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EASA lockert Wartungsvorschriften für meiste Trent 900 Triebwerke

Qantas
Qantas Airbus A380 VH-OQA, © ATSB

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FRANKFURT - Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre Inspektionsvorschriften für Rolls-Royce Trent 900 Triebwerke gelockert. Nach der Explosion eines Trent 900 Antriebs an einem Airbus A380 der Qantas am 04. November hatte die EASA in zwei Lufttüchtigkeitsanweisungen (AD) engmaschige Sonderinspektionen der Triebwerke in Intervallen von 20 Flügen angeordnet. Hiervon betroffen waren Qantas, Singapore Airlines und Lufthansa.

Triebwerke mit High Pressure / Intermediate Pressure Aufbau aktueller Serien müssen mit der neuen AD 2010-0242R1 jetzt erst nach den ersten 200 Flugzyklen und anschließend spätestens alle 100 Flüge in die Hangars. "Die Triebwerke werden damit wieder langsam an normale Inspektionsintervalle herangeführt", erklärte die Agentur. Für Triebwerke älterer Bauserien bleiben die nach dem Vorfall vom 04. November verhängten Wartungszyklen hingegen weiter in Kraft.

Qantas hatte nach der Notlandung des Flugs QF32 ihren A380-Betrieb für mehrere Wochen gänzlich ausgesetzt. Über die Weihnachtstage sollen wieder fünf A380 auf den Strecken der Airline im Einsatz sein, teilte das Unternehmen mit.

Die Fluggesellschaft und Rolls-Royce suchen zudem nach einer Möglichkeit zur Wiederaufnahme der Qantas A380-Linien Sydney - Los Angeles und Melbourne - Los Angeles. Die Flüge ab Los Angeles erfordern regelmäßig Starts unter annähernd maximaler Last der bereits leistungsgesteigerten Trent 972 Triebwerke, die Qantas an ihren A380 einsetzt.

Rolls-Royce hatte im November Einschränkungen des Volllastbetriebs für Triebwerke der Serien modB und modC verhängt. Frühe modA Triebwerke sollten überhaupt nicht mehr unter maximale Last gesetzt werden. Singapore Airlines und Qantas haben in den vergangenen Wochen in großem Umfang Triebwerke an ihren A380-Flotten ausgetauscht. Als jüngerer A380-Betreiber musste Lufthansa nur zwei Antriebe vorsorglich ersetzen.
© aero.de | Abb.: ATSB | 23.12.2010 09:32

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Beitrag vom 23.12.2010 - 22:42 Uhr
Zitat: "Die Triebwerke werden damit wieder langsam an normale Inspektionsintervalle herangeführt", erklärte die Agentur.

Das habe ich so vertsanden, dass für andere Triebwerke übliche Intervalle erreicht werden sollen. Daher meine Frage, was "üblich" ist bei GE-90, GP7200 etc.
Beitrag vom 23.12.2010 - 16:38 Uhr
Um RR mal in ein etwas besseres Licht zu rücken. Andere Triebwerkshersteller haben auch so Ihre Probleme und die sind offensichlich konstruktionsbedingt.

 http://aviationsafetynetwork.wordpress.com/2010/05/28/four-recent-uncontained-engine-failure-events-prompt-ntsb-to-issue-urgent-safety-recommendations-to-faa/ (...wo steht das mit den kürzen der Links?)
Beitrag vom 23.12.2010 - 15:54 Uhr
Nein, oben steht doch, daß nach 200 cycles alle 100 cycles Wartungsarbeiten ausgeführt werden. Hinzu kommen natürlich zu behebene Probleme, die in der täglichen Operation auftreten.


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