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Piloten zweifeln an Erfolg günstiger Langstrecken

Lufthansa Boeing 747-8I Tail
Lufthansa Boeing 747-8, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die geplante Billigmarke der Lufthansa auf der Langstrecke wird nach Ansicht der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ein Fehlschlag. "Das kann nicht funktionieren, weil wir unsere eigenen Preise kannibalisieren", sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg der Nachrichtenagentur dpa.

Mit den neuen Angeboten einer "Wings"-Marke werde das klassische Langstreckenprodukt der Lufthansa geschwächt. "Natürlich wird die Konkurrenz dagegenhalten, so dass das am Ende zu einer riesigen Geldverbrennungsmaschine wird."

Anders sehe die Situation auf der Kurz- und Mittelstrecke in Europa aus. "Wir wollen die neue Wings-Strategie nicht um jeden Preis verhindern", sagte der Gewerkschafter. Allerdings habe man bereits vor Jahren eine tarifliche Grundlage zur Besetzung der Pilotenstellen verbindlich definiert, was die Lufthansa einfach ignoriere.

Handwerg forderte das Management erneut zu Verhandlungen auf. "Wenn man im Billigsegment etwas Neues will, muss man nur mit uns reden."

Mit dem aktuellen Pilotenstreik habe das Wings-Konzept, über das an diesem Mittwoch der Lufthansa-Aufsichtsrat entscheiden soll, aber nichts zu tun. Es seien weitere Arbeitsniederlegungen mit Ausnahme der Weihnachtsfeiertage möglich.

Wings-Verbund

An diesem Mittwoch entscheidet der Lufthansa-Aufsichtsrat über ein neues Konzept für Billigfluggesellschaften. Konzernchef Carsten Spohr hat dem 20-köpfigen Kontrollgremium vorgeschlagen, eine neue Gesellschaft für Billigflüge auf der Langstrecke zu gründen.

Die Airline könnte später "Worldwings" heißen. Sie soll dann mit den bestehenden Lufthansa-Töchtern Germanwings und Eurowings in einer noch zu gründenden Holding zur "Wings"-Familie zusammenfasst werden. Mit dem Verbund will Lufthansa der Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet begegnen.

In den Wings-Cockpits sollen die Piloten möglichst nicht zu den Konditionen des Konzerntarifvertrags beschäftigt werden, um Kostenvorteile zu erreichen.

So habe bereits die Plattform Eurowings "bei den Crews" einen Kostenvorteil von 20 Prozent gegenüber ihrer Konzernschwester Germanwings, machte Spohr im Juli die Rechnung auf. Eurowings soll im nächsten Jahr auf eine A320-Flotte umgestellt werden und damit auch einige Strecken von Germanwings fliegen.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 03.12.2014 08:11

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Beitrag vom 05.12.2014 - 21:12 Uhr
@ Flugzeugschrauber

auch von mir ein Daumen hoch! Korrekt beschrieben. Viele verkennen einfach die Tatsachen.
Beitrag vom 05.12.2014 - 21:08 Uhr
@ Flugzeugschrauber

auch von mir ein Daumen hoch! Korrekt beschrieben. Viele verkennen die Tatsachen.
Beitrag vom 05.12.2014 - 18:31 Uhr
Es gibt immer jemand anderes, der Deinen Job auch machen kann!

Weisheit des Tages.
Am besten werden gleich alle Arbeitsplätze industrieübergreifend sofort aus Deutschland ausgelagert, in eines der vielen Länder, in der die Leute die Arbeit für weniger Geld machen.

Die Bundesregierung geht laut Nachrichtenmeldungen, mit gutem Beispiel voran:
 http://www.der-postillon.com/2010/10/bundesregierung-und-parlament-nach.html

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2014 18:32 Uhr bearbeitet.


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