Flug MH-370
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Inmarsat: Sechseinhalb Kontakte nach Ausfall des ACARS

Inmarsat
MH370: Berechnung des Flugverlaufs mit Inmarsat-Daten, © Inmarsat

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PERTH - Das Wetter im südlichen Indischen Ozean hat sich gebessert. Am Mittwoch nahmen Flugzeuge und Schiffe die Suche nach der seit 08. März vermissten Boeing 777-200 von Malaysia Airlines wieder auf. Sie konzentrieren sich auf ein Suchgebiet, das inzwischen mit Hilfe von Satellitendaten aus dem Inmarsat-Netzwerk eingegrenzt werden konnte.

"Wenn eine Bodenstation eine Stunde lang kein Signal von einem Flugzeug empfängt, sendet sie über einen Satelliten eine log-on/log-off Nachricht", erklärt Inmarsat das Prinzip. Das Flugzeug antworte auf diesen Ping und bestätige mit einem "Handschlag", dass es noch im Netzwerk eingeloggt ist.

Auf Basis des Doppler-Effekts sei aus diesen Daten ein nördlicher und ein südlicher Flugkorridor von MH370 abgeleitet worden, teilte das AAIB, die britische Flugunfallbehörde, am Montag mit. Die Daten deuteten dabei stark auf den errechneten Südkorridor hin.

MH370 stürzte zwischen 0:11 und 1:15 UTC ab

"Die Bodenstation hat noch sechs vollständige Handschläge registriert, nach dem das ACARS (...) aufhörte, Nachrichten zu senden", erklärte Inmarsat. Die letzte abgeschlossene Ping-Kommunikation mit MH370 sei um 0:11 UTC im Netzwerk registriert worden.

Um 1:15 UTC sendete die Bodenstation das nächste Signal an die Boeing, erhielt aber keine Antwort mehr.

"Deshalb muss es dem Flugzeug ab einem Zeitpunkt zwischen 0:11 UTC und 01:15 UTC nicht mehr möglich gewesen sein, mit der Bodenstation zu kommunizieren", stützt Malaysia Airlines die seit Montag offizielle Absturztheorie. In diesem Zeitfenster müsse der Boeing auch der Sprit ausgegangen sein.

Sein allerletztes Lebenszeichen sendete Flug MH370 um 0:19 UTC mit einem "unvollständigen Handschlag" in das Inmarsat-Netz.

Möglicherweise handelte es sich dabei um einen "fehlgeschlagenen Login in das Netzwerk" oder einen "Reset-Versuch des Systems", sagte Inmarsat-Manager Chris McLaughlin dem "Wallstreet Journal". Es gäbe viele Erklärungen für ein solches Signal, einen menschlichen Eingriff schließe man jedoch aus.

An Bord des Flugs MH370 von Kuala Lumpur nach Peking befanden sich 239 Menschen.
© aero.de | Abb.: AMSA | 26.03.2014 10:14


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