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Kassel-Calden setzt auf knappe Kapazitäten an Großflughäfen

Flughafen Kassel
Luftbild Bauarbeiten Kassel-Calden II, © Flughafen Kassel

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KASSEL - Beim neuen Flughafen Kassel-Calden sieht Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) Linienverbindungen als Erfolgsrezept. "Wir werden erst einmal auf Charterverkehr setzen und mittelfristig den Linienverkehr etablieren", sagte Schäfer auf hr-online. Er sehe gute Chancen, wenn in wenigen Jahren große Flughäfen an ihre Grenzen stießen. "Calden wird einer der ersten Regionalflughäfen sein, der für Linienverkehr von größeren Fluglinien wieder interessant werden wird."

Dennoch glaubt der CDU-Politiker nicht daran, dass mit dem Flughafen richtig Geld zu verdienen ist. "Das Ziel muss eine schwarze Null sein, damit es keine weitere Belastung für die öffentlichen Kassen gibt." Dafür brauche der Flughafen 660.000 Fluggäste, die Zahl solle 2020 erreicht werden. "Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass wir den Flughafen dauerhaft wirtschaftlich betreiben können."

Trotz aller Kritik sei es richtig gewesen, den Flughafen zu bauen, sagte Schäfer. Der Flughafen wird am 4. April eröffnet und soll rund 271 Millionen Euro kosten. Kritiker befürchten eine zu geringe Auslastung.

Auch in der Airlinebranche hält sich die Begeisterung über den neuen Regionalairport in Grenzen. Condor-Chef Ralf Teckentrup bezeichnete den Ausbau von Kassel im Hessischen Rundfunk als "Investitionsgrab". "Ich kenne keinen deutschen Regionalflughafen, der eine prosperierende Zukunftsperspektive hat. Warum sollte das in Kassel anders sein?"

Regionale Airports sind für ihre in der Regel öffentlichen Betreiber teure Infrastruktur. Der Flughafenverband ADV sieht die kleineren Flughäfen in Deutschland zunehmend in Turbulenzen. "Im Jahr 2013 wird nur noch eine gute Handvoll der 22 als international klassifizierten Verkehrsflughäfen in Deutschland ein positives Nettoergebnis erwirtschaften können", warnte ADV-Chef Ralph Beisel in diesem Monat.
© aero.de, dpa | Abb.: Flughafen Kassel | 25.03.2013 10:45

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Beitrag vom 26.03.2013 - 23:56 Uhr
quod erat expectandum, oder auf e-Deutsch, klaro :)
Beitrag vom 26.03.2013 - 23:02 Uhr
Hat die Realität die Prognose schon eingeholt?
 Link:
Beitrag vom 25.03.2013 - 14:35 Uhr
VB hat es schon treffend zusammengefasst. Alle Flughäfen in der Nähe von Kassel laufen nicht mal ansatzweise an der Kapazitätsgrenze. Es wäre mal schön, wenn man Menschen mit Sachverstand zum Minister ernennen würde und nicht anhand ihres Parteibuchs.
Hannover läuft auf 30% der Kapazität, in Paderborn geht es auch nicht grade eng zu und um Frankfurt kann es sowieso überhaupt nicht gehen.
Ein guter Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.


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