine „Standortverwaltung“ aufgelöst… sind auch Mitarbeiter.
Darum ging es nicht, es ging um den Tarifvertrag der Lauda. Der ändert sich nicht.

Darum ging es schon! Lesen sie ihre Aussage gerne nochmal nach. Tarifvertrag steht da nicht.

Und Unternehmenssteuern werden ggf. in Malta gezahlt.
Die Unternehmenssteuern in Malta sind mit 35% höher als in Österreich 25%. Da die Betriebe in Malta oder sonstwo durch das vermieten von Flieger und Crew gerade so keine Gewinne erwirtschaften, werden die Gewinne der Mieterin, ryanair holdings plc, weiterhin in Irland versteuert, 12,5%.

Also dorthin wo es am wenigsten abzugeben gilt…

Beitrag vom 29.07.2020 - 13:39 Uhr
Usercontrail55
User (2059 Beiträge)
Die Heuschrecke wandert weiter...

Da halfen alle Zugeständnisse unterhalb der Mindestsicherung in Wien am Ende nichts - aber wer wusste das nicht schon...
Wieso, für die Mitarbeiter ändert sich doch nichts. Sie fliegen ex Wien, versteuern in Wien zu den genannten Bedingungen. Wie vorher auch.
Arg überstrapaziert, die Heuschrecke.

Also wenn es in der Branche auf jemanden zutrifft dann auf FR.
Den Begriff "Heuschrecke" noch mal nachlesen. Es ging damals um Finanzinvestoren, die Firmen kaufen und zerlegen, die Teile mit Gewinn verkaufen und dann weiter zur nächsten Firma ziehen. Das kann ich, bei allem anderen Übel, bei Ryanair nicht erkennen. Daher überstrapaziert.

Na sie wollen es ganz genau wissen…
Wenn es denn eine Definition von Heuschrecke gibt wie sie es beschreiben dann habe ich ihn mit dem Hinweis auf die Branche für meine Aussage erweitert… Nach meiner Denke, geht die Heuschrecke (eigentlich egal in welchem Bereich) dorthin wo es am meisten zu holen oder am wenigsten abzugeben gilt.

Aber sie dürfen ihre Sicht gerne behalten. Ich nehme meine.
Danke
Wenn ich es nicht ganz falsch verstanden habe wird die Verwaltung bis auf eine „Standortverwaltung“ aufgelöst… sind auch Mitarbeiter.
Darum ging es nicht, es ging um den Tarifvertrag der Lauda. Der ändert sich nicht.

Darum ging es schon! Lesen sie ihre Aussage gerne nochmal nach. Tarifvertrag steht da nicht.
Ja mach ich. Ich habe auf den Post von @Ein_Fliegereiinteressierter geantwortet, der sich auf die "Zugeständnisse unter Mindestlohn" bezieht. Die sind im KV definiert und diese Mitarbeiter ziehen vertraglich nach Malta um. Aber ok, Mitarbeiter war da etwas weit gefasst. Na sie wollen es ganz genau wissen… ;-)
Und Unternehmenssteuern werden ggf. in Malta gezahlt.
Die Unternehmenssteuern in Malta sind mit 35% höher als in Österreich 25%. Da die Betriebe in Malta oder sonstwo durch das vermieten von Flieger und Crew gerade so keine Gewinne erwirtschaften, werden die Gewinne der Mieterin, ryanair holdings plc, weiterhin in Irland versteuert, 12,5%.

Also dorthin wo es am wenigsten abzugeben gilt…
Stimmt, so schrieb ich es.

Dieser Beitrag wurde am 29.07.2020 14:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.07.2020 - 14:56 Uhr
Userrasch

User (222 Beiträge)
Mir ging es darum, den Blick auch auf die „zivilen“ zu lenken. Wir diskutieren hier meist nur über die „Trachtengruppe“.

Auch wenn bei Lauda vermutlich alles Mögliche extern vergeben sein wird, werden einige von der Schließung betroffen sein.

Beitrag vom 29.07.2020 - 17:43 Uhr
Usercontrail55
User (2059 Beiträge)
Mir ging es darum, den Blick auch auf die „zivilen“ zu lenken. Wir diskutieren hier meist nur über die „Trachtengruppe“.
Kein Problem, ich diskutiere ja garnicht über die Trachtengruppe, sondern über Aussagen, die so einfach nicht stimmen. Mir geht es um die immer gleichen Parolen, die überhaupt nicht mehr differenzieren oder sich immer weniger an Fakten orientieren. Nicht alles was böse klingt, kann man auf Ryanair anwenden, auch wenn es, zugegeben, verlockend ist.
Auch wenn bei Lauda vermutlich alles Mögliche extern vergeben sein wird, werden einige von der Schließung betroffen sein.
Obwohl in österreichischen Medien die Aussage, dass die rund 50 Mitarbeiter der Laudamotion GmbH in die Lauda Europe Ltd. wechseln können, der Standort Wien bleibt. Was das wert ist kann ich nicht beurteilen, aber die Aussage steht.
Man kann natürlich den Begriff der "Heuschrecke" verwenden wie man möchte, aber im gemeinten Sinne (Franz Müntefering machte das salonfähig) passt der Begriff nicht auf Ryanair. Genug passende Bgriffe sind ja in Umlauf ;-).
Die Absicht hinter der Gründung der Malta Air ist auch nicht Steuern zu sparen. Die Steuergesetze Maltas erlauben das Personal, im Gegensatz zu den Österreichischen und Irischen, flexibler einzusetzen. Für einige scheint es sich sogar zu rechnen, da die Steuern einiger Länder günstiger sind als in IRL oder A. Ryanair wird ohnehin da versteuern, wo es am günstigsten ist. Das ist nicht Malta oder Österreich.

Dieser Beitrag wurde am 29.07.2020 17:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.07.2020 - 19:15 Uhr
Userrasch

User (222 Beiträge)
Zitat aus dem Artikel:

Einige Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich werden jedoch in Wien verbleiben.

Heist für mich: Ein (kleiner) Teil bleibt, der Rest ist betroffen.

Es steht auch
die Wiener Laudamotion GmbH bis Jahresende aufgelöst werden.

Bedeutet für mich die (Einige) Mitarbeiter bekommen ein Angebot, der Rest...

Wenn sie bessere Informationen haben lassen sie es raus...



Beitrag vom 30.07.2020 - 07:59 Uhr
Usercontrail55
User (2059 Beiträge)
Zitat aus dem Artikel:

Einige Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich werden jedoch in Wien verbleiben.

Heist für mich: Ein (kleiner) Teil bleibt, der Rest ist betroffen.

Es steht auch
die Wiener Laudamotion GmbH bis Jahresende aufgelöst werden.

Bedeutet für mich die (Einige) Mitarbeiter bekommen ein Angebot, der Rest...

Wenn sie bessere Informationen haben lassen sie es raus...
Ob die Information besser ist, weiß ich nicht. Das ist bei Pressemeldungen so eine Sache. Besonders wenn es sich um aero Artikel handelt, die in letzter Zeit eine sehr eigenwillige Zusammenfassung anderer Presseberichte darstellen. Da versuche ich die original Agenturmeldung zu lesen, das macht das Bild kompletter. Aber das ist meine persönliche Ansicht. Mehre österreichische Medien berichten...
"Laut dem Laudamotion-Chef sind Befürchtungen unberechtigt, dass die rund 50 noch bestehenden Verwaltungsjobs großteils nach Malta abwandern und dort mit der ebenfalls Ryanair gehörenden Malta Air verschmolzen werden könnten. "Eine solche Zusammenlegung hätten wir schon jetzt machen können. Es bleiben aber zwei getrennte Firmen und das Büro in Wien", so Gruber."
 https://www.vienna.at/ab-jahresende-laudamotion-fliegt-mit-malta-lizenz/6690969

Ich habe nirgendwo explizit gefunden, dass das Verwaltungspersonal reduziert werden soll, daher ist meine Interpretation eine andere. Kann sich aber anders entwickeln.



Dieser Beitrag wurde am 30.07.2020 08:07 Uhr bearbeitet.
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