Flughafen München
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Gegner verlangen nach neuen Zahlen Verzicht auf dritte Startbahn

Dritte Landebahn am Flughafen München
Computeranimation der dritten Landebahn am Flughafen München, © Werner Hennies, Flughafen München GmbH

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MÜNCHEN - Die Gegner der geplanten dritten Startbahn am Münchner Flughafen haben angesichts der zurückgehenden Zahl von Starts und Landungen einen Verzicht auf das milliardenschwere Bauprojekt verlangt. "Nach einem leichten Anstieg im letzten Jahr geht die Zahl der Flüge jetzt wieder zurück", sagte am Montag Katharina Schulze, die Sprecherin des Bündnisses gegen die dritte Startbahn. Die Flughafengesellschaft hatte vor wenigen Tagen einen Rückgang der Starts und Landungen mitgeteilt.

Der Höchststand an Flugzeugbewegungen im Jahr 2008, als rund 432 000 Starts und Landungen registriert wurden, sei seitdem nicht einmal annähernd mehr erreicht worden. "Dieses Jahr könnte die Zahl wieder unter die Grenze von 400 000 sinken", meinte Schulze.

Die Flughafengesellschaft FMG hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass im ersten Quartal 2011 die Zahl der Starts und Landungen auf rund 95 000 zurückgegangen ist. Dies sei ein Minus von etwa zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zugleich ist die Zahl der Passagiere um gut fünf Prozent auf rund 8,5 Millionen gestiegen. Im gesamten Jahr 2011 gab es knapp 410 000 Flugzeugbewegungen am Münchner Airport.

Das Bündnis der Startbahngegner sieht sich durch die Entwicklung darin bestätigt, dass das umstrittene 1,2-Milliarden-Euro-Projekt überflüssig ist. "Auch wenn die FMG dauernd neue Rekorde bei den Passagierzahlen meldet, bleibt die Zahl der Flüge die entscheidende Größe", sagte Schulze. "Die Airlines stehen wegen der steigenden Ölpreise unter gewaltigem Druck. Deshalb werden sie versuchen, die Auslastung weiter zu erhöhen und die Zahl der Flüge zu reduzieren."

Am 17. Juni werden die Münchner in einem Bürger- und einem Ratsbegehren über die dritte Startbahn abstimmen. Zudem haben Anwohner, Gemeinden und Verbände gegen die Baupläne geklagt.
© dpa | 09.04.2012 15:52

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Beitrag vom 17.04.2012 - 21:08 Uhr
Jeder, der ab München abfliegt, oder in München landet unterstützt die 3. Startbahn (Das zumindest behaupten unsere Lehrer, um ja nicht mit dem Flieger auf Klassenreise zu gehen).
Das gilt auch für Claudia Roth (Grünen Politikerin, kam in die Schlagzeilen, weil sie am TXL die Sicherheitskontrolle umgangen ist- um zu IHREN FLIEGER NACH MÜNCHEN zu kommen.)
Beitrag vom 11.04.2012 - 13:47 Uhr
Das ist alles eine wirtschaftliche Entscheidung, es sei denn, ihr stehen ggf. höherwertige Dinge entgegen.
Also sollte man es dem Flughafenbetreiber, ob er die Bahn baut oder nicht. Richter könnten ein Nichtbauen als ein "Niemehr Bauen" auslegen und dann den späteren Ausbau deshalb grundsätzlich ablehnen.

Zum Thema Lärm fällt mir dann bei dem Ostanflug nach Innsbruck (siehe AERO) überhaupt nichts mehr ein.
Beitrag vom 11.04.2012 - 11:50 Uhr
Alleine die Dauer der Verfahren lässt es nicht zu, wegen kurzfristige Schwankungen den Bau einzustellen oder zu verschieben. Das wäre ja, wie das zurückbauen einer Autobahn weil am Sonntag um 05:30 so wenig los ist auf der Straße...


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