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Boeing 787-Reparatur in London beginnt

Ethiopian B787
Ethiopian B787, © Boeing, Archiv

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LONDON - Der wegen eines Brandschadens seit dem 12. Juli in London-Heathrow gestrandete Dreamliner ET-AOP von Ethiopian Airlines wird repariert. Nach Medienangaben hat Boeing beschlossen, einen maßgeschneiderten Flicken an die Schadensstelle zu setzen. Die "Seattle Times" berichtete unter Bezugnahme auf Boeing-Mitarbeiter, das Unternehmen habe zur Herstellung des Flickens eigens eine neue Hecksektion in North Charleston produziert.

Aus dieser könne nun die maßgeschneiderte Flickstelle ausgeschnitten werden. Außerdem liefere diese Sektion einen Vorrat an Reparaturmaterial für mögliche, künftige Schadensfälle.

Die von Boeing bislang nicht näher erläuterte Reparatur bestehe, laut Angaben der Zeitung, aus mehreren Abschnitten. Zunächst werde die durch den Brand schwer beschädigte Rumpfhaut im Dachbereich der Kabine auf Höhe der hinteren Türen ausgeschnitten. In dieser rechteckigen Öffnung mit abgerundeten Ecken werde der genau passende Flicken eingebaut. Seine Ränder würden dann mit einer speziellen Siegelmasse verschlossen.

Anschließend werde ein weiterer, überlappender Flicken von innen auf die Austauschstelle geklebt. Dabei würden durch Vakuumsäcke fixierte Heizmatten und Spezialklebstoff verwendet. Schließlich müssten noch die Längsträger der Flugzeugstruktur an der Flickstelle komplettiert werden. Dies geschehe ebenfalls unter genau vorgeschriebenen Temperatur- und Druckbedingungen.

Die nun favorisierte Lösung sei weniger aufwändig, als die gesamte Hecksektion zu tauschen, alle Leitungen und Kabel zu trennen und dann wieder mit Heckspitze und mittlerem Rumpf zu verbinden. Boeing rechne mit einer Reparaturdauer von fünf Wochen.

Zur Zeit steht das Flugzeug, umgeben von Arbeitsbühnen, unter einem provisorischem Gerüst-Zeltdach auf dem Vorfeld in London-Heathrow. Das komplette Seitenleitwerk der 787-8 ist bereits abgenommen worden. Die komplizierte Reparatur an einer strukturell besonders anspruchsvollen Stelle des Rumpfes wird branchenweit mit großem Interesse verfolgt. Es dürfte sich im Bereich Passagierluftfahrt um die bislang größte Reparatur einer Struktur aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff handeln.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: The Boeing Company | 24.10.2013 08:14

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Beitrag vom 17.12.2013 - 11:31 Uhr
 http://www.aero.de/news-18727/Durch-Brand-beschaedigte-787-soll-vor-Weihnachten-wieder-fliegen.html

Bin mal gespannt...
Beitrag vom 29.11.2013 - 12:19 Uhr
Die Hälfte der Reparatur ist geschafft -- nach diesem Bericht:
 http://www.aviationweek.com/Article.aspx?id=/article-xml/awx_11_26_2013_p0-640968.xml

Beitrag vom 05.11.2013 - 10:51 Uhr
aber ware es nicht generell besser dieses extra ausgeschnittene Rumpfteil 10cm grosser zu machen und von innen anzukleben. Was dann schon Mal bewirken wurde das die reperatur nicht wegfliegen kann. Und aussen einfach einen flachen CFK aufzulaminieren damit alles wieder schon flach ist.?


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