Flug AF447
Älter als 7 Tage

Leeres Gehäuse des Flugdatenschreibers gefunden

BEA
Gehäuse des Flugdatenschreibers von AF447, © BEA

Wrackteile des verunglückten Airbus A330-200

AF447
AF447-Wrack: Triebwerk (© BEA)
AF447
AF447
AF447-Wrack: Triebwerk (© BEA)
AF447
AF447
AF447-Wrack: Fahrwerk (© BEA)
AF447
AF447
AF447-Wrack: Fahrwerk (© BEA)
AF447

Verwandte Themen

PARIS  - Enttäuschung im ersten Anlauf: Bei einer Bergungsaktion im Atlantik findet ein Tauchroboter im ersten Anlauf zwar die Black Box von Todesflug AF447 in 4.000 Metern Tiefe. Das Problem: Sie ist leer. "Beim ersten Tauchgang von Remora 6000 (...) wurde das Gehäuse des Flugdatenschreibers - Flight Data Recorder (FDR) – gefunden, jedoch ohne das Modul, welches die Daten schützt und enthält (Speichermodul)", teilte die Untersuchungsbehörde BEA am Mittwochabend mit.

Unklar bllieb, wo das Speichermodul - das sogenannte Crash Survivable Memory Unit (CSMU) - mit den wichtigen Daten ist.

Bis heute weiß niemand genau, was sich an Bord des Airbus A330-200 abspielte, der in der Nacht zum 1. Juni 2009 abstürzte und 228 Menschen, darunter 28 Deutsche, in den Tod riss. Bei der Bergungsaktion sollen nach Möglichkeit auch Leichen an die Meeresoberfläche gebracht werden.

Die Suche werde nun mit Hochdruck fortgesetzt. Nach dem ersten zwölfstündigen Einsatz des Tauchroboters "Remora 6000" zum Trümmerfeld in knapp 4.000 Metern Tiefe habe inzwischen ein zweiter Tauchgang begonnen. Der ferngesteuerte Hightech-Roboter soll in den nächsten Wochen die Bergung von Flugzeugteilen ermöglichen.

Das besondere Interesse des Bergungsteams gilt dem Cockpit Voice Recorder, mit dem die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet werden, und dem Flugdatenschreiber, dessen Gehäuse nun entdeckt wurde.

Der Tauchroboter wird vom Spezialschiff "Ile de Seine" mit seinen knapp 70 Mann Besatzung aus gesteuert. Es hatte sich am vergangenen Freitag von Dakar (Senegal) aus mit einem internationalen Expertenteam auf den Weg zur Absturzstelle gemacht. Sie liegt rund 1100 Kilometer von der brasilianischen Hafenstadt Recife entfernt.
© dpa, aero.de | Abb.: BEA | 27.04.2011 19:44

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 28.04.2011 - 21:03 Uhr
@MD 11: Danke für den Beitrag.

@eisenbart: Danke für die qualifizierte Antwort. Im Falle der Concorde sehe ich das ganze nicht so entspannt wie Du. Es gab einfach zu viele Berichte über Nachlässigkeiten bei der Wartung. Auch war AF die Reifenproblematik bei der Concorde durchaus bekannt. Daß ein verlorenes Teil der Continental die Hauptursache sei, das Urteil kann so nur ein französisches Gericht fällen.
Ich stimme Dir 100% ig zu, was die Kabinencrewleistung beim Flug 358 betrifft. Hier lief wohl alles perfekt. Das Problem saß hier wie in den anderen Fällen (außer bei dem Concorde Absturz) vorne rechts und links. Die Piloten haben zu viele Fahler gemacht. Ihnen war das Schlechtwetter durchaus bekannt Zu spätes Aufsetzen, Schubumkehr viel zu spät,…
Mit solchen Wetterkapriolen muß ein Kapitän einfach rechnen und eine entsprechende Sicherheitsmarge einplanen. Hier sehe ich auch die Parallelen zum 320 Crash in Habsheim, zum 380 Vorfall in JFK und auch zum Absturz von AF447. In Habsheim hat der Pilot alle Routinen und Vorschriften mit Füßen getreten, am JFKA hat er schlicht nicht auf die Größe geachtet und AF447 hätte einfach nicht durch das Gewitter fliegen dürfen. Ich weiß, dass die französischen Piloten alle sehr gut ausgebildet sind und als Individuum sicher nicht mehr Fehler machen als Piloten anderer Nationen. Ich weiß aber auch, dass die durch hierarchisches Denken und Status Versessenheit herbeigeführte eingeschränkte Team- und Kritikfähigkeit (die zur Selbstüberschätzung führt) der französischen Piloten im Wege steht. Das macht sich im Cockpit einfach nicht gut und birgt ein Gefahrenpotential, das AF zu schaffen macht. Da kann sicher auch MD 11 zustimmen :)

Ich muss mein Bild zum aktuellen Fall nach der Betrachtung des neuen Bildes etwas revidieren. Der FDR war da, leider war das R (Recorder) nicht mehr da. Wenn ich mir die Einbaulage des FDR in Erinnerung rufe bleibe ich aber dabei, dass das von der BEA verbreitete Absturzszenario nicht mit dem Schadensbild zusammenpasst.

Dieser Beitrag wurde am 28.04.2011 21:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.04.2011 - 11:41 Uhr
@MD11 Ironie-Detektor nicht vergessen ;-)

keine Sorge, die Postings sind sehr gut zu verstehen ;-)
Beitrag vom 28.04.2011 - 11:31 Uhr
@MD11 Ironie-Detektor nicht vergessen ;-)


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 04/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden