Olympia-Teilnehmerin
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Austrian hilft Timanowskaja bei Flucht nach Europa

Austrian Boeing 777-200ER
Austrian Boeing 777-200ER, © Lufthansa

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TOKIO - Die belarussische Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja zufolge wegen Sicherheitsbedenken bei der Flucht vor dem Regime nach Europa kurzfristig die Flugverbindung gewechselt.

OS52 nach Wien statt LO50 nach Warschau: Kristina Timanowskaja wird laut Insidern über Österreich in die EU einreisen anstatt wie zunächst geplant direkt nach Polen zu fliegen.

Konsulatsmitarbeiter hätten ihre Flugroute aufgrund von Sicherheitsbedenken geändert, erklärte ein Vertrauter Timanowskajas am frühen Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Timanowskaja sollte am Vormittag von Tokio aus einen Flug in die polnische Hauptstadt Warschau antreten. Die 24-Jährige hat für das EU-Land ein Visum erhalten. Stattdessen nahm sie den Flug von Austrian Airlines, der planmäßig um 16:05 Uhr (Ortszeit) in Wien landen soll.

Timanowskaja wurde in einem Van mit Polizeieskorte zum Flughafen Narita gebracht. Mit Gesichtsmaske und Sonnenbrille bekleidet verschwand sie in Begleitung mehrerer Sicherheitsbeamter in einem Aufzug zu einem VIP-Bereich. Sie äußerte sich nicht vor wartenden Reportern.

Timanowskaja hatte am Sonntag in einer Botschaft an Reuters erklärt, sie sei nach einer Beschwerde über ihre Trainer zum Flughafen Tokio gebracht worden, um gegen ihren Willen in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden. In Belarus regiert seit 1994 Präsident Alexander Lukaschenko, der mit harter Hand gegen Kritiker vorgeht.

Das Regime hatte im Mai die Zwischenlandung eines Ryanair-Flugs in Minsk erzwungen, um des Regierungskritikers Roman Protassewitsch habhaft zu werden. Protassewitsch befindet sich seither in Haft und erleidet laut Unterstützern Folter.
© aero.de, Reuters | 04.08.2021 08:40

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Beitrag vom 05.08.2021 - 09:29 Uhr
Man wollte wohl auch vermeiden, daß unerwünschte "Begleiter" mit an Bord sind ...
Beitrag vom 05.08.2021 - 09:10 Uhr
Ich denke, mit dieser Persönlichkeit an Bord hätte selbst Ryanair einen Umweg um Belarus geflogen.

Und: auch LOT hätte sich in Begleitung von Kampfjets selbstverständlich zur Landung zwingen lassen. Vielleicht hätte Belarus vor LOT etwas mehr Respekt als vor Ryanair gehabt, aber auch das ist eher unwahrscheinlich.
Beitrag vom 05.08.2021 - 08:01 Uhr
Man muss ja nicht drüber fliegen, auch die LOT nicht. Gestern hat man auch einen Haken geschlagen, um Belarus zu meiden. Wäre ohnehin nicht gegangen, da die LOT nicht geflogen wäre, erst Sonntag wieder.


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