Aus für Little Red
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Virgin Atlantic besinnt sich auf ihr Transatlantik-Netz

Virgin Atlantic Airbus A320
Virgin Atlantic Airbus A320, © Ingo Lang

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LONDON - Virgin Atlantic konzentriert sich auf ihr eigentliches Geschäftsmodell - Transatlantikflüge von London in die Vereinigten Staaten. "Wir positionieren uns als Gewinnerairline", sagte Vorstandschef Craig Kreeger. Vor 18 Monaten gestartete Kurzstrecken erwiesen sich allerdings als Verlustgeschäft.

Virgin Atlantic werde ihre Kurzstrecken unter der Marke "Little Red" mangels Erfolg alsbald einstellen, schreibt die "Sunday Times" unter Berufung auf informierte Kreise. Little Red flog seit März 2013 Passagiere von Manchester, Edinburgh und Aberdeen an den Virgin Atlantic-Hub London Heathrow.

Die Airline hatte sich den Kurzstreckenableger geleistet, nachdem BMI von Lufthansa an British Airways verkauft wurde.

British Airways musste bei der BMI-Übernahme einige Heathrow-Slots an Konkurrenten auflassen - Virgin Atlantic griff zu und kündigte ihrem Erzrivalen einen "harten Wettbewerb" an. Virgin Red-Flüge wurden im Wet Lease von Aer Lingus durchgeführt.

Ende 2012 übernahm der US Airlinekonzern Delta 49 Prozent der Virgin Atlantic-Aktien. Unter dem Einfluss des neuen Großaktionärs richtet Virgin Atlantic ihr Netzwerk wieder stärker auf den Sprung über den Großen Teich in die USA aus und zieht sich von den Strecken Tokio, Mumbai, Kapstadt und Vancouver zurück.

"Wir schicken jede Route durch eine recht einfache Linse", sagte Kreeger. "Ist sie profitabel? Falls sie es heute nicht ist - sehen wir einen Weg, der zur Profitabilität führt? Falls die Antwort auf diese Frage auch nein ist - ist die Strecke strategisch wichtig?"

Kapazitätsverlagerung von Asien in die USA

Obwohl Transatlantikflüge "schon immer das Herz unserers Netzwerks und wirtschaftlich am erfolgreichsten waren", werde Virgin Atlantic ein globales Profil wahren, ergänzte Kreeger.

Durch die Aufgabe von Tokio und Mumbai strafft Virgin Atlantic ihr Asiennetz um ein Drittel auf vier Ziele. Dafür nimmt Virgin täglich fünf weitere Flüge in die USA ins Angebot auf, darunter eine neue Linie nach Detroit. Die Frequezen nach San Francisco und Miami werden verdichtet.

Virgin Atlantic halbierte 2013 ihren Vorsteuerverlust auf 51 Millionen Pfund. In diesem Jahr soll zumindest die schwarze Null erreicht werden. 2018 will Virgin Atlantic ihren Rekordgewinn von 98,7 Millionen Pfund aus dem Jahr 1999 knacken.

Dazu soll auch die neue Boeing 787-9-Teilflotte beitragen. Der erste von später 16 Dreamlinern wird noch in diesem Monat bei Virgin Atlantic eintreffen. Die Flugzeuge von Boeing ersetzen ältere Airbus A340.
© aero.de mit Bloomberg News | Abb.: Virgin Atlantic | 09.09.2014 09:17


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