Streit um Exportkredite
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Air India soll mit Staats-Milliarden refinanziert werden

Air India 777
Air India Boeing 777-300, © Fraport AG

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NEU DELHI - Die indische Regierung plant eine umfassende Refinanzierung der Air India. Verbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet mehr als 6,3 Milliarden Euro lasten auf der staatlichen Airline. Nach Medieninformationen bereitet die Regierung jetzt ein Hilfspaket im Umfang von 300 Milliarden Rupien (rd. 4,3 Milliarden Euro) für Air India vor. Bestehende Kreditlinien bei Gläubigerbanken sollen verlängert werden, um das Unternehmen langfristig finanziell zu sanieren.

Air India soll noch in diesem Monat die erste von 27 bestellten Boeing 787 erhalten. Aufgrund der angespannten Finanzlage werden die ersten Flugzeuge wohl über ein Sale-and-Lease-Back finanziert. Der für die zivile Luftfahrt zuständige Minister Vavyalar Ravi lässt dem Vernehmen nach zudem prüfen, den 787-Auftrag zu reduzieren oder Lieferungen zu schieben.

Umfangreiche Exportkreditgarantien der amerikanischen EX-IM Bank für 50 Boeing-Auslieferungen an Air India hatten im November US Airline- und Pilotenverbände auf den Plan gerufen. Die Garantien über 3,4 Milliarden US Dollar würden den Wettbewerb verzerren, erboste sich die Air Transport Association (ATA).

Der Verband will die Garantien daher von einem Gericht stoppen lassen und erhält dabei Unterstützung von der einflussreichen Air Line Pilots Association (ALPA).

Durch die Exportkreditgarantien könne Air India beispielsweise eine Boeing 777 im Jahr um 5,0 Millionen US Dollar günstiger finanzieren, als eine Fluggesellschaft aus den Vereinigten Staaten, rechnet die ALPA vor. Dies gefährte die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Fluggesellschaften und Arbeitsplätze im Inland.
© aero.de | Abb.: aero.de | 05.12.2011 10:43

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Beitrag vom 05.12.2011 - 16:30 Uhr
Ist doch nichts Neues und so oft, wie das mitlerweile betrieben wird auch nichts besonderes mehr ! Dahingegen ist unsere Regierung doch noch gar nicht up todate ! Warum nicht grad noch ein paar Mrd. in AB und LH pumpen, anstatt das Geld nach Griechenland zu scheffeln !
Beitrag vom 05.12.2011 - 15:38 Uhr
Und schon geht es wieder los: eine seit Jahrzehnte völlig herunter gewirtschaftetete Fluggesellschaft wird mit Staatsgelder wieder flott gemacht... Freier Wettbewerb sieht anders aus!


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