"manager magazin"
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Wöhrl lauert auf Übernahme von Condor

Condor
Condor fliegt mit Peanuts-Livery, © Condor

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KELSTERBACH - Der klamme Touristikkonzern Thomas Cook erwägt den Verkauf seiner Tochter Condor. Dies meldet das "manager magazin" in seiner an diesem Freitag (17. Februar) erschienenen Ausgabe. Als möglicher Investor wird bereits die Intro Group um den Nürnberger Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl in Stellung gebracht. "Wir machen kein Hehl daraus, dass uns die Condor reizen würde", äußerte sich Wöhrl im "manager magazin".

Thomas Cook hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 521 Millionen GBP unter seine damit tiefrote Bilanz geschrieben. Das Management trat mit dem desaströsen Zahlenwerk im Dezember drei Wochen später als zunächst geplant vor seine Aktionäre.

Erst kurz vor der Bilanzvorlage war es Thomas Cook gelungen, mit neuen aber teuren Krediten über 200 Millionen GBP eine akute Finanzlücke zu schließen. Der traditionsreiche britische Reiseveranstalter, inzwischen ein Penny-Stock, muss jetzt sein Tafelsilber zu Geld machen, um einen Schuldenberg von etwa einer Milliarde Pfund zu reduzieren.

Ein Verkauf der profitabel fliegenden Condor könnte Thomas Cook dringend benötigte Mittel in die Kassen spülen. Die Suche nach einem Investor sei bereits angelaufen, schreibt das "manager magazin". Ein formeller Verkaufsbeschluss für Condor wurde laut Thomas Cook gleichwohl noch nicht gefasst.

In den letzten Jahren trat die Intro Group vor allem als Sanierer angeschlagener Airlines in Erscheinung. Zu ihren Beteiligungen zählten dba, gexx und LTU, die nach erfolgreicher Neupositionierung heute Teil der Air Berlin sind. Erst vor wenigen Tagen kauften sich Wöhrl und Intro-Manager Peter Oncken bei der in Friedrichshafen ansässigen Regioairline Intersky ein.
© aero.de | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 17.02.2012 09:19

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Beitrag vom 18.02.2012 - 10:27 Uhr
Mein letzter Langstreckenflug im letzten Jahr mit DE lässt mich leider Gottes sagen, dass Condor gut daran täte die alten LH-Zöpfe endgültig mal abzuschneiden, denn konkurrenzfähig mit AB ist man hier nicht mehr. Alles scheint in der vormals, häufig schon vergoldeten LH-Ablegerzeit stehengeblieben zu sein. Das Interieur und auch das Denken der Besatzung schien noch sehr auf dem "Wir sind quasi LH"-Stand zu modern.

Diese Firma verdient einen Besitzer, der einem grundsätzlich soliden Betrieb eine gründliche Typberatung verpasst, dann läuft diese Firma der Konkurrenz problemlos davon.
Beitrag vom 18.02.2012 - 01:14 Uhr
@JG1965 und nighthawk

Eure Beiträge sind reine Spekulation und basieren null auf Wissen. Von alten Flugzeugen die Rede und von hohen Kerosinpreisen. Wer sagt euch denn, dass neue Flugzeuge automatisch profitabler sind? Zumal diese finanziert oder geleast werden müssten. Und wo sollen Neckermann und Co Ihre Sitze einkaufen, wer sagt, dass die nicht trotzdem bei Condor einkaufen? Irgendwo müssen die ja für ihre Kunden die Sitze kaufen.
Beitrag vom 17.02.2012 - 22:41 Uhr
Seit die Condor für LH geflogen ist, hat sich vieles verändert. Condor passt nicht mehr zur LH-Strategie, und ich glaube kaum, dass man sich derzeit eine Charterairline mit ungewisser Zukunft ans Bein binden will. Zurecht hat JG1965 angemerkt, dass Condor sehr von der Zugehörigkeit zu TC profitiert -- wenn das wegfällt, muss sich Condor richtig lang machen, um sich über Wasser zu halten.

Nein, ich glaube, bei Wöhrl wäre Condor am besten aufgehoben, denn nur nach einer Grundüberholung wäre Condor ohne TC lebensfähig. Und dazu gehört auch ein Austausch der alternden Flotte und des nicht mehr zeitgemäßen Produkts.


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