Community / / Trump will Militärbudget drastisch ...

Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 08.01.2026 - 09:40 Uhr
UserGB
User (905 Beiträge)
Vielleicht spielt bei der Budgeterhöhung auch die Tatsache mit, dass ansonsten die USA für Zinsen bald mehr ausgeben werden als für die Verteidigung. Nur gut, dass nicht auch noch die Einkommen von Immobilien- oder Kryptobesitzern gedeckelt werden sollen.
Beitrag vom 08.01.2026 - 10:48 Uhr
UserEricM
User (6876 Beiträge)
Die Maßnahmen, über die für gewöhnlich Kapital zu den Aktionären zurückfließt, erfolgten "auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung", schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
Nach seiner Vorstellung sollen Manager solcher Unternehmen zudem nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar (rund 4,27 Millionen Euro) pro Jahr verdienen dürfen.

Alleine diese Aussagen hätte mal ein demokratischer Präsident auch nur andeuten sollen - die Republikaner wären geschlossen mit Mistgabeln und Fackeln nach Washington marschiert um den "kommunistischen Präsidenten" aus dem Amt zu jagen...

Zusätzlich ist Trump für eine finanziell sehr konservative Position (Schuldenabbau, selbst mit rabiaten Methoden) gewählt worden, die er jetzt ins exakte Gegenteil verkehrt.

Ich frag mich ja, wie man Menschen derartig konditionieren kann, dass sie nicht mehr merken, dass die USA gegen die Wand gefahren werden .
Beitrag vom 08.01.2026 - 10:52 Uhr
UserMHalblaub
User (1241 Beiträge)
Der kleine im Kreml ist ein genialer Militärstratege und der orange aus Washington ein Finanzgenie.
Beitrag vom 08.01.2026 - 15:42 Uhr
Useratc
User (703 Beiträge)
Der Verteidigungsetat der USA übersteigt bereits jetzt die Summe der 10 folgenden Staaten (mal abgesheen, von Sonderausgaben in der EU wegen des Ukrainekrieges).
Das Kriegsbudget der Staaten ist völlig überaufgebläht. Wenn dem Pentragon eines nicht fehlt, ist es Geld.
Was soll das?
Beitrag vom 08.01.2026 - 15:47 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2152 Beiträge)
Der Verteidigungsetat der USA übersteigt bereits jetzt die Summe der 10 folgenden Staaten (mal abgesheen, von Sonderausgaben in der EU wegen des Ukrainekrieges).

Und mit vielen davon ist man theoretisch sogar verbündet, wenn man das nicht gerade alles in den Wind schießen würde.

Das Kriegsbudget der Staaten ist völlig überaufgebläht. Wenn dem Pentragon eines nicht fehlt, ist es Geld.
Was soll das?

Macht, Stärke.

Solche Meldungen ziehen bei seinen Wählern und vielen Republikanern eben sehr gut. So kann man von dem vielen anderen Misserfolgen ablenken.
Beitrag vom 08.01.2026 - 16:47 Uhr
UserEricM
User (6876 Beiträge)
Der Verteidigungsetat der USA übersteigt bereits jetzt die Summe der 10 folgenden Staaten (mal abgesheen, von Sonderausgaben in der EU wegen des Ukrainekrieges).

Und mit vielen davon ist man theoretisch sogar verbündet, wenn man das nicht gerade alles in den Wind schießen würde.

Das Kriegsbudget der Staaten ist völlig überaufgebläht. Wenn dem Pentragon eines nicht fehlt, ist es Geld.
Was soll das?

Macht, Stärke.

Bis einem dann die Schulden um die Ohren fliegen und man plötzlich sehr schwach wird, weil man die Zinsen nicht mehr zahlen kann.

Trump wendet hier dasselbe Zugzwang-Szenario auf die USA an, das die USA Mitte der 80er auf die damalige Sowjetunion angewandt hatten: Die Ausgaben für innere und äußere Sicherheit werden über ein nachhaltig finanzierbares Maß hinaus gesteigert.

Jetzt sind die USA natürlich nicht die Sowjetunion und haben eine völlig anders strukturierte Wirtschaft, aber schon mal ist eine Supermacht quasi von einem Tag auf den anderen implodiert.
Ich halte das mittelfristig auch bei den USA für möglich.
Die internationale Flucht aus dem US Dollar hat ja bereits eingesetzt.

Ich habs ja schon mal gesagt:
Wenn die USA ihren Machtstatus seit 1945, die Verzahnung von Wirtschaftskraft, Reservewährung, Soft-Power und militärischer Power mit den anderen westlichen Demokratien bewusst zerstören wollten - viel effektiver als aktuell könnten sie dabei gar nicht vorgehen.

Solche Meldungen ziehen bei seinen Wählern und vielen Republikanern eben sehr gut. So kann man von dem vielen anderen Misserfolgen ablenken.

Angetreten war Trump mit einem extrem großen Sparversprechen und als "Friedenspräsident". _Das_ kam bei seinen Wählern gut an. Schon bei der Art, wie und was von "DOGE" gekürzt wurde, hatten sich ja einige die Augen gerieben.
Wenn das jetzt ins Gegenteil verkehrt wird, könnten sich mehr der gemäßigten Wähler von im abwenden.
Seine Fans/Follower/Kult-Mitglieder finden ihn aber wohl weiter toll, egal was er macht. Mal gespannt ob das dann auch bei den absehbar notwendigen massiven Steuererhöhungen der Fall sein wird...

Dieser Beitrag wurde am 08.01.2026 18:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.01.2026 - 22:29 Uhr
UserIRIS
User (86 Beiträge)
Wenn diese 500 Mrd. wie er sagt wirklich vollständig durch Zolleinnahmen gedeckt sind mag das nur halb so schlimm sein aber wenn diese wirklich dermaßen hoch sind und mangels US Alternativen zu den Importen wohl noch eine Weile lang so hoch bleiben fragt man sich schon warum er die nicht zum Schuldenabbau einsetzt.
500 Mrd. sind 1,3% der Gesamtverschuldung von 36 Billionen und das in einem Jahr d.h. wenn man das solange die Zolleinnahmen sich auf dem Niveau bewegen d.h. vielleicht ein Jahrzehnt oder so konsequent durchzieht kann hat man die Verschuldung im Griff und kann sie am Ende durch eingesparte Zinsen unterm Strich sich quasi selbst abbauen lassen.

Alternativ könnte man es beim Abbau durch Inflation belassen und die eingesparten Zinsen dem Militär als dauerhafte, zuverlässige Haushaltsmittel zukommen lassen.

Vielleicht wissen die USA aber ja auch schon dass sie zeitnah kriegsbereit sein müssen.
Ich meine sein ausgefeiltes Vorgehen gegen den Iran, Maduro und seine jüngsten Äußerungen über Putin welcher ihn angelogen hätte zeigen dass Trump seiner Exekutive inzwischen durchaus vertraut.


Bei sowas frag ich mich immer inwiefern er sich seit seiner ersten Amtszeit und insb. seit dem Attentat verändert hat.
Verfolgt der jetzt eine langfristige, versteckte Agenda wie ein gerissener Berufspolitiker oder ist er im Grunde noch der alte impulsive Grantler?
Manchmal wirkt er so und machmal wieder anders.

Schlaue Ratschläge aus dem ebenfalls abschmierenden Deutschland werden ihn auf jeden Fall kaum zum Nachdenken bewegt haben.
Beitrag vom 08.01.2026 - 22:36 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Die Budgeterhöhung auf 1,5 Mrd$ bis 2027 sorgt aber ‚lediglich‘ dafür, dass das Verteidigungsbudget von derzeit ca. 3,4% auf 4,9% des BIP wächst, wann dann in etwa bei der von Trump geforderten Zielmarke von 5% liegen würde. Insofern handelt Trump hier gemäß seiner eigenen Forderungen nur konsequent (außnahmsweise einmal). Und auf dem Niveau befanden sich die US-Verteidigungsausgaben schon mal ca. 2010.

Aber egal wie: Macron, Merz und Starmer tun gut daran, ganz konkret und jetzt eine europäische Zukunft ohne die USA zu entwickeln, denn der finale Bruch mit Europa (=NATO-Austritt der USA) ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Nährboden dafür ist mit dem Grönlandkonflikt bereits gelegt.

Dieser Beitrag wurde am 08.01.2026 22:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.01.2026 - 22:58 Uhr
UserIRIS
User (86 Beiträge)
Aber egal wie: Macron, Merz und Starmer tun gut daran, ganz konkret und jetzt eine europäische Zukunft ohne die USA zu entwickeln, denn der finale Bruch mit Europa (=NATO-Austritt der USA) ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Nährboden dafür ist mit dem Grönlandkonflikt bereits gelegt.

Unabhängigkeit ist nie verkehrt aber man sollte sich von Trump und insb. den dummen, hysterischen Medien auf keinen Fall zu kurzfristigen, impulsiven Entscheidungen provozieren lassen.

In den USA sind bald Zwischenwahlen und danach sieht die Welt möglicherweise wieder ganz anders aus und selbst wenn nicht dann ist er spätestens 2028 nicht mehr Präsident und mindestens 80% der Politik der USA welche Europa sauer aufstößt geht ausschließlich von seiner Person aus.

JD Vance ist ein seltsamer Kautz den keiner wählen wird und wenn Marco Rubio sein Nachfolger werden sollte kann Putin schon mal eine Zahnbürste, Augenbinde und Kopfhörer einpacken und sollte es ein Demokrat werden wird eben das Biden Spiel weitergespielt bis Russland von selber zusammenfällt.
Beitrag vom 09.01.2026 - 10:44 Uhr
UserMHalblaub
User (1241 Beiträge)
Wenn diese 500 Mrd. wie er sagt wirklich vollständig durch Zolleinnahmen gedeckt sind mag das nur halb so schlimm sein [...]

Zolleinnahmen sind nur eine zusätzliche Mehrwertsteuer für die US-Bürger, die der Importeur (sitzt in den USA) zu zahlen hat.
Beitrag vom 09.01.2026 - 14:40 Uhr
UserAngros
User (864 Beiträge)
Wenn diese 500 Mrd. wie er sagt wirklich vollständig durch Zolleinnahmen gedeckt sind mag das nur halb so schlimm sein [...]

Zolleinnahmen sind nur eine zusätzliche Mehrwertsteuer für die US-Bürger, die der Importeur (sitzt in den USA) zu zahlen hat.

Die Zolleinnahmen wurden nun auch bereits wie oft schon verplant für diverse Projekte, Steuerzuckerln und Entschädigungen (bspw. für die Soja-Bauern)?
Beitrag vom 09.01.2026 - 18:00 Uhr
Userfbwlaie
User (5330 Beiträge)
SDI 2.0 bzw. Golden Dome muss doch nun finanziert werden. Das ist mit dem vorherigen Etat doch kaum zu schaffen.
Falls aus SDI nichts gelernt wurde, landen theoretisch dual use Anwendungen im Tresor...

Beitrag vom 09.01.2026 - 20:43 Uhr
UserJumpfly
User (573 Beiträge)
Die Stärke müssen die USA also bewahren und ausbauen damit sie weiter in Frieden leben können... Ist das denn derzeit so? Schauen wir uns doch einfach mal an wer den Frieden der USA gefährtet:
Trump ließ seit seiner Wiederwahl Militäraktionen durchfahren gegen: Iran, Jemen, Nigeria, Syrien, Irak, Venezuela und Somalia. In seiner ersten Amtszeit kamen noch Libyen, Pakistan, Niger und Afghanistan zusätzlich dazu.
Seit Amtsantritt 2025 droht Trump zudem vielen Ländern zusätzlich mehr oder weniger offen mit Militäraktionen, darunter alle nahen und etwas weiteren nachbarn wie Kanada, Mexico, Panama, Kolumbien, Grönland...
Man könnte also auch schlussfolgern, dass man durch das Ende von Trump mindestens die Mehrausgaben problemlos wegfallen lassen könnte. Zusätzlich könnte man sich ja auch einfach auf Partnerschaften konzentrieren, denn die meisten größeren Militärstaaten standen auf der Liste der Bündnispartner. Seit Trump hat diese Zahl deutlich abgenommen und die Skepsis steigt. Es bleibt die Frage was Trump noch alles anstellt bis man in den USA feststellt, dass man pleite ist, zu lange über den eigenen Verhältnissen gelebt hat und sich mit dem Festhalten an fossilen Brennstoffen einer wichtigen Zukunftstechnik beraubt hat. Auch wenn man nun kurzfristig Ölquellen erobern kann wird das die Perspektive für die langfristige Zukunft weiter verdunklen. Ich finde das sehr bedauerlich, bin ich doch in einer Zeit aufgewachsen in der man die USA um viele Errungenschaften beneidete und vieles von dort kopiert hat. Mittlerweile schaue ich mir die USA an und frage mich wie man die Infrastruktur so herabwirtschaften konnte, mit teils so veralteter Technik noch so selbstbewusst auftritt und wie man sich als so großes Volk so einfach von einigen Medien und Trump für blöd verkaufen lässt. Ein Mann der chronisch lügt, sich hochpeinlich benimmt, Bündnispartner der USA lautstark vor den Bus wirft und die USA international isoliert. Ich hoffe für die US Amerikaner, dass sie nicht irgendwann mal auf Hilfe anderer Länder angewiesen sind, die Hilfe wird überschaubar sein und wie bei Trump nur gegen massive Entschädigung erfolgt. Die Zeiten in denen eine ideologische Gemeinsamkeit eine Gemeinschaft gegründet hat sind rum. Man sollte sich als Europa in Gedanken rufen, dass die Macht der USA in dieser Hemisphäre in erster Linie durch Zugeständnisse der Bündnispartner erfolgt. Es sollte kritisch hinterfragt werden, ob US Militärbasen in Europa weiter gewünscht oder geduldet sein sollten. Wie möchten die USA hier Ihre Macht projezieren ohne Militärbasen? Der russische Tanker hätte nicht aufgebracht werden können wenn man nicht für einen Tanker gleich einen ganzen Flugzeugträgerverband dafür mobilisieren möchte.