Beitrag vom 30.05.2026 - 09:45 Uhr
Moin allerseits,
ich finde die Konstellation im Sinne des Luftverkehrsrechts total spannend. Zum einen gehört Großbritannien ja nicht mehr zur EU und dazu ein Investor für ein Unternehmen, dass auch ganz viele Flüge innerhalb der EU durchführt.
Also - gibt für alles kreative Lösungen aber genau darauf bin ich sehr gespannt, wie man das gut löst.
Beitrag vom 30.05.2026 - 10:18 Uhr
Moin allerseits,
ich finde die Konstellation im Sinne des Luftverkehrsrechts total spannend. Zum einen gehört Großbritannien ja nicht mehr zur EU und dazu ein Investor für ein Unternehmen, dass auch ganz viele Flüge innerhalb der EU durchführt.
Also - gibt für alles kreative Lösungen aber genau darauf bin ich sehr gespannt, wie man das gut löst.
Das ist bereits gelöst, in der jetzigen Struktur. Bei einer vollständigen Übernahme würde das Konstrukt aber nicht funktionieren. Bleibt eine Minderheitsbeteiligung und der Mehrheit der Stimmrechte bei Stelios Haji-Ioannou (Zypriote) und weiterhin Abspaltung der Easyjet Europe. Wenn man alles will muss Easy Europe auch abgespalten werden und dieser Teil muss a. mehrheitlich in europäischem Besitz sein und b. die operativen Entscheidungen über diese Tochter müssen auch mehrheitlich unter europäische Kontrolle sein. (Ownership und Control) Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Verordnung (EG) Nr. 1008/2008
Art. 4(f) verlangt, dass das Unternehmen:
"mehrheitlich im Eigentum von Mitgliedstaaten und/oder Staatsangehörigen von Mitgliedstaaten steht und von diesen tatsächlich kontrolliert wird ..."
Die Verordnung spricht also ausdrücklich von zwei getrennten Voraussetzungen:
Ownership (Eigentum)
Mehr als 50 % des Eigentums müssen EU-Staaten oder EU-Bürgern gehören.
Effective Control (tatsächliche Kontrolle)
Die strategische Kontrolle muss ebenfalls bei EU-Personen liegen.
Dieser Beitrag wurde am 30.05.2026 10:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.05.2026 - 20:11 Uhr
Vielen Dank für die umfangreichen Erkäuterungen!
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Beitrag vom 30.05.2026 - 23:44 Uhr
Vielen Dank für die umfangreichen Erkäuterungen!
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Condor.
Beitrag vom 31.05.2026 - 00:40 Uhr
Vielen Dank für die umfangreichen Erkäuterungen!
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Condor.
Hä? Hab ich irgendwas verpasst in Sachen Condor Eigentümer?
Beitrag vom 31.05.2026 - 08:10 Uhr
Vielen Dank für die umfangreichen Erkäuterungen!
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Condor.
Hä? Hab ich irgendwas verpasst in Sachen Condor Eigentümer?
https://www.uamr.de/wem-gehoert-condor/ Beitrag vom 31.05.2026 - 13:14 Uhr
Hieß es letztes Jahr nicht erst, Attestor will sich wieder von Condor trennen und sucht deshalb einen Käufer für seine Anteile??
Beitrag vom 31.05.2026 - 14:27 Uhr
Hieß es letztes Jahr nicht erst, Attestor will sich wieder von Condor trennen und sucht deshalb einen Käufer für seine Anteile??
Ja das ist wohl so. Deshalb gibt es ja die 'Untegangsszenarien' ... .
Beitrag vom 31.05.2026 - 15:40 Uhr
Vielen Dank für die umfangreichen Erkäuterungen!
Ein Muster dafür könnte auch eine Ferienfluggesellschaft sein, die ab 30. September genau vor diesem Problem steht.
Welche meinen Sie da?
Condor.
Hä? Hab ich irgendwas verpasst in Sachen Condor Eigentümer?
Sieht so aus. Der gepostete Link ist Murks und vieles darin falsch. Der beschreibt zB. was die polnische PLG alles mit Condor macht usw. Scheint ziemlich outdated, eine seriöse Quelle ist das jedenfalls nicht.
Das Ganze ist ziemlich komplex und verschachtelt. In a Nutshell - am 30. Sep 2026 muss Attestor ihre Kaufoption für die restlichen Condoranteile ausführen. Damit reißen sie aber die Ownership und Control Limits. Dafür braucht es eine Lösung.
Eine Lösung wäre ein EU-konformer Käufer von mindestens 51% der Anteile. Danach, stand heute, sieht es nicht aus, zumindest ist nichts bekannt. Aber eine Lösung muss her, sonst würde am 1. Oktober eine bekannte Airline vermutlich Klage wegen Verstoß EU-Recht einreichen.
Danach hätte Castlelake ein ähnliches Problem wie Attestor.
Beitrag vom 01.06.2026 - 08:37 Uhr
Airliners.de hat sich mit dem finanziellen Hintergrund der Condor beschäftigt. Wer über eine Stunde Zeit investieren will kann sich auf YouTube
"Condor-Schulden erklärt: Was am 30. September alles abgerechnet wird"
https://www.youtube.com/watch?v=H59SZRen6Mg
antun.
Ist eine Recherche von zwei Journalisten ;)