Traumatischer Bruch
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Etihad-Einstiegspläne bei Alitalia kommen ins Stocken

Alitalia Boeing 767
Alitalia Boeing 767, © SkyTeam

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ROM - Der geplante Einstieg von Etihad Airways bei Alitalia ist in Stocken gekommen und eingefroren worden. Dies melden italienische Zeitungen am Donnerstag und fürchten bereits ein Ende der Verhandlungen. Die "Il Messaggero" schreibt, die politischen und technischen Bedingungen für den Einstieg seien nicht erfüllt worden.

Die italienische Regierung habe dem vom möglichen Großinvestor aus Abu Dhabi im Rahmen seiner Sanierungsstrategie geforderten Stellenabbau von 3.000 Stellen nicht zugestimmt und es gebe Meinungsverschiedenheiten beim geplanten Schuldenabbau der defizitären Airline. Auch habe Etihad von ihr geforderte Garantien für Verkehrsrechte nach Mailand-Linate nicht erhalten.

Etihad hatte, laut bisher nicht offiziell bestätigten Berichten, 40 bis 45 Prozent der Alitalia-Anteile übernehmen wollen, was die Investoren aus den Emiraten bis zu 500 Millionen Euro gekostet hätte.

Die Aktienmehrheit, und damit auch die weiterhin unbeschränkten EU-Verkehrsrechte für Alitalia, wäre bei italienischen Banken und der italienischen Post verblieben. Angeblich erwog Etihad auch eine Kapitalerhöhung im Wert von 300 Millionen Euro.

"Traumatischer Bruch"

Laut "Il Messaggero" handelt es sich nicht nur um ein allgemeines Stocken der Verhandlungen, sondern um einen "traumatischen Bruch" nach monatelangen Verhandlungen.

Noch in der letzten Woche hatten sich Etihad-Chef James Hogan und Italiens Premier Matteo Renzi in Rom getroffen. Italiens Verkehrsminister Maurizio Lupi hatte danach vor dem Senat in Rom erkärt, Etihad habe die Alitalia-Bücher geprüft und eine Grundsatzvereinbarung sei in Arbeit, so die Zeitung.

Alitalia war im letzten Jahr durch ein 500-Millionen-Euro-Hilfspaket des italienischen Staates gerettet worden. Neue Staatshilfen dieser Art sind jedoch im Rahmen der EU-Vorgaben nicht mehr zulässig, so dass Altialia dringend private Investoren benötigt, die ihr bei der nötigen Restrukturierung helfen.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 17.04.2014 12:34

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Beitrag vom 17.04.2014 - 18:52 Uhr
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und ausserdem: Nicht nur Alitalia geht den Weg, sondern: Alle europäischen Fluglinien werden früher oder später einmal Opfer ihrer Wirtschaftspolitik! Und da können sie vorher noch soviele Sparprogramme entfachen.

Der Fehler kam zu Beginn des Jahres 2000, als man meinte, es gehe in der Luftverkehrswirtschaft immer noch aufwärts, während der Himmel sich bereits eintrübte!

Nun, viele andere europäische Fluglinien haben schon ihre Bruchlandung hinter sich, aber nicht nur diese. Warum nicht auch Alitalia und andere?
Beitrag vom 17.04.2014 - 15:24 Uhr
dann wird es nicht mehr lange dauern und der Laden ist insolvent. Pleite sind sie schon lange.


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