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Air Berlin setzt auch in Österreich auf A320

airberlin Airbus A319
airberlin Airbus A319, © Ingo Lang

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BERLIN - Air Berlin dehnt den Umbau der Flugzeugflotte auf ihren österreichischen Ableger NIKI aus.

Die sieben NIKI-Regionaljets vom Typ Embraer E190 werden bis Mitte kommenden Jahres durch deutlich größere Airbus-Maschinen ersetzt, wie Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte.

Während die Embraer-Maschinen Platz für 112 Passagiere bieten, soll NIKI künftig fünf Airbus A319 mit je 150 Sitzen und zwei Airbus A320 mit 180 Sitzen einsetzen. Damit vergrößert das Unternehmen seine bestehende Flotte von Airbus-Mittelstreckenjets.

Die E-Jets werden künftig von Helvetic Airways betrieben und auch für die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss im Einsatz sein.

Air Berlin hatte bereits zuvor beschlossen, ihre 45 Boeing-Jets bis zum Jahr 2016 aus der Flotte zu nehmen und komplett auf Maschinen des europäischen Flugzeugbauers Airbus zu setzen.

Eine Bestellung von 15 Boeing "Dreamliner"-Langstreckenjets und 18 Mittelstreckenmaschinen hatte das Unternehmen bereits im September storniert.


Air Berlin droht in diesem Jahr der höchste Verlust der Unternehmensgeschichte.
Der scheidende Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer hat bereits ein weiteres Sanierungsprogramm aufgelegt. Im Februar gibt er den Chefposten an den früheren Lufthansa-Manager Stefan Pichler ab.
© aero.de, dpa-AFX | 02.12.2014 13:45

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Beitrag vom 03.12.2014 - 09:23 Uhr
Niki ist natürlich billiger aufgestellt als AB. Bis nor nicht allzulanger Zeit war das Gehaltsniveau bei AB etwa auf Niki Niveau. Dann kam ein schlauer Mensch und meinte er muss unbedingt andere Flugbetriebe mit AB verschmelzen. Nach langem hin und her war dann klar dass man 1/3 der neuen gemeinsamen Belegschaft nicht "mal eben" um 20% Gehalt kürzen kann. Das jetzige höhere Niveau ist immer noch etwa 15-25% UNTER Germanwings Niveau. Von anderen will man gar nicht sprechen.

Niki wird von AB verwaltet, Dispatch, Crewcontrol etc sind alle von AB. Das sind alles Kosten die Niki nur noch indirekt hat nachdem ja "gemisch" bilanziert wird. (Was natürlich das hin und her schieben von Geld vereinfacht).

Apropos Leasing : Wer mal genauer nachforscht stellt fest dass zumindest ein Teil der Embraer von einer E190 Flugzeugleasing GmbH sind, diese sitzt in Wien. Überraschenderweise gehört diese E190 Flugzeugleasing GmbH zu 25% Airberlin und zu 75% einer NL Holding. Na klingelts? NL Holding gehört wiederzum zu 100% der Niki Lauda Stiftung.
Wie war das mit dem Geld verschieben? Ach ja ...

Eine gemischte Flotte wird heutzutage von vielen Airlines vermieden. Doppelte Ersatzteilposten müssen vorgehalten werden, doppelter Schulungsaufwand mit doppeltem Aufwand, ganz zu schweigen von crew planung. Bei AB war es nicht nur einmal so dass ein Airbus Pilot aus dem Standby gerufen wurde und schlussendlich vor einer Boeing stand, und vice versa.
Ein-Muster-Flotten (Single Aisle) werden von verschiedenen Betreibern erfolgreich betrieben. Siehe Easyjet, Ryanair, Air France, Southwest nur um einige zu nennen.

Der Embraer ist sicherlich ein gutes Flugzeug aber eben unpassend als "Stiefschwester" zu betreiben mit nur ein paar Flugzeugen in einem Pool aus Airbus.
Beitrag vom 03.12.2014 - 08:41 Uhr
Das fliegende Personal ist deutlich günstiger als bei AB. Intern wird etwas von 20% gemunkelt. Auch gibt es keine großzügigen Tarifverträge wie bei AB. Die Flieger sind ebenfalls alle geleast. Denke schon dass Niki im Ganzen schlanker aufgestellt ist als AB.
Beitrag vom 02.12.2014 - 20:36 Uhr
Nicht wirklich eine weltbewegende Entscheidung, hatte Niki bis vor nicht allzu langer Zeit eine reine Airbusflotte. Irgend ein schlauer Bürohengst musste sich wohl profilieren ... und schon waren Embraer da die keiner wollte und brauchen konnte ...


Nun der schlaue Bürohengst war evtl. gar nicht so dumm. Die E190 sind im vergleich zum A319 die leichteren und sparsameren Modelle. Die Entscheidung wieder eine reine Airbusflotte zu betreiben hat wohl etwas mit geringeren Kosten für Wartung und Ausbildung bei einer Einheitsflotte zu tun. Der Verkaufspreis dürfte zudem noch relativ gut sein und Geld kann Air Berlin ja dringend brauchen. Dafür nimmt man jetzt wohl gebrauchte A319 und A320 welche letztlich wohl einem Leasinggeber gehören und monatlich ordentlich Kosten produzieren. Die Kapazitätserhöhung wird auch nicht auf jeder Strecke verkaufbar sein.



Die E-Jets sind auch von Airfleet Credit Corporation geleased.
Ich kann mir vorstellen, dass die zusätzlichen Kosten durch ein Plus an Synergieeffekten in Punkto Wartung, Personal, Ersatzteillogistik wieder ausgeglichen werden können und auf der Kostenseite ein relatives Nullsummenspiel ergibt. Mit dem Vorteil, dass die Kapazitäten gesteigert werden und Niki wachsen kann ohne die Flotte und das fliegende Personal auszubauen. Auch lassen sich diese Flieger leichter in das AB Netz integrieren.

Weiß jemand wie Niki im Vergleich zu Air Berlin auf der Kostenseite aufgestellt ist?



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