Dreamliner
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ANA sieht Fortschritte, GS Yuasa Ursachen außerhalb der Batterie

All Nippon Airways Boeing 787
All Nippon Airways Boeing 787, © The Boeing Company

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TOKIO - Nach Einschätzung von All Nippon Airways (ANA) macht Boeing Fortschritte bei der Lösung der Batterieprobleme mit dem zwangspausierten Dreamliner. Seine Fluggesellschaft halte an der geplanten Inbetriebnahme künftiger weiterer Maschinen vom Typ Boeing 787 fest, sagte ANA-Chef Shinichiro Ito am Freitag laut Medien nach einem Treffen mit Boeing-Vertretern in Tokio. Er habe den Eindruck gewonnen, dass Boeing "deutliche Fortschritte" mache.

Boeing hatte der japanischen Luftfahrtbehörde seine Pläne zur Reparatur des pannengeplagten Langstreckenfliegers erläutert.

Boeing-Manager hatten zuvor bereits Vertretern der US-Luftfahrtaufsicht FAA ihre Lösungsvorschläge für die Probleme mit den verwendeten brandgefährlichen Batterien vorgestellt. Die FAA will die Vorschläge jetzt analysieren. Aber erst wenn sie absolut sicher sei, dass die Batterieprobleme behoben seien, dürfe der seit Mitte Januar zwangspausierte Dreamliner wieder in den Liniendienst gehen.

Bis die FAA grünes Licht gibt und die notwendigen Umbauen an den bislang ausgelieferten Dreamlinern ausgeführt sind, wird es nach Ansicht von Branchenkennern allerdings Mai werden.

ANA hatte als weltweit erste Fluglinie den Dreamliner in Betrieb genommen. Laut Konzernchef Ito dürfte der Ausfall der Maschinen nur begrenzte Auswirkungen auf die Bilanz haben.

GS Yuasa sieht Ladeproblem


Kurz vor Boeing reisete eine Delegation des japanischen Batterieherstellers GS Yuasa zur FAA. Der Hersteller soll laut einem Bericht des "Wall Street Journal" nach einer Serie eigener Tests inzwischen davon überzeugt sein, dass eine Überlastung der Batterien bei Ladevorgängen die Überhitzungsreaktionen in Gang setzte.

Beide in Brand geratene Batterien überschritten nach einer Auswertung der Untersuchungsbehörden zu keinem Zeitpunkt ihre maximale Spannung von 32 Volt. Allerdings kann der Akku nach Einschätzung von Experten auch so überladen.

"Die Batterie verhält sich letztlich wie ein Schwamm", zitiert die "Japan Times" das frühere NTSB Vorstandsmitglied John Goglia. "Man kann sie mit einer Kanne oder einem Gartenschlauch gießen. Sie wird auch aus dem Gartenschlauch alles aufsaugen, was ihr zugeführt wird, und sich dann zestören." Bei einem solchen Vorgang müssten nicht zwangsläufig die Spannungslimits überschritten werden.

Sollte die eigentliche Ursache für die Zwischenfälle tatsächlich außerhalb der Batterien liegen, dürfte das Problem Boeing noch eine ganze Zeit beschäftigen. Schon vor dem Grounding hatte die FAA eine umfassende Nachprüfung der elektrischen Anlagen des Dreamliner angekündigt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Kentaro, CCBYSA | 01.03.2013 08:05

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Beitrag vom 01.03.2013 - 10:27 Uhr
Man kann es auch anders formulieren:
Z. Z. will Boeing die Presse nicht detailiert über den Stand der Fehlererforschung und -behebung in formieren.
Placebos zu diesem Thema werden auf verschiedenen Boeingseiten aufgetischt.
Boeing wird sich natürlich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften (z. B. Pflichtmeldungen gem. Aktionrecht) zu diesem Thema äußern!

So, nun spekuliert mal schön.....Viel Spass...

P.S.: Aus Problemen, die gut aufbereitet sind und deren Lösungsvorschlägen und Lösungen lerne ich viel mehr zu einem Thema, als wenn mir eine fertige Lösung auf den Tisch geknallt wird!

Dieser Beitrag wurde am 01.03.2013 11:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.03.2013 - 09:52 Uhr
Godzilla7, ich fürchte damit müssen wir uns leider abfinden.
Jeder der am Flughafen sein Gate findet ist ein Luftfahrtexperte.
Jeder der am Foto den Akku wechseln kann ist ein LiPoli Experte.
Und jeder, der das Wort Flugzeug googlen kann ist ein Online-Luftfahrtjournalist.
Beitrag vom 01.03.2013 - 09:20 Uhr
Gestatten Sie mir den Hinweis, dass sowohl Boeing als auch ANA wohl sehr viel besser über die ganze Sache und die mögliche Lösung des Problems informiert sind, als die vermeintliche Experten hier im Forum oder die Vertreter der Presse. Die Lösung dürfte sich jedenfalls nicht nur auf eine Sichere Box beziehen, sondern eine ganze Reihe von Maßnahmen beinhalten von denen wir hier noch nichts wissen, die letztlich aber helfen werden das Problem zukünftig zu verhindern. Also einfach die Füße stillhalten, sich nicht sinnlos den Kopf zerbrechen und abwarten. Alternativ schlage ich Ihnen und den vielen anderen experten hier vor, mal eine Bewerbung an Boeing die FAA oder GS Yuasa zu schrieben. Immerhin scheinen Sie ja wesentlich besser zu wissen was in der jetzigen Situation zu tun ist und was nicht.


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