Flug MH-370
Älter als 7 Tage

Suche in Seegebieten südwestlich letzter Radarposition

Malaysia Airlines Boeing 777-200ER 9M-MRO
Malaysia Airlines Boeing 777-200ER, © Ingo Lang

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SEPANG - Die internationale Suche nach Flug MH370 wurde am Wochenende auf Land- und Seegebiete von Kasachstan bis in den südlichen Indischen Ozean ausgeweitet. Ermittler haben zwei spiegelgleiche Flugkorridore errechnet. In einem dieser Korridore dürfte sich die Maschine aufgehalten haben, bevor Flug MH370 wahrscheinlich abstürzte.

Von Malaysia aus flog die Boeing 777-200ER MRO entweder in Richtung Nordwesten über Indien und Pakistan bis nach Kasachstan, oder Richtung Südwesten - über Indonesien westlich an Australien vorbei in den Indischen Ozean.

Inzwischen sind die Behörden sicher, dass die Boeing noch 7,5 Stunden nach dem Start in Kuala Lumpur in der Luft war und stündlich "Ping"-Signale aussendete, von denen das letzte um 08:11 Uhr Ortszeit von einem Inmarsat-Satelliten registriert wurde.

"Im Inmarsat-Netz wurden automatisch gesendete Signale von Flug MH370 empfangen", bestätigte Inmarsat in einer knappen Stellungnahme. Alle Daten seien über SITA an Malaysia Airlines weitergeleitet worden.

Aus den Kontakten zwischen der Boeing und dem Inmarsat-Satelliten seien relativ genaue Flughöhen und -geschwindigkeiten sowie ein westlicher Kurs des Flugzeugs abgeleitet worden, verlautete am Wochenende aus dem Umfeld der französischen Ermittlungsbehörde BEA.

Das letzte Ping von Flug MH370 kann allerdings entweder nördlich oder südlich seiner letzten bekannten Position gesendet worden sein. Malaysia Airlines soll ihre 777-Flotte noch nicht auf das neueste Inmarsat-System umgestellt haben, das eine exakte Positionsbestimmung über mehere Satelliten ermöglicht.

Flug MH370 - ungefähres südwestliches Suchgebiet, © Google Maps, aero.de


Australien koordiniert auf Bitten Malaysias die Suche nach dem verschwundenen Flugzeug im Indischen Ozean. Das riesige Suchgebiet erstreckt sich über die halbe Strecke bis nach Südafrika. Die Ermittler halten es für wahrscheinlicher, dass die Boeing 777 über See abstürzte und nicht mehr über Land flog.

Denn bei einem nordwestlichem Überlandflug hätte MH370 Tag und Nacht militärisch überwachte Lufträume durchfliegen müssen. Jedes nicht identifizierte Flugzeug wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit binnen weniger Minuten aufgefallen und von aufsteigenden Kampfjets abgefangen worden.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Google Maps, aero.de | 17.03.2014 10:52


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