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Berliner Flughäfen verringern Verlust

EasyJet am Flughafen Berlin-Tegel
EasyJet am Flughafen Berlin-Tegel, © EasyJet

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BERLIN - Die Dauerbaustelle des neuen Hauptstadt-Flughafens BER belastet die Bilanz der staatlichen Airport-Gesellschaft. Trotz steigender Umsätze und wachsender Gewinne im laufenden Geschäft steckt die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg weiter in den roten Zahlen, wie die Betreiber am Freitag mitteilten.

Grund sind Millionenausgaben für den BER. Dessen Eröffnung lässt seit 2011 auf sich warten und ist nun für Oktober 2020 geplant. Der Zeitplan bis dahin gilt aber weiterhin als eng.

Um Chaos beim geplanten Flughafen-Umzug nach Schönefeld und nach dem Start zu vermeiden, sollen 218 neue Mitarbeiter eingestellt werden, kündigte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung an. Bislang hat er rund 2.000 Mitarbeiter. "Wir wollen in dieser mit Sicherheit nicht ganz einfachen Phase nicht mit zu wenig Mitarbeitern arbeiten."

Die Terminalflächen im BER seien dreimal so groß wie die des Flughafens Tegel, der nach dem Start in Schönefeld schließen soll. Der Aufsichtsrat gab 20 Millionen Euro für den Inbetriebnahmeprozess ORAT (Operational Readiness and Airport Transfer) frei.

Die Eröffnung des Flughafens wurde seit dem Baubeginn schon sechsmal verschoben - wegen Baumängeln, Technikproblemen und Managementfehlern. Zuletzt waren wieder Zweifel am Zeitplan laut geworden, die Arbeiten an der Brandmeldeanlage verzögerten sich.

"Wir glauben: Wir schaffen das", sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Es werde keine leichte Aufgabe, das sei es aber auch nie gewesen. Noch in diesem Sommer soll der Tüv mit Verbundtests aller technischen Anlagen im Terminal beginnen, damit der Termin gehalten werden kann. In den nächsten Wochen gebe der Tüv Lüftung, Rauchabzug und Sprinkler im Terminal frei, sagte Lütke Daldrup.

Die Arbeit an Kabeln für die Sicherheitsbeleuchtung und die Notstromversorgung könnte sich aber noch bis um Herbst hinziehen, machte Lütke Daldrup in einer Pressemitteilung deutlich - und schon dafür müsse die zuständige Firma ROM "die Schlagzahl" erhöhen.

Obwohl die BER-Eröffnung noch nicht geschafft ist, treibt der Aufsichtsrat den Ausbau im nächsten Jahrzehnt voran. Das Gremium bereitete die Gründung einer Projektgesellschaft vor, die dann ein neues Terminal für zwölf Millionen Fluggäste pro Jahr bauen soll.

Fehlbetrag: 77 Millionen Euro

Der Verlust der Flughafengesellschaft fiel 2018 nicht so hoch aus wie befürchtet: Unterm Strich stand ein Minus von 77 Millionen Euro, rund 40 Millionen Euro geringer als im Vorjahr. Verluste werden entweder durch Gesellschafterbeiträge oder Bankkredite aufgefangen, sagte Bretschneider. Das Unternehmen gehört zu je 37 Prozent den Ländern Berlin und Brandenburg und zu 26 Prozent dem Bund.

Steigende Passagierzahlen ließen den Umsatz um rund sechs Prozent auf knapp 415 Millionen Euro steigen. Im laufenden Geschäft mit den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld verdient das Unternehmen Geld: Der operative Gewinn (Ebitda) erreichte 119 Millionen Euro nach rund 102 Millionen Euro im Vorjahr.

Dabei war die Passagierzahl anders als erwartet unter 35 Millionen geblieben - eine Folge der Air-Berlin-Pleite. 34,7 Millionen Fluggäste entsprachen einem Zuwachs von gut vier Prozent. In diesem Jahr steigen die Zahlen dafür umso schneller. Bis Anfang Mai wurden 11,5 Millionen Fluggäste gezählt, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
© dpa-AFX | Abb.: Günter Wicker, FBB | 17.05.2019 19:23

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Beitrag vom 22.05.2019 - 15:10 Uhr
@FloCo
Alles gut!

Beitrag vom 22.05.2019 - 12:38 Uhr
Nur um das nochmal klar zu stellen, auch wenn Sie das glaube ich nicht direkt an mich adressiert haben, aber bevor hier jemand anderes, der nicht alles gelesen hat, einen falschen Eindruck hat:
Ich rechne es nicht 1:1 auf (kann ich als Hamburger mit unseren paar Millionen € im LVA auch gar nicht :-)), noch bezweifel ich, dass es die Mitarbeiter nicht hinbekommen werden. Ich hab zwar keine SXF Erfahrungen, aber in TXL habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht.
Die Instandhaltung machen hoffentlich nicht dieselben, die das Ding gebaut haben. Das wird das schon.

Ui, HSV, das ist fast noch härter als der BER ;-)

Na, wir haben NOCH, keine 7 Mrd. gebraucht. Wenn wir die bekommen würden, wäre aber der HSV sicherlich auch in der lage, dieses Geld verschwinden zu lassen ^^

Hier meinte ich den Punkt, nicht die Person. Das habe ich verstanden. Aber es waren so viele Meldungen, da verliert man den Überblick.

Den Punkt, dass auch wenn man das nicht 1:1 aufrechnen kann/darf, sich die Bürger der Geberbundesländer, darüber aufregen dürfen, was dort mit dem Geld passiert. Die Art und Weise, die unterstütze ich natürlich in keinster Weise.
Beitrag vom 22.05.2019 - 11:00 Uhr
Berlin hatte im letzten Jahr nach eigenen Angaben hauptstadtbedingte Kosten von 132 Mio. €. Vom Bund wurden davon 100 Mio € erstattet. Das hier als großes Argument anzuführen, warum Berlin 4,4 Mrd. € aus dem Länderfinanzausgleich bekommt, ist in meinen Augen nicht gerade das beste Argument.
Zustimmung. Aber genau so ungeeignet ist es zu sagen, über den LVA zahlt Bayern den Flughafen in B so gut wie alleine. Ich halte den LVA in dieser Diskussion völlig ungeeignet. Das ist ein Solidaritätsinstrument über das man sicher unterschiedlicher Meinung sein kann, aber das gehört hier nicht her.

Die Situation in B ist sicherlich besonders. Vom Parteien- und Proporzhickkack rund um das Projekt Neuer Flughafen kann sich keine Seite freisprechen und am Ende ist der Steuerzahler, hier wie da, der Dumme.
Jetzt drücken wir hier die Daumen, dass der Termin steht und das Ding ans Netz kommt damit es weiter geht. Diese dauerhafte Übergangslösung ;-) ist für niemanden befriedigend, schon gar nicht für die Beschäftigten. Von der Unfähigkeit eines Baumanagements auf die Unfähigkeit der Flugbetriebsmitarbeiter zu schließen ist ein ziemlich gewagter Stretch. Das wird laufen, da habe ich vollstes Vertrauen, basierend auf den Erlebnissen die hier täglich passieren.

Ui, HSV, das ist fast noch härter als der BER ;-)

Der Punkt, den er anspricht, der ist allerdings schon valide.
Welchen meinen Sie da genau?

Hier meinte ich den Punkt, nicht die Person. Das habe ich verstanden. Aber es waren so viele Meldungen, da verliert man den Überblick.



Dieser Beitrag wurde am 22.05.2019 11:06 Uhr bearbeitet.


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