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München wirbt nach Rekordjahr für dritte Startbahn

FMG-Chef Dr. Michael Kerkloh
Früherer FMG-Chef Dr. Michael Kerkloh, © FMG

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MÜNCHEN - Mit sattem Gewinn und Passagierrekord im Rücken wirbt der ausgelastete Flughafen München weiter für die geplante dritte Startbahn. Die Entwicklung werde schon heute durch fehlende Infrastruktur gebremst, sagte Flughafen-Chef Michael Kerkloh am Donnerstag. "Und dazu gehört eben auch die dritte Start- und Landebahn." Die Piste ist in der Region sehr umstritten - am Mittwoch begann vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ein Prozess über mehrere Klagen gegen das Projekt.

Der Airport konnte trotz der Krise in der europäischen Luftfahrt im vergangenen Jahr unter dem Strich 95 Millionen Euro verdienen - mehr als 50 Prozent mehr als 2011. Beim Umsatz gab es einen neuen Rekord: Mit knapp 1,2 Milliarden Euro legte der Flughafen um 50 Millionen zu.

Verantwortlich für den satten Gewinn war unter anderem ein neuer Passagierrekord: 38,4 Millionen Menschen flogen 2012 von und nach München - zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig habe die Zahl der Flugbewegungen abgenommen: "Noch sind die Fluggesellschaften dazu in der Lage, eine steigende Passagiernachfrage durch größere Flugzeuge aufzufangen", sagte Kerkloh.

Für das laufende Jahr erwartet der Flughafen, dass die Passagierzahlen stagnieren. Aufgrund des anhaltenden Trends zu größeren Flugzeugen werde es wohl auch erneut weniger Starts und Landungen geben.

Derzeit sei der Flughafen "ausgebucht". In den Stoßzeiten stünden keine Slots für Starts und Landungen mehr zur Verfügung. Unter anderem benötigten die Airlines aber genau diese, um sich in München weiter auszubreiten. "Wenn das bei uns aufgrund der Kapazitätsengpässe nicht zu realisieren ist, stationiert die betreffende Fluggesellschaft ihre Maschinen eben an einem anderen Flughafen."

Bund und Freistaat, die neben der Stadt München am Flughafen beteiligt sind, halten trotz massiver Proteste in der Region an der Startbahn fest. Der ablehnende Bürgerentscheid im vergangenen Sommer hatte das Projekt vorläufig gestoppt.
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa, Archiv | 21.03.2013 13:46

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Beitrag vom 16.01.2014 - 08:17 Uhr
@dr. sommer
Was bist du denn für einer? Vier Beiträge, wovon zwei Siemens grundlos ins negative ziehen.
Bist du frustriert? Wollten sie dich nicht?
Beitrag vom 16.01.2014 - 04:09 Uhr
...und ein gut funktionierender BER hätte da auch nur gestört!! Kam ja auch nicht so,dank der "Tatkräftigen Unterstützung von Siemens.....

Beitrag vom 22.03.2013 - 22:38 Uhr
@dreambus

Ja, man könnte die Bahn durchaus kürzer bauen.

Es würden operativ aber einfach zu viele Kompromisse eingegangen werden.


Wer an einer vollständigen Analyse (inkl. teilweise sehr polemischer Diskussion) rund um das Thema 3. Bahn in MUC interessiert ist, empfehle ich den entsprechenden Thread im MUC-Forum.
Mehr und detaillierte Informationen findet man nirgends.


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