Flugverbot am Sonntag
Älter als 7 Tage

DLR-Falcon trug zur Aufhebung der Luftraumsperrungen bei

DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20E
DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20E, © DLR

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OBERPFAFFENHOFEN - Am Sonntag startete das Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die "Falcon 20E", von Oberpfaffenhofen zu einem Messflug im süddeutschen Luftraum. Ziel des Fluges war, die Konzentration der Vulkanaschewolke zu messen, die am Sonntagnachmittag zur Sperrung der Flughäfen in Süddeutschland geführt hatte. Nach Angaben des DLR konnte der Luftraum aufgrund der Messugnen früher als geplant wieder freigegeben werden.

Seit Freitag zeichnete sich ab, dass die Vulkan-Aschewolke aus Island erneut in Richtung Mitteleuropa zieht. Bereits am Samstag begannen daher die Planungen für einen weiteren Messflug des DLR-Forschungsflugzeuges Falcon, und die Maschine wurde unmittelbar auf ihren Einsatz vorbereitet. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS) und in Abstimmung mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) startete die Falcon am Sonntag um 16.28 Uhr vom DLR-Standort Oberpfaffenhofen aus zu einem Messflug im süddeutschen Luftraum.

"Der kurzfristig beauftragte und durchgeführte Messflug der Falcon des DLR hat mit dazu beigetragen, dass der Luftraum über Süddeutschland früher als geplant wieder freigegeben werden konnte", freut sich Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Schneller Einsatz – wichtige Ergebnisse

Die Flugroute führte in Höhen bis etwa acht Kilometer über München in Richtung Stuttgart, weiter nach Leipzig und über Bayreuth und München wieder zurück nach Oberpfaffenhofen, wo gegen 20 Uhr die Landung erfolgte. Während der ersten Etappe des Einsatzes wurde zwischen München und dem westlich davon gelegenen Fürstenfeldbruck eine Vulkan-Aerosolschicht identifiziert, diese hatte eine Dicke von rund 1,5 Kilometer in einer Höhe zwischen zwei und vier Kilometern. Die dabei erfassten Messergebnisse sind mit denen am 19. April über Leipzig gemessenen vergleichbar. Die Massekonzentration der Aerosole beim aktuellen Flug war jedoch höher. Auf dem Rückflug hatte die Konzentration dann bereits nachgelassen.

In München-Maisach wurde gleichzeitig die Vulkan-Aschewolke auch mit einem Lidar (Light Detection And Ranging) des Meteorologischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München beobachtet. Dieses Fernerkundungsinstrument misst mit Hilfe von Laserstrahlen die Konzentration der Staubpartikel in der Aschewolke. Die Lidar-Messungen und die Partikelmessungen direkt in der Wolke mit der DLR-Falcon ergänzen und erweitern diese Beobachtungen für einen großen Teil Deutschlands.

Die Ergebnisse wurden gegen 20.30 Uhr an den Deutschen Wetterdienst übermittelt und fanden unmittelbaren Eingang in eine aktuelle Lagebesprechung, die zur Freigabe des Luftraums über Süddeutschland geführt hat.
© DLR | Abb.: DLR | 10.05.2010 17:36


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