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Ryanair will Streikrecht für Fluglotsen abgeschafft sehen

Madrid Barajas Tower
Madrid Barajas Tower, © Gerhard Vysocan

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MADRID - Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die EU Kommission aufgefordert, Streiks in der Flugsicherung künftig zu verhindern. "Es müssen auf EU-Ebene Maßnahmen ergriffen werden, die das Streikrecht für wesentliche Dienstleistungen wie die Kontrolle des Luftverkehrs abschaffen", sagte Ryanair Sprecher Stephen McNamara. Durch einen Lotsenstreik in Spanien werden am Mittwoch Einschränkungen im europäischen Luftverkehr erwartet.

Erst in der der vergangenen Woche beeinträchtigte eine Arbeitsniederlegung der französischen Fluglotsen den Verkehr über dem Gemeinschaftsraum. Ryanair musste durch die Streiks in Frankreich nach eigenen Angaben mehr als 250 Flüge aus dem Flugplan streichen.

"Ryanair hat die EU angerufen, dem Beispiel Ronald Reagans zu folgen, der in den frühen 1980er Jahren streikende Fluglotsen entlassen und ersetzt hat", schreibt die Fluggesellschaft auf ihren Internetseiten. "Die Kontrolle des Luftraums in Europa stellt eine wesentliche Dienstleistung dar und den Mitarbeitern dieses öffentlichen Dienstes sollte es nicht erlaubt sein, zu streiken."

Die Fluggesellschaft erneuerte auch ihre Forderungen nach einer Deregulierung des Marktes und mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Flugsicherungen. Wegen des morgigen Streiks wird Ryanair nur Handgepäck auf Flügen von und nach Spanien erlauben.
© aero.de | Abb.: Gerhard Vysocan, edition airside | 28.09.2010 08:47

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Beitrag vom 29.09.2010 - 12:09 Uhr
Wenn's dem Herrn O'Leary gefällt, darf man auch Gepäck mitnehmen - natürlich gegen Geld!

Außer Streik gibt es noch viele O'Leary-Gründe, die Mitnahme von Gepäck und ggf. Handgepäck kurzfristig zu verbieten - z.B. die augenblickliche Terrorgefahr, das Wetter (zu warm, zu kalt, ...), der Bodendienst, ....

Ist wohl nur ein billiger Trick, um Flüge nach Spanien ausfallen zu lassen....
Beitrag vom 29.09.2010 - 00:51 Uhr
Ich LOL dann mal...
Beitrag vom 28.09.2010 - 17:15 Uhr
Zitat 1: "Die Kontrolle des Luftraums in Europa stellt eine wesentliche Dienstleistung dar und den Mitarbeitern dieses öffentlichen Dienstes sollte es nicht erlaubt sein, zu streiken."

Zitat 2: "Die Fluggesellschaft erneuerte auch ihre Forderungen nach einer Deregulierung des Marktes und mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Flugsicherungen."

Hier widerspricht man sich innerhalb weniger Sätze. Wenn ich die Flugsicherung als Bestandteil des öffentlichen Dienstes ansehe und dort ausschließlich Beamte einsetze, habe ich das Streikverbot automatisch umgesetzt. Wenn ich jedoch Deregulierung und Wettbewerb will, also unternehmerische Strukturen anstrebe, arbeite ich vermutlich mit Angestellten, und für diese gelten andere Bestimmungen, die innerhalb der gesetzlichen Grundlagen nun einmal auch das Streikrecht beinhalten.

Unabhängig davon, ob ich persönlich die Streiks gutheiße: Ich kann nicht einerseits überall privatisieren und Wettbewerb schaffen, den auch die Beschäftigten in vielen Bereichen deutlich spüren, gleichzeitig aber für die Angestellten die arbeitsrechtlichen Bestimmungen fordern, die nur für das Berufsbeamtentum gelten.

Vermutlich sind diese Aussagen aber wieder nur das übliche Getöse einer uns wohlbekannten Firma.


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