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Regierung soll Etihad-Einstieg bei Air Serbia unterstützen

Air Serbia Airbus A319
Air Serbia Airbus A319, © Air Serbia

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BELGRAD - Die serbische Regierung soll die Beteiligung der arabischen Airline Etihad an der maroden Air Serbia mit großzügigen Subventionen unterstützen. Das berichtete die Belgrader Zeitung "Danas" am Samstag unter Berufung auf den früheren Regierungschef Zoran Zivkovic.

Belgrad zahle seit dem Einstieg des Air-Berlin-Großaktionärs Etihad im vergangenen Jahr in die frühere JAT, berichtete Zivkovic, dem der bisher streng geheim gehaltene Vertrag vorliegen soll. Die genaue Höhe der Förderung fehle jedoch in dem Vertrag. Etihad hält an der von JAT in Air Serbia umbenannten Fluglinie 49 Prozent, der serbische Staat 51 Prozent.

Die Lufthansa hatte auf das weitere Vordringen der staatlich gestützten Etihad in den europäischen Markt empfindlich reagiert und die EU-Kommission angerufen. Die Brüsseler Behörde müsse endlich Schutz vor unfairem Wettbewerb bieten, hieß es. Die Araber ihrerseits drohen mit Auftragsstornierungen beim europäischen Flugzeugbauer Airbus, sollten sie nicht noch mehr Landerechte erhalten.

Die Berichte aus Belgrad dürften die Diskussion um die Subventionsvorwürfe weiter befeuern. Allerdings hatte Etihad Ende Juni diese Vorwürfe noch einmal zurückgewiesen. Die Fluggesellschaft habe Startkapital von der Regierung Abu Dhabis als ihrem Aktionär erhalten, hatte Konzernchef James Hogan der Tageszeitung "Die Welt" versichert. Das Geld werde zu gegebenem Zeitpunkt zurückerstattet.
© dpa | 05.07.2014 13:39

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Beitrag vom 05.07.2014 - 23:12 Uhr
Vielleicht würde es Airbus eine Weile weh tun Aufträge aus ME zu verlieren und auch die Profitabilität des A380 untergraben.
>

Bin jetzt mit der "Profitabilität" ganz durcheinander.
Waren es jetzt minus 20 Millarden $ vor oder nach den Türen ?

Beitrag vom 05.07.2014 - 15:41 Uhr
Um es mal ganz klar auszudrücken. Vielleicht würde es Airbus eine Weile weh tun Aufträge aus ME zu verlieren und auch die Profitabilität des A380 untergraben. Für den Gesamtmarkt wäre es aber u. U. besser wenn die Airlines aus ME dann nicht so viel Kapazität in den Markt pumpen könnten. Es würde die rechnerischen durchschnittlichen Produktionskosten weniger stark senken und den einhergehenden Yieldverfall, der sich dem unweigerlich anschlösse, Einhalt gebieten. Einfach auf Boeing umzuschwenken bringt den ME Airlines dann auch nicht den gewünschten Effekt, da die Preise nicht im gleichen Maße sinken könnten wie unter der geplanten Expansion auf Basis A380, um den Europäischen Airlines wirklich zuzusetzen. Slots gibt es ja an den meisten Hubs nur begrenzt. Eine weniger starke Expansionspolitik stünde den ME Airlines gut zu Gesichte. Was jetzt läuft ist in höchstem Maße ungesund, kann auf Dauer nicht gutgehen und würde unweigerlich zu starken Verstimmungen in der Branche führen, Airlines und Hersteller alike. Was nutzt Europa eine top profitable Airbus Firma, wenn der Rest der europäischen Wirtschaft keine lokalen Airlines mehr hat die ihre Interessen im Sinne internationaler Anbindungen berücksichtigen, sowohl für Waren als auch Personenverkehre.


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