Sorge vor Überkapazität
Älter als 7 Tage

Airbus bleibt bei Fertigungsausbau auf der Hut

ISTANBUL - Airbus widersteht der Versuchung, die A320-Fertigung über den bereits geplanten Produktionsausbau hinaus zu erhöhen, obwohl Boeing laut über solchen Schritt nachdenkt. Boeing teilte vergangene Woche mit, dass man bei der 737 mittelfristig 52 Monatseínheiten realisieren könnte.

Derzeit produziert Boeing 42 737 im Monat und wird den Takt 2017 auf 47 Einheiten erhöhen. Bei Airbus verlassen gegenwärtig ebenfalls jeden Monat 42 A320 die Endmontage, Mitte 2016 sollen es 46 sein mit einem Zwischenschritt von 44 im gleichen Jahr.

Dieser sanfte Kapazitätsausbau solle Problemen bei Zulieferern und den Risiken einer Überproduktion im Programm A320 vorbeugen, sagte Airbus Marketingchef John Leahy am Montag auf der ISTAT Europe in Istanbul.

"Was mir Sorgen bereitet ist das Feld der Träume-Prinzip: Bau es und sie werden kommen", sagte Leahy. Ein größerer Produktionsausbau könne "Chaos im ganzen Fertigungsprozess lostreten".

GoAir Airbus A320
GoAir Airbus A320, © Airbus


Airbus und Boeing bedienen mit ihren bereits jetzt hohen Monatsraten den Bedarf von Netzwerkairlines, die A320 und 737 als Hubzubringer einsetzen und von Niedrigpreisgesellschaften. Durch die neuen Modelle A320neo und 737 MAX gab es in beiden Kundengruppen einen zusätzlichen Nachfrageschub.

"Wenn wir über Produktionserhöhungen entscheiden, tun wir das wohlüberlegt", sagte Leahy. "Wir haben dann immer sehr hart daran gearbeitet, sicherzustellen, dass es die Nachfrage für die zusätzlichen Flugzeuge auch tatsächlich gibt."

Sorge vor Überhitzung

Bei einer Umfrage am Rande der ISTAT gaben 38 Prozent der Teilnehmer an, dass die Flugzeugindustrie 2018 auf Überkapazitäten zusteuere.

Leahy gab zu bedenken, dass Airlines manchmal mehr Standardrumpfflugzeuge bestellen, als sie eigentlich benötigen. Konkurrierende Airlines setzten sich Marktanteilsziele, die oft nicht miteinander vereinbar sein.

"Drei Airlines sagen uns, sie werden ihren Marktanteil um 10 bis 15 Prozent ausbauen", erläuterte Leahy. "Aber nur eine Airline wird sehr erfolgreich sein, eine wird scheitern und eine wird sich irgendwo dazwischen wiederfinden. Am Ende werden eine oder sogar zwei Airlines nicht alle Flugzeuge brauchen, die vorher bestellt wurden. Da muss man extrem vorsichtig sein."
© Bloomberg News | Abb.: Airbus | 24.09.2014 09:08

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Beitrag vom 26.09.2014 - 21:02 Uhr
off topic.

eben. viele von denen haben nicht mal den wechsel von münchen nach donauwörth mitgemacht, obwohl in eurocopter buchstäblich vergoldet. klar, hätt ich ne bude in muc auf kredit gekauft, dann würd ich au eher zu bmw technologies wechseln, als mit nem schuldenberg ins schwäbische outback.
dass man vir diesem hintergrund "konzerninterne" wechsel sogar an die waterkant antizipiert, ist genauso hirnrissig wie passend. natürlich muss man die lücken jetzt mit lak&fak stopfen, ohne zugeständnisse. schön, dass sich diese missstände mal wenigstens bis zum abendblatt rumgesprochen haben. fürchte nur, bis sie dort landen, wo sie rechtlich hingehören, sind sie verjährt.
Beitrag vom 26.09.2014 - 20:37 Uhr
Das war mir klar, dass sich hier wieder der ein oder andere im Forum mit meinem Kommentar persönlich angegriffen fühlt ...

@ Nachdenklich:

ich hege definitiv keinen Hass gegen Airbus. Bitte höre auf mir ständig so etwas hier im Forum unterstellen zu wollen, vielen Dank dafür im voraus.

Verdrehe hier aber auch nicht ständig die Realitäten hinsichtlich dem Unternehmen und desses Personalpolitik.
Man liest aus Deinen Kommentaren förmlich heraus, dass Du weder bei Airbus noch im Umfeld der Luftfahrt beruflich tätig bist.
Aber ich respektiere und lese trotzdem gerne Deine Meinung hier im Forum.

Zum Thema. Selbst die Presse im Norden druckt mittlerweile anonymisierte Berichte von ehemaligen Leiharbeitnehmern ab, wo die kranken Geschichten und Erfahrungen hinsichtlich dem "Handling" mit der Leiharbeit mal in die Öffentlichkeit gelangen. Beim Hamburger Abendblatt kann man dazu etwas lesen.
Das ist auch gut so. Denn bisher hat es Airbus ja geschafft, die weiße Weste von Flecken und unschönen Falten zu verschonen.
Fakt ist, das am Ende aus der FAL nicht die Performance kommt um eine notwendige Ratenerhöhung zu bewerkstelligen. Grund dafür sind keine Prozesse oder dynamischen Veränderungen in der Luftfahrt, sondern rein der Fakt, das man nun mit mittlerweile gut 2000 Mitarbeitern weniger in Hamburg, die Arbeit nicht schafft.

Aus dem Grund wurde in Finkenwerder auch vor kurzem der massive LAK Abbau vorerst gestoppt!

Wahrscheinlich, weil man auf der Flugfläche der Unternehmensleitung endlich mal bemerkt hat, das man so von einer Ratenerhöhungen nur träumen kann.
Im übrigen hatte der Umbau der Militärsparte im Konzern nur einen geringen wenn nicht zu sagen, eigentlich gar keinen Einfluss auf den Abbau in Finkenwerder.
Zu glauben das ein regulärer Arbeitnehmer mal eben seinen Standort von Bayern nach Hamburg wechselt, ist doch völlige Utopie oder anders gesagt, einfach nur bekloppt.

Gute N@cht @ Forum ;-)

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Beitrag vom 25.09.2014 - 09:09 Uhr
Airbus hat sich mit seiner letzten internen und kranken Personalpolitik selbst ins Abseits gestellt. Die Auswirkungen machen sich nun bemerkbar!
Das mit der Zulieferkette lasse ich so nicht stehen. Dort schafft man und erhöht die Stammbelegschaft. Sprich man stellt Personal ein.
Während man sich bei Airbus, ich schreibe vom Standort Hamburg wo der Hauptanteil der 320 Serie bewältigt wird, bis vor kurzem sich noch massiv von Kollegen befreit hat. Diese aber schon über viele Jahre dort beschätigt waren. Zu meist als LAK. Nun stellt man dort fest, das die Mehrzahl wohl doch besser in ein festes Verhältnis hätte gewandelt werden sollen. Tja! Nun fehlt es an der sogenannten "Manpower".
Das nennt man ein klassisches Eigentor ...




Es ist erstaunlich, wie du es immer wieder schaffst, jede Airbus Meldung für deinen Greulberichte zu missbrauchen.

Airbus meldet: Sie überlegen genau ob sie weiter steigern, und die siehst sofort den Zusammenhang zu etwaigen Entlassungen, obwohl diese, wie fbwlaie ja zu bedenken gab, evtl schon wieder aufgefüllt wurden.

Respekt, dein Hass muss sehr tief sitzen.

Zurück aber zum eigentlichen Thema: Die bedachte Produktionssteigerung. Es ist eigentlich keine wirklche Meldung, denn normalerweise macht das jede Firma so, und ich denke auch Airbus macht das schon immer so.

Und jedem sollte auch klar sein, dass keine große Firma, sei es VW, Siemens oder halt Airbus die Produktion einfach so drastisch erhöhen oder auch einstampfen kann. Das ist immer ein Zusammenspiel aus eigener Produktivität/ eigene Fähigkeiten und denen von Zulieferern. Somit ist die Aussage: "Es fehlt die Manpower" leider wieder viel zu kurz gedacht. Denn die Manpower könnte auch da sein, wenn die Teile dann nicht rankommen bringt das gar nichts. Und aus dem letzten Ingenieurs Forum hier in Hamburg, weiß ich ziemlich genau, dass die vorhandene Manpower bei der besser werdenen Teileversorgung ausreicht. Vorher kamen die Teile nicht so richtig Termingetreu an, was zu Problemen führte, die wieder mit mehr Manpower gelöst werden mussten. Da dies aber wohl deutlich besser wird, reichen dann weniger Leute. Was leider und bedauerlicherweise, dann erst einmal in Personalstagnation endet. Abgebaut wird vornehmlich in den Entwicklungsbereichen und bei den Overheadkapazitäten. Aber auch das ist nicht schön.

Dieser Beitrag wurde am 25.09.2014 09:29 Uhr bearbeitet.


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