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Parallelbetrieb von Berlin-Tegel und Schönefeld wird teuer

airberlin Airbus A330-200
airberlin Airbus A330-200 in Tegel, © Günter Wicker/Ligatur

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BERLIN - Ein Parallelbetrieb der Flughäfen Berlin-Tegel und des neuen Schönefelder Flughafens BER würde nach einem Gutachten in den ersten sechs Monaten rund 50 Millionen Euro kosten. Das gehe aus einer Berechnung des internen Controllings der Flughafengesellschaft von Anfang 2012 hervor, berichtet die "Berliner Zeitung" (Samstag). Unterdessen sieht der Bund sieht keine Chance für Weiterbetrieb von Tegel.

Die Berechnung stamme aus einer Zeit, als die Betreiber erreichen wollten, dass Tegel noch in der Nacht der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens geschlossen wird, heißt es. So wollte die Flughafengesellschaft "erhebliche, vermeidbare Mehrkosten insbesondere für Personal, Anlagen, Fahrzeuge und Geräte" vermeiden.

Der Antrag war an die für die Betriebsgenehmigung zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gerichtet. Damals gingen die Betreiber noch von einer Eröffnung des BER am 3. Juni 2012 aus. Der Senat sollte die Genehmigung für Tegel in dieser Nacht erlöschen lassen, damit die Flughafengesellschaft nicht mehr für den Stadtflughafen zahlen muss.

Doch der Senat lehnte dies ab; Tegel sollte notfalls als Reserve dienen. Deshalb gilt bis heute, dass die Betriebsgenehmigung für Tegel erst sechs Monate nach Eröffnung des BER erlöschen soll.

Bund sieht keine Chance für Weiterbetrieb von Tegel

Unterdessen sieht das Bundesverkehrsministerium keine Chance für eine Verlängerung des Betriebs auf dem Berliner Airport Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" widersprachen Experten des Ministeriums einem vor knapp zwei Wochen vorgestellten Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das Wege sah, um Tegel zumindest vorübergehend länger offenzuhalten.

Das Magazin zitiert aus einem entsprechenden Vermerk. Darin heiße es, das Gutachten führe zu "falschen Schlüssen". Und: In der Planung für den neuen Flughafen "wird ausdrücklich die Schließung Tegels als tragende Begründung" bezeichnet.

Die Beamten von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) schrieben weiter, fiele die Geschäftsgrundlage der Planung weg, dann würde dies in jedem Fall die Rechtswidrigkeit des bestehenden Planfeststellungsbeschlusses mit sich bringen. Ramsauer hatte zuvor bereits gesagt, er sehe wenig Chancen für einen Weiterbetrieb von Tegel. Ähnlich hatten sich die Mitgesellschafter des Flughafens, Berlin und Brandenburg, geäußert. Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte dagegen den Weiterbetrieb angeregt.
© dpa-AFX | 20.04.2013 14:31


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