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Boeing 747-400 von British Airways fängt Feuer

British Airways
British Airways Boeing 747-400, © world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography

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CASTELLÓN - Es ist ein Bild, fast symbolhaft für das Luftfahrtjahr 2020: In einer Boeing 747 von British Airways, die seit August im spanischen Castellón auf ihre Verschrottung wartet, brach am heutigen Montag ein Feuer aus. Fotos zeigen die Maschine mit stark verkohltem Oberdeck.

Ein Jumbo Jet geht in Rauch und Flammen auf: Besser könnte man die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Flottenplanung der Airlines weltweit kaum bildlich darstellen.

Wie die Krise selbst, so ist auch dieses Bild jedoch keine Fantasie, sonderm real: Am Montagnachmittag machten über die sozialen Netzwerke Fotos und Videoaufnahmen aus Castellón die Runde, auf denen eine brennende Boeing 747 von British Airways zu sehen ist.

Das Flugzeug trägt einen Sonderanstrich der Luftfahrt-Allianz Oneworld, der British Airways angehört. Auf den Fotos ist zu sehen, wie eine Rauchsäule aus dem Oberdeck des Flugzeugs aufsteigt. Das Feuer, augenscheinlich im Inneren des Flugzeugs, mutmaßlich im Cockpit, ausgebrochen, hat sich bereits durch den oberen Rumpf im Bugbereich gefressen.

British Airways Boeing 747-400, © TSL

In den Videoaufnahmen sind die Sirenen der örtlichen Flughafenfeuerwehr zu hören. Wie der Airport Castellón inzwischen mitteilte, hat selbige den Brand bereits gelöscht. Verletzte gab es keine zu vermelden. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. British Airways vermutet nach eigenem Bekunden umhersprühende Funken als Ursache, die bei Zerlegungsarbeiten auf die Isolierung der 747 übergriffen und diese in Brand steckten.

Seit August in Castellón

Bei dem Flugzeug handelt es sich wohl um die 26 Jahre alte 747-400 mit dem Kennzeichen G-CIVD. Sie flog seit Dezember 1994 für British Airways, absolvierte Mitte April diesen Jahres ihren letzten Linienflug und stand dann bis zum Sommer untätig in London-Heathrow.

Am 18. August überführte British Airways die Maschine nach Castellón, um sie dort zerlegen zu lassen. Damit war die G-CIVD die erste der 31 noch bei BA aktiven 747, die im Zuge der Corona-Pandemie vorzeitig ausgemustert wurde.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: world-of-aviation.de | 23.11.2020 18:17

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Beitrag vom 24.11.2020 - 11:08 Uhr
Ist das Alter dieser Maschine der Grund, warum in ihr noch brennbares Isoliermaterial verbaut ist?

In keinem (zivilen) Flugzeug dieser Welt ist unbrennbares Isoliermaterial verbaut. Wenn es heiß genug ist, brennt fast alles. Selbstverständlich müssen diese Materialien so ausgelegt sein, dass sie SCHWER entflammbar sind. Also Feuer einer gewissen Zeit widerstehen. Das gilt auch schon für die 747-400 und entsprechendes Material ist ganz sicher verbaut.
Von außen kann man nur mutmaßen, warum diese Maschine brannte. Fakt ist, sie soll sowieso verschrottet werden. Da liegt es nahe, dass bei den Abwrackarbeiten vielleicht nicht oberste Priorität auf der Vermeidung von Bränden liegt. Und evtl. befinden sich bei diesen Arbeiten auch leicht entflammbare Materialien an Bord, die im normalen Betrieb in einem Flugzeug nichts zu suchen haben.
Beitrag vom 24.11.2020 - 04:56 Uhr
Ist das Alter dieser Maschine der Grund, warum in ihr noch brennbares Isoliermaterial verbaut ist?
Beitrag vom 23.11.2020 - 23:49 Uhr
Ich kenne einen Kneipenbesitzer, der hat das so ähnlich praktiziert. Nannte sich damals "warmer Abriss" oder so ähnlich. Der wurde nie erwischt, machte mit dem Geld etwas anderes und ist heute froh, keine Kneipe mehr zu haben.


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