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ILFC schreibt Auftrag über 100 Airbus A320NEO fest

Airbus A320neo
Studie des Airbus A320neo, © Airbus

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TOULOUSE - Ein Großauftrag des US-Flottenfinanzierers ILFC an Airbus ist in trockenen Tüchern. Der weltweit größte Anbieter von Flugzeugleasing habe nach Abgabe einer entsprechenden Grundsatzvereinbarung am 08. März jetzt 100 Flugzeuge der Serie A320NEO verbindlich bestellt, teilte Airbus am Mittwoch in Toulouse mit. Mindestens 60 Maschinen aus dem Auftrag werden Pratt & Whitney PW1100G-Triebwerke erhalten.

"Wir verzeichnen schon jetzt ein klares Interesse des Marktes und freuen uns auf die Inbetriebnahme der Flugzeuge bei unseren ersten Kunden ab 2015", sagte ILFC Vorstandschef und früherer Airbus-Manager Henri Courpron. Dem Auftrag der ILFC haftet allerdings ein Wermutstropfen an - die ILFC zog im März eine Bestellung über zehn A380 wieder zurück.
 
Die ILFC teilt ihren Auftrag zunächst in 75 A320NEO und 25 A321NEO auf, kann die Bestellung aber noch bedarfsabhängig ändern. Mit der A320NEO bietet Airbus seit Dezember 2010 eine neue Version seines Single Aisle-Programms mit modernen, treibstoffsparenden Triebwerken an.

In den ersten Monaten nach dem Verkaufsstart verzeichnet man in Toulouse einen regelrechten Run auf das Modell. "Wir stehen bei 332 Aufträgen und Kaufabsichten für die NEO", sagte Airbus Vorstandsmitglied John Leahy zu Monatsanfang bei einem Programmbriefing in Toulouse. Bis zur Luftfahrtmesse Paris Le Bourget im Juni werde Airbus "mehr als 500" Aufträge vorweisen.

Erste Auslieferungen im Oktober 2015

Die ersten A320NEO sollen im Oktober 2015 an ihre Kunden übergeben werden - sechs Monate eher, als noch im Dezember angekündigt. Zu den frühen Betreibern wird auch Lufthansa gehören, die 25 A320NEO und fünf A321NEO bestellt.

Airbus wird zunächst die PW1100G-Antriebe von Pratt & Whitney für die A320 zulassen und die CFM LEAP-X nachschieben. In der Flugerprobung der A320NEO sollen acht Flugzeuge zum Einsatz kommen.

Leahy sagt eine noch nicht befriedigte Nachfrage nach 12.000 neuen Single Aisles bis zum Jahr 2030 voraus und will sich mindestens die Hälfte der zu vergebenden Aufträge sichern. "Wir prüfen gegenwärtig, ob wir die Fertigungsrate schon für das aktuelle Programm auf 42 bis 44 Flugzeuge im Monat heraufsetzen können", erklärte Leahy.

Nach Einführung des A320NEO könnte Airbus die Fertigung laut Leahy innerhalb von 30 Monaten vollständig auf das überarbeitete Modell umstellen. Ebenso sei es Toulouse aber auch möglich, die aktuelle Generation und die Flugzeuge mit neuen Triebwerken die folgenden zehn Jahre parallel zu produzieren.
© aero.de | Abb.: Airbus S.A.S. | 27.04.2011 09:29


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