Beitrag vom 03.04.2025 - 20:31 Uhr
Das ist leider eine ganz schlechte Idee und eine Art Geld zu verbrennen. Der Drohnenmarkt ist dermaßen dynamisch und schnelllebig, dass ein Vorrat an Drohnen in wenigen Monaten Potenzial zum Elektroschrott hat. Drohnen sollten immer in Time produziert werden. Daher würde ich eher schauen eine Produktionsstätte aufzubauen, die nie stillsteht. Die neuesten "nderung müssen dann immer sofort in der laufenden Produktion intrigiert werden. Allein das ist für die Bundeswehr bei den derzeitigen Strukturen eine fast unmögliche Mission. Da muss sehr viel an den Prozessen und dem Beschaffungswesen verändert werden.
Warum ich so argumentiere? Ein Blick in die Ukraine genügt.
Dort halten Neuheiten teils nur paar Tage und Wochen bis sie in einem atemberaubend schnellen Schlagabtausch schon wieder überarbeitet und geändert werden müssen, weil die Gegenseite Gegenmaßnahmen genau so schnell entwickelt.
Siehe allein elektronische Gegenmaßnahmen, Glasfaserkabel und die ersten Ansätze das wieder auszuhebeln.
Beitrag vom 04.04.2025 - 07:45 Uhr
Das ist leider eine ganz schlechte Idee und eine Art Geld zu verbrennen.
Im Artikel steht nur:
Das Verteidigungsministerium will für die Bundeswehr moderne und mit Sprengsätzen versehene Angriffsdrohnen beschaffen.
Die Alternative wäre, keine Drohnen zu beschaffen.
Wie, bei wem, in welchem Umfang, mit welcher Nachbeschaffungsrate, etc. wurde doch noch gar nicht veröffentlicht.
Wird ja jetzt wohl niemand heute 50.000 Drohnen kaufen und einlagern wollen, um sie dann in 10 Jahren auszupacken und festzustellen, dass sie a) veraltet und b) die Akkus hin sind.
Beitrag vom 04.04.2025 - 10:51 Uhr
Wird ja jetzt wohl niemand heute 50.000 Drohnen kaufen und einlagern wollen, um sie dann in 10 Jahren auszupacken und festzustellen, dass sie a) veraltet und b) die Akkus hin sind.
Genau das verstehe ich basierend auf Erfahrungswerten darunter wenn das Beschaffungswesen der Deutschen Bundeswehr tätig wird, sonst hätte ich nicht meinen längeren Text verfasst.
Beitrag vom 04.04.2025 - 11:01 Uhr
Wird ja jetzt wohl niemand heute 50.000 Drohnen kaufen und einlagern wollen, um sie dann in 10 Jahren auszupacken und festzustellen, dass sie a) veraltet und b) die Akkus hin sind.
Genau das verstehe ich basierend auf Erfahrungswerten darunter wenn das Beschaffungswesen der Deutschen Bundeswehr tätig wird, sonst hätte ich nicht meinen längeren Text verfasst.
Wie hab ich mir diese Idee denn vorzustellen?
Eine Produktion, die nie still steht... also wird da tagtäglich etwas produziert von jetzt bis wir irgendwann wieder sagen: "Jetzt ist Frieden auf der Welt!" ?
Was machen wir denn mit dem ganzen Output dieser Produktionsstätte, bis wir wirklich in ein Kriegsszenario kommen?
Beitrag vom 04.04.2025 - 13:50 Uhr
Wird ja jetzt wohl niemand heute 50.000 Drohnen kaufen und einlagern wollen, um sie dann in 10 Jahren auszupacken und festzustellen, dass sie a) veraltet und b) die Akkus hin sind.
Genau das verstehe ich basierend auf Erfahrungswerten darunter wenn das Beschaffungswesen der Deutschen Bundeswehr tätig wird, sonst hätte ich nicht meinen längeren Text verfasst.
Wie hab ich mir diese Idee denn vorzustellen?
Eine Produktion, die nie still steht... also wird da tagtäglich etwas produziert von jetzt bis wir irgendwann wieder sagen: "Jetzt ist Frieden auf der Welt!" ?
Was machen wir denn mit dem ganzen Output dieser Produktionsstätte, bis wir wirklich in ein Kriegsszenario kommen?
Tatsächlich genau so wie ich es meine. Und nein, auch in Friedenszeiten steht diese Produktion bis auf Weiteres niemals still.
Aktuell liefert man das einfach an die Ukraine und später nach Kriegsende fährt man die Produktuon runter, aber stoppt sie niemals und entwickelt die Drohnen während der Produktion fortlaufend subventioniert weiter, um im Bedarfsfall dann die Produktion ohne Neuaufbau von Forschung, Technologie und unzähliger Bürokratie skalieren zu können. Alles andere ergibt bei dieser rasanten Entwicklung von Dohnen derzeit keinen Sinn. In der Ukraine sind Drohnenmodelle ohne Weiterentwicklung in der Regel binnen Wochen, spätestens Monaten unbrauchbar, weil es schon wieder Gegenmaßnahmen gibt und dann wird daran modifiziert, bis Sie wieder ihren Zweck erfüllen.
Ich empfehle hierzu mal z.B. diesen Beitrag ab 1:58:50 bis 2:12:00:
https://www.youtube.com/watch?v=CqfCJooyhbg&t=7130s
Vielleicht wird es dann schlüssiger, der Kollege erklärt das sehr gut.
Für Standard Munition wie z.B. 155mm, die man auf Vorrat produzieren kann und muss, stehen wir vor einem ähnlichen Dilemma und bräuchten daher erst einmal große Lager in der Tiefe, die hier eben kein Problem sind, weil sie technisch nicht großartig veralten.
Fährt man die Produktion in Friedenszeiten und vollen Lagern auf ein Minimum zurück, dauert es eben sehr lange, bis die Fabriken wieder hochgelaufen sind. Bei der Drohnenproduktion ist diese Denkweise nicht tragbar und lässt einen massiv ins Hintertreffen geraten.
Hier hat Deutschland aktuell Munition für 2,5 Tage für einen durchschnittlichen militärischen Konflikt.
Das heißt z.B. für unsere derzeit vorhandenen 120 Artilleriegeschütze (mehr haben wir derzeit nicht) und einem Verbrauch von 200 Geschossen pro Geschütz und Tag braucht es allein rund 26 Millionen Granaten (120 Geschütze * 200 Geschosse * 365 Tage * 3 Jahre), um die Zeit zu überbrücken, die die Industrie benötigt (eben ca. 3 Jahre), um im Bedarfsfall eine deckende Produktion für einen längeren Konflikt zu erreichen. Und da sind noch keine Ersatzteile wie verschlissene Rohre etc. mit eingerechnet. Wohlgemerkt bei unserer mikriken Artillerie von aktuell gerade einmal 120 Geschützen.
Das sind dann bei rund 2.500-3.500? Kosten pro Geschoss mal eben rund 66-92 Milliarden Euro, nur um diesen einen Missstand zu beheben.
Wir krebsen derzeit herum und liefern der Ukraine alle paar Monate mal niedrige bis mittlere 5 stellige Mengen. Die Gesamte EU schafft mit viel Glück und vereinten Kräften + Zukäufen in 2025 50% des Jahresbedarfs der Ukraine zu decken.
Nur damit mir hier mal eine Idee davon bekommen wie mies wir derzeit allein in diesem kleinen Teilbereich eigentlich aufgestellt sind, um lediglich wehrfähig zu werden, da haben wir noch nichts "aufgerüstet" (Grüße an die Linken und das BSW).
Die Munitionsbestände für MLRS, Kampfjets, Panzer und das Heer sind ähnlich prickelnd wie die der Artillerie. Und auch hier nur von ausreichend Munition für die paar Geräte die wir haben gesprochen, also unsere rund 200 Kampfpanzer, paar MARS und paar Eurofighter und 180.000 Soldaten. Kann ja jeder selbst ausrechnen, was da so für Vorräte nur für das wenige Gerät dass wir besitzen nötig wären, um zumindest mal 1 Jahr wehrfähig zu sein. Aber auch hier benötigt man eigentlich ne Produktion von 3 Jahren, denn gerade Raketen brauchen sehr lange in der Herstellung.
Ich gehe davon aus, dass man allein für Depots für eine glaubhafte Wehrhaftigkeit schon 500 Milliarden Euro ausgeben kann ohne dass man auch nur ein Stück Neugerät angeschafft hat.
Und es würde bei den aktuell zur Verfügung stehenden Kapazitäten locker 10-15 Jahre dauern, nur um die Depots aufzubauen.
Und dann bitte einmal auf die NATO skalieren und dann weiß man, warum der Irre aus Washington auch in dieser Sache rumpoltert. Denn so sehr ich ihn für alles Mögliche für komplett inkompetent und untragbar halte, was er derzeit in den USA und in der ganzen Welt anrichtet, in Sachen "alle Verbündeten haben sich militärisch auf Amerika ausgeruht" hat er 100% Recht und uns korrekt den Spiegel vor die Nase gehalten.
Dieser Beitrag wurde am 04.04.2025 14:30 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 04.04.2025 - 17:11 Uhr
Im Grunde ist so eine Kleindrohne ja eine fliegende Platine und auf der bzw. auf den Platinen passiert ja auch die Innovation (Funk, Optronik usw.) und nicht am Propeller, Akku, Elektromotor oder Schaumstoffrumpf also müsste man diese Dinge eigentlich durch z.B. Steckkarten voneinander trennen denn so billig dass sich sowas nicht lohnen würde sind diese Drohnen auch wieder nicht.
Es gab vor so 20 Jahren bei Conrad mal einen Quadrocopter bei dem das genau so gelöst wurde.
Bei den allermeisten Raketen kann man ja auch die Sektionen trennen und öffnen um z.B. nach so und so vielen Jahren Lagerzeit einen schlecht gewordenen Raketenmotor oder einen veralteten GPS Empfänger auszutauschen und das wird ja auch gemacht. Natürlich werden die dadurch minimal schwerer aber dafür eben auch massiv günstiger im Unterhalt.
Als größtes Risiko für die Zukunftsfähigkeit dieser Angriffsdrohnen sehe ich die elektromagnetische Verträglichkeit denn wie will man die bitte gewährleisten?
Eine dünne leitfähige Beschichtung schmilzt/ brennt beim ersten Impuls einfach weg und eine dicke wäre zu schwer. Einfach Abstand zu halten funktioniert nur für Aufklärungsdrohnen.
In den USA sind bereits spezialisierte Mikrowellen Kanonen in der Erprobung und nachdem die auf ganz normaler GaN Radartechnik aufbauen stellt sich natürlich die Frage inwiefern man nicht auch moderne GaN Luftüberwachungsradare einfach per Software dazu befähigen kann denn deren elektrische Leistung würde noch und nöcher reichen und die Antenne hat auch dadurch dass sie wesentlich größer ist d.h. mehr Antennenelemente als die Kanonen hat natürlich eine noch höhere Richtwirkung und Reichweite.
Beitrag vom 04.04.2025 - 18:31 Uhr
So allumfassend praxistauglich sind Strahlenwaffen (Laser, Mikrowellen) noch nicht, da es kaum tragbare Formate gibt, die auch noch günstig zu erwerben sind. Daher ist das für mich zu vernachlässigen.
Wichtig sind Maßnahmen gegen elektronische Störsender. Und hier gibt es auch eine Menge Dynamik. Die von mir erwähnten Ansätze mit Glasfaserkabel, beschränkt zwar die Reichweite, ist aber erst einmal immun gegen elektronische Störmaßnahmen. Hier hat die Ukraine nun aber eine Idee das Kabel sichtbar zu machen, um so die Quelle zu orten. Es geht hin und her. Ein anderer Ansatz ist bei Ausfall der Datenübertragung KI-gestützte Zielerkennung zu verwenden, das ist aktuell schwer auf dem Vormarsch und in Massen ebenfalls vergleichsweise günstig zu halten. Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Beitrag vom 04.04.2025 - 18:43 Uhr
Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Auch wenn ich Ihnen, was die Dynamik und die schlechte Ausstattung der Bundeswehr zustimme, widersprechen Sie sich mit Ihrem Ansatz in meinen Augen selbst. Auf der einen Seite sagen Sie, dass man jetzt nicht irgendwas kaufen soll, was quasi morgen nicht mehr up to Date ist, da man so Geld verschwenden würde, auf der anderen Seite wollen Sie mehr oder weniger ab jetzt am laufenden Band ununterbrochen die nächsten Jahre Drohen produzieren. Auch diese drohen sind doch direkt ??Geldverschwendung?, oder wo sehen Sie da den Unterschied?
Ja, man kauft vielleicht nicht jetzt Drohnen, die dann in 5 Jahren veraltert geliefert werden, aber nichtsdestotrotz haben Sie in 5 Jahren veralterte Drohnen; nur halt in verschiedenen Versionen veraltert.
Beitrag vom 04.04.2025 - 20:02 Uhr
Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Auch wenn ich Ihnen, was die Dynamik und die schlechte Ausstattung der Bundeswehr zustimme, widersprechen Sie sich mit Ihrem Ansatz in meinen Augen selbst. Auf der einen Seite sagen Sie, dass man jetzt nicht irgendwas kaufen soll, was quasi morgen nicht mehr up to Date ist, da man so Geld verschwenden würde, auf der anderen Seite wollen Sie mehr oder weniger ab jetzt am laufenden Band ununterbrochen die nächsten Jahre Drohen produzieren. Auch diese drohen sind doch direkt ??Geldverschwendung?, oder wo sehen Sie da den Unterschied?
Ja, man kauft vielleicht nicht jetzt Drohnen, die dann in 5 Jahren veraltert geliefert werden, aber nichtsdestotrotz haben Sie in 5 Jahren veralterte Drohnen; nur halt in verschiedenen Versionen veraltert.
Nein, da ist kein Widerspruch.
Man macht z.B. jetzt einen dauerhaften Liefervertrag mit einem Hersteller.
Dieser produziert eine gewisse Menge pro Monat. In Kriegszeiten mehr, in Friedenszeiten weniger.
95% davon gehen dann derzeit bei erhöhter Produktion als Verkauf an die Ukraine
5% behält Deutschland, um mit den Soldaten daran zu üben.
Da es ja alles FPV Drohnen sind, die man genau 1x verwenden kann, werden sie ja im Training, wie eine Granate, eine Rakete, oder eine Patrone auch kontinuerlich weggeschrottet. Kampfdrohnen sind Einmal-Güter, die wie Munition zu werten sind.
Und während diese kontinuierliche Produktion läuft bekommt der Hersteller kontinuierlich Update Anforderungen geliefert - und das Pronto und nicht nach 5 Jahren in einer Arbeitsgruppe, über 4 Tonnen Papier und 37 genehmigende Instanzen, wo am besten noch jeder ein Vetorecht hat, um den derzeitigen Zustand zu überspitzen.
Die Produktion wird on the fly agil permanent angepasst. Genau so funktioniert das auch aktuell sowohl bei der Ukraine, als auch bei Russland. Da gibt es keine 5 Jahre. Die Berichte von der Front wandern ohne große Umwege schnellstens in die Drohnenfabriken zur Anpassung des Produkts auf die geänderten Gegebenheiten, hier reden wir von maximal Wochen.
So hat man ständig das aktuell wirksamste Modell zur Lieferung und zum Training zur Verfügung und kann im Kriegsfall die Produktion nach oben skalieren.
Auch für die Soldaten ist das somit ein kontinuierlicher Lernprozess, der nie abgeschlossen ist. Praktisch wie ein ITler. Und so begeistert man als Nebenwirkung auch sicherlich den einen oder anderen mehr zur Bundeswehr zu gehen, wenn er dort immer das technisch neueste Gerät zur Verfügung hat.
Das ist zwar ein kontinuierlicher Geldabfluss zur Erhaltung der Produktionsstruktur, aber eben keine Geldverschwendung wie eine auf Jahre angelegte Lagerhaltung von 1 Mio vorproduzierter Drohnen, die bei der derzeitigen Entwicklung in 6 Monaten wertloser Elektroschrott sind, weil sie durch die Weiterentwicklung der Gegenmaßnahmen nicht mehr wirken.
Bei Drohnen muss man einfach anders denken als bei Panzern, Flugzeugen, Artillerie und klassischer Munition.
Schauen Sie sich auch mal das von mir verlinkte Video an. Auch dort wird das ähnlich erläutert.
Deshalb muss sich die Bundeswehr in diesem Segment völlig neu aufstellen. Als der derzeitge lahme, träge ?ltanker auf dem Ozean funktioniert das nicht. Entwicklungstempo und Dynamik ist hier alles, wenn man vor die Welle kommen und dort bleiben will. Praktisch so wie Bewegungskrieg vs. Stellungskrieg.
Dieser Beitrag wurde am 04.04.2025 20:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.04.2025 - 20:44 Uhr
Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Auch wenn ich Ihnen, was die Dynamik und die schlechte Ausstattung der Bundeswehr zustimme, widersprechen Sie sich mit Ihrem Ansatz in meinen Augen selbst. Auf der einen Seite sagen Sie, dass man jetzt nicht irgendwas kaufen soll, was quasi morgen nicht mehr up to Date ist, da man so Geld verschwenden würde, auf der anderen Seite wollen Sie mehr oder weniger ab jetzt am laufenden Band ununterbrochen die nächsten Jahre Drohen produzieren. Auch diese drohen sind doch direkt ??Geldverschwendung?, oder wo sehen Sie da den Unterschied?
Ja, man kauft vielleicht nicht jetzt Drohnen, die dann in 5 Jahren veraltert geliefert werden, aber nichtsdestotrotz haben Sie in 5 Jahren veralterte Drohnen; nur halt in verschiedenen Versionen veraltert.
Nein, da ist kein Widerspruch.
Man macht z.B. jetzt einen dauerhaften Liefervertrag mit einem Hersteller.
Dieser produziert eine gewisse Menge pro Monat. In Kriegszeiten mehr, in Friedenszeiten weniger.
95% davon gehen dann derzeit bei erhöhter Produktion als Verkauf an die Ukraine
5% behält Deutschland, um mit den Soldaten daran zu üben.
Das heißt Sie gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg so lange dauern wird, bis wir selbst wieder im Krieg sind, damit diese Logik aufgeht?
Beitrag vom 04.04.2025 - 21:09 Uhr
Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Auch wenn ich Ihnen, was die Dynamik und die schlechte Ausstattung der Bundeswehr zustimme, widersprechen Sie sich mit Ihrem Ansatz in meinen Augen selbst. Auf der einen Seite sagen Sie, dass man jetzt nicht irgendwas kaufen soll, was quasi morgen nicht mehr up to Date ist, da man so Geld verschwenden würde, auf der anderen Seite wollen Sie mehr oder weniger ab jetzt am laufenden Band ununterbrochen die nächsten Jahre Drohen produzieren. Auch diese drohen sind doch direkt ??Geldverschwendung?, oder wo sehen Sie da den Unterschied?
Ja, man kauft vielleicht nicht jetzt Drohnen, die dann in 5 Jahren veraltert geliefert werden, aber nichtsdestotrotz haben Sie in 5 Jahren veralterte Drohnen; nur halt in verschiedenen Versionen veraltert.
Nein, da ist kein Widerspruch.
Man macht z.B. jetzt einen dauerhaften Liefervertrag mit einem Hersteller.
Dieser produziert eine gewisse Menge pro Monat. In Kriegszeiten mehr, in Friedenszeiten weniger.
95% davon gehen dann derzeit bei erhöhter Produktion als Verkauf an die Ukraine
5% behält Deutschland, um mit den Soldaten daran zu üben.
Das heißt Sie gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg so lange dauern wird, bis wir selbst wieder im Krieg sind, damit diese Logik aufgeht?
Momentan ist nicht von einem Kriegsende auszugehen. Und deshalb heißt es eben am Ball zu bleiben.
Das Lerntempo, als auch das Veränderungstempo ist eben aktuell so wie es ist, atemberaubend.
Was in Friedenszeiten passiert habe ich bereits geschrieben. Produktion auf den Trainingsbedarf runter, aber nie auslaufen lassen, auch hier fließen Verbesserungen ein, aber natürlich nicht so schnell wie im Kriegsfall. Tritt dann der Fall noch mal ein, was wir nicht hoffen, wird man relativ schnell feststellen, an welcher Stelle man dann die Technik in der Produktion anpassen muss, während man wieder hochskaliert.
Eine Lagerhaltung auf Vorrat, oder gar ein Stopp der Produktion bringt einen bei dieser Waffengattung in jedem Fall massiv ins Hintertreffen als Bonus zum verschwendeten Kapital.
Ein Stopp der Produktion und Neuaufbau einer Produktion zuzüglich Entwicklung im Bedarfsfall bringt einen bis zu 3 Jahre ins Hintertreffen (siehe 155mm Produktion). Zeit, die man im Kriegsfall definitiv nicht hat.
Das man so wenig Verständnis für agile Produktion aufbringen kann wundert mich doch sehr für Meinungsschreiber in diesem Forum.
Im ?brigen: Wenn der Ukrainekrieg endet, geht es je nach Ausgang für uns in Europa erst so richtig los, denn dann is im Worst Case der Puffer Ukraine weg. Und Russland wird auch bei einem Kriegsende, unabhängig vom Ausgang in der Ukraine, den Teufel tun und seine massive Kriegswirtschaft in den nächsten Jahren einstellen. Die werden Ihre Bestände komplett auffüllen und darüberhinaus und dann wird es mit Anlauf nahtlos weitergehen. Für diesen Fall sollte man sich besser glaubhaft abschreckend ausrüsten, damit es der Agressor gar nicht erst in Versuchung kommt es zu versuchen, aber wenn doch, dass man nicht noch einmal so unvorbereitet ist und, wie es nach 3 Jahren Scholzscher Zeitenwende, die an keiner Stelle merklich spürbar ist, da steht. Wer das nach den vergangenen 3 Jahren und dem nun hinzugekommenen zusätzlichen Multipikator aus den USA immer noch nicht verstanden hat, ist in meinen Augen maximal blauäugig unterwegs.
Dieser Beitrag wurde am 04.04.2025 21:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.04.2025 - 21:17 Uhr
Was ich damit nochmal betonen möchte: Dieses Segment ist hochdynamisch und wahnsinnig schnell in Sachen altern. Deshalb auch mein langer Text und meine Kommentare weiter oben. Permanente ungebrochene Produktion die on the Fly in die laufende Produktion "nderungen übernimmt ist aktuell unerlässlich in dieser Waffengattung. Alles andere ist eine teure Geldverbrennungsmaschinerie für die Armeen und damit auch der derzeit äußerst starren und trägen, durch ewige Bürokratieketten gelähmten, Bundeswehr.
Auch wenn ich Ihnen, was die Dynamik und die schlechte Ausstattung der Bundeswehr zustimme, widersprechen Sie sich mit Ihrem Ansatz in meinen Augen selbst. Auf der einen Seite sagen Sie, dass man jetzt nicht irgendwas kaufen soll, was quasi morgen nicht mehr up to Date ist, da man so Geld verschwenden würde, auf der anderen Seite wollen Sie mehr oder weniger ab jetzt am laufenden Band ununterbrochen die nächsten Jahre Drohen produzieren. Auch diese drohen sind doch direkt ??Geldverschwendung?, oder wo sehen Sie da den Unterschied?
Ja, man kauft vielleicht nicht jetzt Drohnen, die dann in 5 Jahren veraltert geliefert werden, aber nichtsdestotrotz haben Sie in 5 Jahren veralterte Drohnen; nur halt in verschiedenen Versionen veraltert.
Nein, da ist kein Widerspruch.
Man macht z.B. jetzt einen dauerhaften Liefervertrag mit einem Hersteller.
Dieser produziert eine gewisse Menge pro Monat. In Kriegszeiten mehr, in Friedenszeiten weniger.
95% davon gehen dann derzeit bei erhöhter Produktion als Verkauf an die Ukraine
5% behält Deutschland, um mit den Soldaten daran zu üben.
Das heißt Sie gehen davon aus, dass der Ukraine-Krieg so lange dauern wird, bis wir selbst wieder im Krieg sind, damit diese Logik aufgeht?
Momentan ist nicht von einem Kriegsende auszugehen. Und deshalb heißt es eben am Ball zu bleiben.
Das Lerntempo, als auch das Veränderungstempo ist eben aktuell so wie es ist, atemberaubend.
Was in Friedenszeiten passiert habe ich bereits geschrieben. Produktion auf den Trainingsbedarf runter, aber nie auslaufen lassen, auch hier fließen Verbesserungen ein, aber natürlich nicht so schnell wie im Kriegsfall. Tritt dann der Fall noch mal ein, was wir nicht hoffen, wird man relativ schnell feststellen, an welcher Stelle man dann die Technik in der Produktion anpassen muss, während man wieder hochskaliert.
Eine Lagerhaltung auf Vorrat, oder gar ein Stopp der Produktion bringt einen bei dieser Waffengattung in jedem Fall massiv ins Hintertreffen als Bonus zum verschwendeten Kapital.
Ein Stopp der Produktion und Neuaufbau einer Produktion zuzüglich Entwicklung im Bedarfsfall bringt einen bis zu 3 Jahre ins Hintertreffen (siehe 155mm Produktion). Zeit, die man im Kriegsfall definitiv nicht hat.
Das man so wenig Verständnis für agile Produktion aufbringen kann wundert mich doch sehr für Meinungsschreiber in diesem Forum.
Das man bei anderer Meinung als der eigenen gleich wieder beleidigend werden muss, spricht schon für sich.
Ich habe versucht Ihren Gedankengang zu verstehen? wir haben in einem normalen Tonfall geredet? um und dann so ein letzter Satz. Was sind Sie nur für eine arme Seele?
Beitrag vom 04.04.2025 - 21:24 Uhr
Das man bei anderer Meinung als der eigenen gleich wieder beleidigend werden muss, spricht schon für sich.
Ich habe versucht Ihren Gedankengang zu verstehen? wir haben in einem normalen Tonfall geredet? um und dann so ein letzter Satz. Was sind Sie nur für eine arme Seele?
Mit Verlaub, ich kann keine Beleidigung in meinem letzten von Ihnen zitierten Satz feststellen. Es ist für mich eher eine Feststellung in einem technikaffinen Forum.
Und eine Beleidigung war auch nicht die Intension, allerdings verstehe ich ihren letzten Satz dann doch etwas in Richtung Beleidigung.
Ich habe meinen Beitrag zudem noch mehrfach überarbeitet, um einigen Text ergänzt und Ihren neusten Kommentar noch gar nicht gesehen gehabt.
Aber ich freue mich über die Aufklärung, dass es darum ging meine Gedankengänge zu verstehen, das kam so tatsächlich nicht bei mir rüber in Ihren Antworten.
Dieser Beitrag wurde am 04.04.2025 21:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2025 - 09:13 Uhr
@rambazamba123 spricht da schon ein Problem an, das nicht leicht zu lösen ist.
Ein kommerzieller Hersteller benötigt ständig Umsätze um nicht schließen zu müssen. Die Vorhaltung von Produktionseinrichtungen und Know-How ohne laufende Produktion sind teuer.
Die Vorhaltung von Lagern und Lieferverträgen für Zulieferteile und -Materialien über die gesamte beteiligte Lieferkette hinweg ebenso.
Und das Entwicklungstempo bei Klein-Drohnen ist hoch, vielleicht sogar vergleichbar mit der Entwicklung von Kampfflugzeugen 1914-1918. Von unbewaffneter Aufklärerung mit requirierten Zivilflugzeugen über improvisierte Granatenabwürfe bis zu vollständig ausdifferenzierten Bombern und Jagdflugzeugen in nur 4 Jahren.
Man kann nicht heute 5.000 Stück irgendwas kaufen, dann die Firma sich selbst überlassen und wenn man dann in 8 Jahren um die Ecke kommt und nochmal 50.000 Stück haben möchte, ist es a) veraltet und b) braucht man 2 Jahre um die Lieferkette wiederherzustellen.
Wenn die Firma und ihre Zulieferer dann überhaupt noch existieren.
Klar ist: Man kann Drohnen nicht mit der gleichen statischen Logik und langfristig gleichbleibender Spezifikation anschaffen wie einen Eurofighter, einen Leopard oder eine Fregatte. Das ist ein valider Punkt.
Wir sollten aber vielleicht mal abwarten, wie diese Beschaffung überhaupt laufen soll, bevor wir sie als Geldverbrennung kritisieren. Möglicherweise wird ein Teil des Gelds ja für Bereithaltung von Produktionslinien und laufende Weiterentwicklung investiert.
Dieser Beitrag wurde am 05.04.2025 12:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2025 - 19:52 Uhr
Dadurch dass Drohnen ja im Grunde nur fliegende Platinen sind bringt es auch garnichts eine "Drohnen-Industrie" zu unterhalten denn ein bisl Schaumstoff aufschäumen und n E-Motor reinkleben ist schnell getan.
Man müsste sich idealerweise über die Automobilindustrie die notwendigen Elektronikbauteile sichern. Die Anforderungen an Temperaturbeständigkeit, Feuchtigkeit usw. und Funktionalität sind ja auch sehr ähnlich.
Das größte Problem wären vermutlich die Fotosensoren denn die sind schon grundsätzlich vergleichsweise anspruchsvoll und zum anderen werden die trotz autonomen Fahren usw. vorallem für Unterhaltungselektronik gebraucht und die ist nunmal made in Asia.