Community / / Wie KI die Abfertigung in Frankfurt ...

Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 24.07.2025 - 16:00 Uhr
Usermpilot
User (659 Beiträge)
So fehlt mir einfach die Phantasie, was mittels Video KI in der Abfertigung beschleunigt werden wird. Sieht nach verkrampfter Aufgabenbeschaffung für Manuel van Esch,
GF von zeroG aus, oder vielleicht steht zeroG auch für alles in der Schwebe. Da werden die vielen FRA Schufter rund um den Flieger sicherlich wissbegierig sein, was sie so mit ihrer eigenen Intelligenz beim apron service nicht optimieren konnten. Das Projekt namens SEER scheint ja bereits seit 2023 zu existieren, lief wohl unter omerta, es wurde auch in der aero nicht darüber berichtet.
Der KI-gestützte Turnaround hier:

 https://newsroom.lufthansagroup.com/ki-gestuetzte--bodenprozesse-lufthansa-fraport-und-zerog-treiben-innovation-am-flughafen-frankfurt-voran/#
Beitrag vom 24.07.2025 - 16:17 Uhr
UserGB
User (973 Beiträge)
Die KI dient wie in allen ähnlichen Fällen, in denen sie als Heilmittel angepriesen wird, lediglich zur automatischen Erzeugung valider Eingaben in ein System.

Man könnte auch alle Beteiligten mit einer gemeinsamen Hard- und Software ausstatten und z.B. wie bisher den Tankwart selbst den Eintrag "auftanken abgeschlossen" melden lassen. Statt dessen wertet man mit etwas Aufwand entsprechende Videos aus und bringt einer Triggersoftware bei, diesen Eintrag ins System zu senden sobald kein Schlauch mehr rumliegt und der Tankwart wieder eingestiegen ist. Der braucht dann halt eine Dienstanweisung, dass nur noch links eingestiegen werden darf.

Die eigentliche Auswertung dieser Daten erfolgt aber weiterhin wie gehabt. Intelligent daran ist nur der Clou, dass künftig nicht mehr falsch eintippende Mitarbeiter Probleme auslösen können, sondern nur noch das "noch im Training befindliche KI-System" - der Mensch macht jetzt keinen Fehler mehr, das übernimmt die KI. Wer nimmt einer KI schon etwass krumm?
Beitrag vom 24.07.2025 - 18:01 Uhr
Userfliegerschmunz
User (900 Beiträge)
Es würde sicher schon viel helfen, wenn man etwas mehr natürliche Intelligenz einsetzen würde. Der ganze Hokuspokus ist unnütz, wenn irgendein Disponent nach 10 Minuten Wartezeit den Schlepper abberuft, weil wonders gleich schedule ist. Dann kommt start-up doch ganz plötzlich (weil ein anderer auch gerade keinen Trecker hat), man kann es aber nicht nutzen, weil man eben nicht pushen kann. Der Schlepper ist aber gerade auf dem Weg zu einem anderen Flugzeug dann bei einem anderen Flugzeug.
Nur ein beliebiges, aber sehr realitätsnahes Beispiel des täglichen Irrsinns in FRA.
Es ist schon lange an der Zeit, das Ganze mal wieder in den Blick zu nehmen, dann braucht man nämlich das Gepäck "unseres verspäteten Fluges" nicht mit dem Taxi hinterher zu fahren, und das, liebe BWLer macht das Ganze am Ende sogar billiger. Schaut ruhig mal über den Tellerrand Eures Profitcenters hinaus. Da gibt es tolle Dinge zu entdecken - vorausgesetzt man hat natürliche Intelligenz und setzt sie auch ein.
Beitrag vom 24.07.2025 - 19:54 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Nur ein beliebiges, aber sehr realitätsnahes Beispiel des täglichen Irrsinns in FRA.

Echt jetzt, das ist in 2025 noch ein manueller Prozess?
Beitrag vom 25.07.2025 - 07:48 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Nur ein beliebiges, aber sehr realitätsnahes Beispiel des täglichen Irrsinns in FRA.

Echt jetzt, das ist in 2025 noch ein manueller Prozess?
Messen und Erfassen kann man viel, aber mit der zunehmenden Detailtiefe steigt der Aufwand. Es gibt noch eine Menge Prozesse, die manuell ablaufen. Man weiß zwar über GPS, dass der Cateringwagen an der Position ist, ab nicht, wo da genau. Steht er schon an der Tür oder 2m davor, weil ein Gepäckwagen im Weg steht? Diese Daten werden manuell erfasst zB über den Fahrer und das System des Caterers ist nicht zwangsläufig mit dem der Airline/Flughafen usw. verbunden. Alles was benötigt wird, um Entscheidungen zu treffen wird nun zentral erfasst, abgeglichen mit den bekannten oder gelieferten Daten und so ein Gesamtbild erstellt. Wenn die Airline entscheiden muss, verspätete Transits sofort umzubuchen oder auf sie zu warten, dann kann die Info, Catering hat noch nicht angefangen, entscheidend für den Prozess sein. Ja, da braucht man viele Daten, aber die von vor Ort. Warum Catering zu spät ist oder die Crew noch nicht da ist, ist erst mal zweitrangig. Die Information darüber ist wichtig.
Es sind ja viele kleine Dinge, die hier Sand ins große Ganze streuen.
Beitrag vom 25.07.2025 - 08:07 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Danke.
Aber sowohl das o.g. manuelle Scheduling von Schleppern als auch die Zusammenführung von Daten zu Catering, Betankung, Beladung und Boarding wäre normalerweise erst mal ein klassisches Integrationsprojekt von Prozessen und IT der daran beteiligter Firmen.
Dann hätte man ein gemeinsames Lagebild und könnte auf diese Basis automatisch Ablaufpläne in Echtzeit anpassen und die Beteilgten koordinieren.
Ganz klassisch. Ohne KI, die Bildauswertungen macht.

Beitrag vom 25.07.2025 - 08:37 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Danke.
Aber sowohl das o.g. manuelle Scheduling von Schleppern als auch die Zusammenführung von Daten zu Catering, Betankung, Beladung und Boarding wäre normalerweise erst mal ein klassisches Integrationsprojekt von Prozessen und IT der daran beteiligter Firmen.
Dann hätte man ein gemeinsames Lagebild und könnte auf diese Basis automatisch Ablaufpläne in Echtzeit anpassen und die Beteilgten koordinieren.
Ganz klassisch. Ohne KI, die Bildauswertungen macht.

Sicher, dennoch wäre man immer davon abhängig, das alles gut zusammen läuft. Oft genug ist man nur ein Rädchen im Getriebe und welcher Aufwand/Kosten diese Synchronisation bedeutet erleben wir jedes Mal, wenn eine neue Airline in die Gruppe kommt. Aktuell ITA. FRA/MUC ist ja nur ein Bruchteil im Angebot der Gate Gourmet. Wenn die eine Software für ihre Prozesse entwickeln , dann denken die nicht an FRA/MUC denn BHX/MAN usw. hat wieder eigene Ideen und jede Airline für sich auch. Das würde nie enden. Jedes eigene Fine Tuning müsste immer mit allen Prozessbeteiligten abgestimmt werden. Da ist es doch einfacher, ich beschaffe mir die Daten, die ich brauche selbst.
Beitrag vom 25.07.2025 - 11:19 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Das würde nie enden. Jedes eigene Fine Tuning müsste immer mit allen Prozessbeteiligten abgestimmt werden. Da ist es doch einfacher, ich beschaffe mir die Daten, die ich brauche selbst.

Exakt diese Einschätzung hört man tatsächlich bei der Planung/Implementierung fast jeden einzelnen Firmenübergreifenden B2B Projekts. Ist ja auch erst mal ein verständlicher Standpunkt.
Diese Einfachheit hat aber den Nachteil, dass mehrere Beteiligte versuchen, für sich lokal zu optimieren, ohne die Bedürfnisse des Netzwerks um sie herum zu kennen.

Und dadurch passieren genau solche Sachen, die weiter oben als "täglicher Irrsinn" klassifiziert wurden.
An dem Grundproblem, dass jeder für sich selbst isoliert versucht zu optimieren, wird KI nicht magisch etwas ändern können.
Beitrag vom 25.07.2025 - 14:51 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Das würde nie enden. Jedes eigene Fine Tuning müsste immer mit allen Prozessbeteiligten abgestimmt werden. Da ist es doch einfacher, ich beschaffe mir die Daten, die ich brauche selbst.

Exakt diese Einschätzung hört man tatsächlich bei der Planung/Implementierung fast jeden einzelnen Firmenübergreifenden B2B Projekts. Ist ja auch erst mal ein verständlicher Standpunkt.
Diese Einfachheit hat aber den Nachteil, dass mehrere Beteiligte versuchen, für sich lokal zu optimieren, ohne die Bedürfnisse des Netzwerks um sie herum zu kennen.

Und dadurch passieren genau solche Sachen, die weiter oben als "täglicher Irrsinn" klassifiziert wurden.
An dem Grundproblem, dass jeder für sich selbst isoliert versucht zu optimieren, wird KI nicht magisch etwas ändern können.
Das wird man sehen. Was wäre ihre Idee?
Beitrag vom 25.07.2025 - 14:53 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Nachtrag- Was nicht geht wissen immer alle ;-)
Beitrag vom 25.07.2025 - 15:11 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Das wird man sehen. Was wäre ihre Idee?

Das stand in Post#6 dieses Threads. Integration/Kommunikation zwischen den Beteiligten und klassische Automation der Ressourcen- und Ablaufplanung basierend auf dem Gesamt- Lagebild.

Nachtrag- Was nicht geht wissen immer alle ;-)

Stimmt, aber wie gesagt, so wie Sie 2 Posts weiter oben ( "geht nicht" ) reagieren ja die meisten Fachanwender erst mal auf andere Ideen oder Verfahren als die aktuellen...
Prozentual dicht gefolgt von " das haben wir aber schon immer so gemacht... " :D
Beitrag vom 25.07.2025 - 21:09 Uhr
Usercontrail55
User (6108 Beiträge)
Das wird man sehen. Was wäre ihre Idee?

Das stand in Post#6 dieses Threads. Integration/Kommunikation zwischen den Beteiligten und klassische Automation der Ressourcen- und Ablaufplanung basierend auf dem Gesamt- Lagebild.

Nachtrag- Was nicht geht wissen immer alle ;-)

Stimmt, aber wie gesagt, so wie Sie 2 Posts weiter oben ( "geht nicht" ) reagieren ja die meisten Fachanwender erst mal auf andere Ideen oder Verfahren als die aktuellen...
Ok, unklar formuliert. Geht nicht nicht als Reflex, sondern geht nicht weil es nicht geht. An der Koordination arbeitet man schon seit Jahren, aber es geht nicht. Also versucht man zu bündeln auf eine Quelle, hier jetzt über Bild und KI. Genauso wie vorher bei der Security. Das waren 5 Beteiligte und es hat nicht geklappt. Jetzt läuft es komplett über die FRAPort und es klappt.
Prozentual dicht gefolgt von " das haben wir aber schon immer so gemacht... " :D
Eben nicht. Jetzt hat man einen neuen Ansatz und es ist auch wieder nicht recht ;-)