Massiver Ausbau der Produktion
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Boeing flutet ab 2017 den Markt mit 737 und 737 MAX

Boeing 737
Boeing 737, © The Boeing Company

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RENTON - Boeing tastet sich bei der 737 langsam an einen Monatsproduktion von 50 Flugzeugen heran. Wenn im dritten Quartal 2017 die erste 737 MAX in Dienst geht soll die monatliche Produktion 47 Maschinen erreicht haben, teilte Boeing am Donnerstag in Seattle mit. "Wir gehen diesen Schritt, damit unsere Kunden ihre Flugzeuge erhalten, sobald sie sie brauchen", sagte Boeings 737 Programmchefin Beverly Wyse.

Am 737 Endmontagewerk Renton (Washington) errichtet Boeing bis 2015 eine dritte Produktionslinie. Auf der neuen FAL wird Boeing zunächst Prototypen und erste Serienflugzeuge der MAX zusammensetzen.

Gegenwärtig produziert Boeing 38 737 im Monat, will die Produktion aber bereits im ersten Halbjahr 2014 auf 42 Flugzeuge umstellen.

Dann werden die Amerikaner mit Airbus gleichziehen - vom Konkurrenzmodell A320 verlassen derzeit bereits jeden Monat 42 Flugzeuge die Airbus Endmontagelinien in Toulouse, Hamburg und Tianjin. Ab 2015 lässt Airbus die A320 auch am US Standort Mobile (Alabama) montieren.

Pläne für eine höhere Monatsproduktion liegen derzeit auf Eis - Airbus will seine Zulieferkette nicht zu sehr zu strapazieren.

Solche Bedenken scheint Boeing nicht zu haben. "Wir sehen keine großen Hindernisse auf dem Weg, eine Monatsproduktion von 47 Flugzeugen zu realisieren", rutschte Spirit Aerosystems-Chef Larry Lawson im August die jetzt offiziell beschlossene Rate raus. Spirit Aerosystems gehört zu den wichtigsten Zulieferern der 737.

Boeing liegen für seinen Brot-und-Butter-Flieger gegenwärtig 3.400 offene Aufträge vor. Bei Airbus ist der Stapel mit knapp 4.300 Aufträgen sogar noch etwas höher.

16 787/Monat noch vor 2020

Boeing-Lenker Jim McNerney hatte Anlegern schon im Mai eine aggressivere Produktionsstrategie versprochen. Boeing werde sein Auftragspolster in den nächsten Jahren schneller in Cashflow ummünzen, kündigte McNerney an. Jetzt lässt Seattle Taten folgen - auch für die 787 gab McNerney vergangene Wochen schneller wachsende Produktionszahlen aus.

Bis 2016 sollen demnach monatlich zwölf Dreamliner fertig werden. Noch vor dem Jahr 2020 werde die Produktion auf 14 Exemplare pro Monat steigen.
© aero.de | Abb.: The Boeing Company | 31.10.2013 16:40

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Beitrag vom 09.04.2015 - 13:54 Uhr
Boeing kann leichter Personal abbauen als Airbus.
Ferner müssen die Kunden auch mitspielen.
Beitrag vom 09.04.2015 - 13:38 Uhr
Möglich.
Airbus hat gerade erst den Ausbau der A320-Produktion auf 50 Stk/Mo Ende Q1/2017 angekündigt. Gemessen am Backlog wird auch das nicht ausreichend sein.
Rein von den vorhandenen A320-FALs her auf 3 verschiedenen Kontinenten hat Airbus bei Bedarf (und derist vorhanden) ggf. strukturell vor Ort die größeren Möglichkeiten eines Ausbaus über die bereits angekündigten Raten hinaus als Boeing in Renton. Allerdings liegt der Falschenhals eher oder zusätzlich noch bei den Tier1s und da könnte die Geschichte dann anders ausgehen.

Am Ende kann man sich aber auf Murphy sehr einfach einigen..
Beitrag vom 09.04.2015 - 10:41 Uhr
Diese Zahlen entsprechen in etwa den Planzahlen, von daher sind diese nicht verwunderlich.

Das bezweifle ich stark. Boeing liegt derzeit zu weit vorn. Ab 2022 ist wieder alles möglich.

Warum erst so spät?
>
Die Einschätzung beruht hauptsächlich auf B737/A320 und B787/A350. Bei A320 spricht Airbus von 42/Monat. Dann hätte (rein rechnerisch)beispielsweise im 1. Quartal ja ca. 126 statt real 109 heraus kommen müssen. Sehe im Moment einfach bei Airbus einen längeren Stillstand während Boeing munter laufend die Produktion von B737 erheblich erhöht. Mobile wird seine max. 4/Monat auch erst in einigen Jahren erreichen und von Kap-Erhöhungen in Hamburg/Tolouse weiß ich derzeit nichts konkretes.

Bei A350 wird der Hochlauf auf ordentliche Zahlen doch vermutlich ettliche Jahre dauern. Im Moment wird Boeing bei B787 die Prod. um mehr Flugzeuge erhöhen können als Airbus von A350 baut. Die haben einfach einen jahrelangen Vorsprung der auch bei problemlosen Hochlauf nicht einzuholen ist.

Das ist zugegeben eine etwas pessimistische rein persönliche Einschätzung die so nicht eintreffen muss. Vor 2020 halte ich es dennoch für ausgeschlossen. Liegt wohl an jahrzehntelanger praktischer Erfahrung in Beschaffung/Produktion/Verkauf wo Murphys Gesetz nur zu oft zuschlug.


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