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Air France-KLM und Delta prüfen Gebot für Virgin Atlantic

SkyTeam
Delta Boeing 767-400, © Delta Boeing 767-400

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LONDON - Air France-KLM und Delta bereiten nach einem Zeitungsbericht ein Gebot für die Fluggesellschaft Virgin Atlantic vor. Die über die SkyTeam-Allianz verknüpften Airlinekonzerne werden bei dem Vorhaben von der Investmentbank Goldman Sachs beraten, meldete die "Sunday Times". Die bündnislose Virgin Atlantic hatte im vergangenen November ihrerseits die Deutsche Bank mit der Suche nach einem Partner beauftragt.

Virgin Atlantic gehört noch zu 51 Prozent der Virgin Group um Richard Branson, der die Fluggesellschaft im Jahr 1984 gegründet hatte. Die übrigen 49 Prozent der Anteile liegen bei Singapore Airlines, die im Jahr 2000 mit 600 Millionen GBP bei Virgin Atlantic eingestiegen war. Seit November verdichten sich die Anzeichen dafür, dass beide Aktionäre ihre Anteilspakete reduzieren und ganz verkaufen werden.

Air France-KLM und Delta haben den Bericht nicht kommentiert. Ein Einstieg bei Virgin Atlantic wäre für die Unternehmen aus allianzstrategischen Erwägungen aber interessant. SkyTeam würde so ihr Gegengewicht zur oneworld-Allianz am Flughafen London Heathrow weiter erhöhen. Virgin Atlantic vereinigt rund drei Prozent aller Slots am Flughafen auf sich.

Heathrow ist der wichtigste Europaknoten für den Transatlantikverkehr in die Vereinigten Staaten. SkyTeam sieht sich am Flughafen unterrepräsentiert. Seit vergangenem Jahr dürfen die oneworld-Airlines British Airways und American Airlines ihre Nordamerikalinien zudem in einer kommerziellen Partnerschaft weitgehend frei miteinander abstimmen und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck auf die konkurrierenden Allianzen.

Transatlantikverkehr über Heathrow

oneworld kontrolliert rund die Hälfte der Slots in London Heathrow. Die Star Alliance um United Continental und die Deutsche Lufthansa verfügt über etwa ein Viertel der An- und Abflugfenster am Flughafen. SkyTeam hat nach eigenen Angaben bislang lediglich Zugang zu fünf Prozent der Heathrow-Slots - Delta verlegte erst im Jahr 2008 unter dem Open Skies-Abkommen Verkehr von London Gatwick an den Airport.

Im Gegenzug für die aufsichtsrechtliche Genehmigung ihres gemeinsam betriebenen Transatlantikgeschäfts wurde British Airways und American Airlines auferlegt, bis zu vier Slotpaare in Heathrow an Wettbewerber aufzulassen.

Auf den vakanten oneworld-Slots wird Delta ab Sommerflugplan 2011 von Heathrow zwei Tagesumkehrungen nach Boston und einen täglichen Dienst nach Miami anbieten. Mit den neuen Slots erhöht Delta ihr Flugangebot ab Heathrow auf 70 Flüge in der Woche. Auf den Strecken nach Boston und Miami soll Fluggerät vom Typ Boeing 767-400 eingesetzt werden.

Im Geschäftsjahr 09/10 hatte Virgin Atlantic einen Verlust von 132 Millionen GBP eingeflogen. Zuletzt legte das Unternehmen vor allem dank des wieder anspringenden Premiumverkehrs zwischen London und New York wieder zu. Im Januar meldete auch Etihad Airways Interesse an der Fluggesellschaft an.
© aero.de | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 22.02.2011 09:51

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Beitrag vom 24.02.2011 - 09:23 Uhr
Nichts Neues bekannt, wobei LH ja auch gerne hinter den Kulissen tätig wird. Könnte aber auch sein, dass LH den Heathrow-Langstreckenmarkt auslässt. Zu viel Wettbewerb, zu viel Konkurrenz für die eigenen Hubs (Fra, Muc, Zrh, Bru, Vie). United/Co/US/TG/SQ etc bieten ja schon ne ganze Menge Verbindungen an ...
Beitrag vom 23.02.2011 - 22:28 Uhr
Wie ist eigentlich der Stand zu den Gerüchten Virgin / BMI / LH?


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