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Airbus arbeitet an ETOPS 420 für A350

Airbus A350
Airbus A350, © Airbus Group

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HAMBURG - Airbus möchte für seinen neuen Langstreckenjet A350 eine auf 420 Minuten ausgedehnte ETOPS-Regel durchsetzen. Der Hersteller habe Kunden des Flugzeugs über entsprechende Absichten informiert und bei den Zulassungsstellen vorgefühlt, schreibt das "Wall Street Journal".

Mit einer ETOPS 420-Zulassung wären der A350 Routen möglich, auf denen der nächste mit einem Triebwerk erreichbare Ausweichflughafen bis zu sieben Flugstunden entfernt liegen darf. Airlines könnten das Flugzeug dann auf Strecken einsetzen, die für Zweistrahler bislang tabu waren, und direktere Routen planen.

Für eine auf 420 ETOPS-Minuten ausgedehnte Betriebszulassung müsste Airbus vor allem EASA und FAA von höchster Zuverlässigkeit der A350-Systeme überzeugen. Die aktuelle A330-Serie ist bis ETOPS 240 zugelassen.

Boeing konnte die ETOPS-Regel für die 777 im Jahr 2011 mit Genehmigung der FAA auf 330 Minuten dehnen. Für die 787 gilt nach den Batteriebränden im letzten Jahr weiterhin eine die Einsatzmöglichkeiten einschränkende ETOPS 180-Regel.
 
Airbus liegen für die A350 812 Festbestellungen von 39 Kunden vor.
© aero.de | 18.01.2014 17:03

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Beitrag vom 22.01.2014 - 08:24 Uhr
Wow das ist ja Interessant. Ich dnake dir für die Antwort. Mir war klar, dass die Flugleistung heutzutage kein Problem mehr darstellen wird, aber das es der Sauersoff is, der das ganze Begrenzt - wow
Beitrag vom 21.01.2014 - 18:20 Uhr
Habe die Pressestelle einer bekannten deutschen Airline angeschrieben und sogar sehr schnell Antwort bekommen, und diese war sehr detailiert. Ich gebe Sie Sinngemäß wieder.

>Sinngemäße Frage: "...es kam die Frage auf, ob oder mit welchen Flugzeugtypen (2 Strahler oder 4-Strahler) auf dem Weg nach Südostasien man die Flugstreckenverkürzende Airway L888 benutzen könnte?
Welche limitierenden Fakten im Falle eines Triebwerksaausfalles, Druckverlustes usw schränken die Nutzung ein? Besonders Interesse liegt dabei auf den Flugzeugen A330 und B777."

>sinngemäßes Zitat der Antwort: "Steigleistung ist unerheblich, die Minimum Safe Altitude zu halten ist kein Problem für aktuelle Twins wie die B777 oder A330. Das Problem ist der Sauerstoff an Bord, der reicht bei normaler Auslegung nicht für den langsamen Driftdown und das herausfliegen aus dem Gebiet." Zitat Ende.

Somit: Sauerstoffmenge anpassen und man kann mit jedem Flugzeug den Airway L888 befliegen. Macht zwar wenig Sinn, die ganze Anlage umzubauen, aber möglich ist es. Die in der CS25 beschriebenen Anforderungen sollten ja alle aktuellen Flugzeuge erfüllen, zumindest die Performanceseite.
Beitrag vom 21.01.2014 - 18:04 Uhr
allan hat im großen und ganzen recht. im detail ist es etwas komplexer ( es sind mal 1000ft und mal 2000ft und ob das mit den 1.1% wirklich enroute auch gilt und nicht nur beim start/climb out). (“JAR-OPS 1.500
(b) The gradient of the net flight path must be positive at at least 1,000 ft above all terrain and obstructions along the route.) nachlesen kann man das nicht in der bauvorschrift (far/cs 25), sondern in den ops rules, z.b. jar ops. schön zusammengefasst findet mans in 'getting to grips with ac performance' von airbus. findet man als pdf via google.

generell ist etops ne sache, wo der hersteller lediglich voraussetzungen schaafen kann. die etops muss jede airline selber durchlaufen, weils eben nicht nur um flugleistungen geht, sondern auch um zuverlässigkeit der crew, routenplanung, wartungsprozeduren, etc.

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2014 18:08 Uhr bearbeitet.


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