ILA 2010
Älter als 7 Tage

Zahlreiche Premieren und Highlights bei den Fluggeräten

Emirates Airbus A380
Emirates Airbus A380, © Messe Berlin
SCHÖNEFELD - Fluggeräte aller Größen und Kategorien werden auf der ILA 2010 am Boden und in der Luft das aktuelle Leistungsspektrum der Aerospace-Industrie präsentieren. Als spektakulärste Weltpremiere wird an den drei ersten ILA-Tagen der Militärtransporter A400 M von Airbus sein Messe-Debüt geben und auch im Flug zu sehen sein. Ein ganz besonderer Airbus A380, der erste Mega-Airliner der Lufthansa, wird zur Eröffnung der ILA 2010 erwartet.

Am 6. Juni startete das größte Passagierflugzeug der Welt zu seinem ersten Langstreckenflug von Frankfurt nach Johannesburg – an Bord: die deutsche Fußballnationalmannschaft auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Südafrika. Anschließend landet das neue Lufthansa-Flaggschiff auf der ILA und nimmt danach den Liniendienst ab Frankfurt auf.

Der mit insgesamt 58 bestellten Flugzeugen größte Kunde des A380, die Luftfahrtgesellschaft Emirates, wird an den beiden ersten ILA-Tagen mit einem ihrer Flagschiffe Gast auf der ILA sein und Fachbesuchern unter anderem Einblick in ihre First-Class mit Bar und Spa-Dusche gewähren. Speziell für die Publikumstage entsendet Airbus eine A380 für die Flugvorführung.

Mit Eurofighter (EADS) und Gripen (Saab) werden die modernsten europäischen Kampfflugzeuge auf der ILA vertreten sein. Die drei größten amerikanischen Transportflugzeuge C-130J, C-17 und C-5 werden ebenfalls die Besucher beeindrucken.

Zu den außergewöhnlichen Exponaten zählt die Grob G520 Egrett, ein Spezialflugzeug mit einer Spannweite von 30 Metern, das unter anderem zur Führung von unbemannten Fluggeräten verwendet werden kann. Als weiterer ILA-Neuling präsentiert sich die Dornier 228 NG (New Generation) von RUAG. Die 19sitzige 228NG ist mit moderner Avionik (Glascockpit) sowie einem neuen Fünf-Blatt-Propeller ausgerüstet.

Viel Neues bietet auch der Hubschrauber-Bereich. Der mit modernster Avionik ausgestattete Transporthubschrauber CH-53GA (German Advanced) feiert Weltpremiere auf der ILA 2010. Sikorsky debütiert die S-434, einem leichten, einmotorigen Mehrzweck- und Schulungshubschrauber mit Turbinenantrieb. Eine ILA-Premiere ist der AgustaWestland EH101, seit 2007 auch als AW101 bezeichnet, wurde als Transport-Hubschrauber zunächst für militärische Zwecke, später als zivile Version entwickelt.

Bell 429
Bell 429 Helicopter, © Messe Berlin
Die neue Bell 429 ist ein neunsitziger, zweimotoriger Hubschrauber des US-amerikanischen Herstellers Bell Helicopters mit Turbinenantrieb. Das Modell verfügt über einen Vierblatt-Hauptrotor mit variabler Drehzahl und kann sowohl mit einem einziehbaren Bugradfahrwerk als auch mit Kufen geliefert werden.

Im ILA HeliCenter der ILA 2010 werden darüber hinaus auch die größten Transporthubschrauber wie der NH 90 und der Kampfhubschrauber "Tiger" (bekannt aus dem James Bond-Film "Golden Eye") sowie alle Einsatzmöglichkeiten der Drehflügler von der schnellen Luftrettung bis hin zum exklusiven VIP-Transport vorgestellt.

Spitzenforschung im Dienst der Umwelt zum Anfassen bietet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das mit einer ganzen Fluggeräteflotte auf der ILA vertreten ist. Aufsehen erregen wird das Forschungsflugzeug Antares. DLR-H2 ist das weltweit erste bemannte und ausschließlich mit Brennstoffzellen angetriebene Flugzeug. Durch seinen Brennstoffzellenantrieb sind Start, Flug und Landung völlig CO2-frei. Als Kraftstoff kommt Wasserstoff zum Einsatz, der in einer direkten elektrochemischen Reaktion mit dem Sauerstoff der Luft ohne Verbrennung in elektrische Energie umgewandelt wird. Während dieser partikelfreien Reaktion entsteht als Reaktionsprodukt ausschließlich Wasser.

Unter anderem wird auch die Dassault Falcon 20E zu sehen sein. Der Einsatz dieses Forschungsflugzeugs stand vor wenigen Tagen im Blickpunkt der internationalen Luftfahrt, als es auf seiner Mission als "Asche-Jäger" die Auswirkungen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull in der Atmosphäre über Europa erforschte.

Als Premiere auf der ILA 2010 stellt sich die HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) als das neue deutsche Forschungsflugzeug für die Atmosphärenwissenschaft und die Erdbeobachtung vor. Die Kombination aus Reichweite (bis 8.000 KM), maximaler Flughöhe, Nutzlast (bis 3.000 kg) und Flexibilität machen den Business-Jet des Typs Gulfstream G550 zu einem weltweit einzigartigen fliegenden Labor.
© Messe Berlin | Abb.: Messe Berlin | 08.06.2010 07:48


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