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Norwegian arbeitet an Langstrecken mit 737 MAX

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Norwegian Boeing 787-8, © Norwegian, Creative Commons

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LONDON - Norwegian Air Shuttle will mit der Boeing 737 MAX europäische Städte mit Zielen in China, der Karibik und den USA verbinden. Solche Strecken würden zu den ersten gehören, die Norwegian zum Lieferbeginn der 737 MAX im Jahr 2017 im Auge habe, sagte Airlinechef Bjoern Kjos in einem Interview am Flughafen Gatwick.

"Zahlreiche Verbindungen, die heute über Hub-and-Spoke-Systeme geflogen werden, können wir in Zukunft mit Direktflügen bedienen", sagte Kjos. Mit der MAX werde Norwegian "sogar den Westen Chinas erreichen". Langstrecken seien ein "äußerst wahrscheinliches" Einsatzszenario für das Flugzeug.

Norwegian führt ihre Langstrecken bislang mit Boeing 787 durch und zieht Passagiere vor allem mit niedrigen Ticketpreisen in die Maschinen.

Derzeit befasse sich Norwegian mit neuen 787-Flügen nach Hawaii, Südafrika und Japan, bemerkte Kjos. "Die Möglichkeiten für neue Verbindungsstrukturen sind unbegrenzt." Auf einer Verbindung von Stockholm oder Edinburgh nach Bosten sei der Einsatz eines Standardrumpfflugzeugs aber sinnvoller als ein 787-Flug.

Laut Boeing wird die 737 MAX nonstop bis zu 1.075 Kilometer weiter fliegen können als die aktuelle 737 NG. Ihr Einsatzradius von 6.667 Kilometern würde MAX-Flüge aus Europa zum Beispiel an die Ostküste der Vereinigten Staaten problemlos ermöglichen.

Auch Airbus hat das Potenzial für solche Sekundärstrecken erkannt und besetzt das Segment ab 2018 mit einer langstreckentauglichen Variante der A321neo, der A321neoLR.

Norwegian verfolgt eine der ambitioniertesten Wachstumsstrategien im weltweiten Airlinesektor. Ab 2016 sollen bis zu 222 vornehmlich mit neuen Triebwerken versehene Airbus A320 und Boeing 737 bei den Norwegern in Dienst gehen.

Norwegians Dreamliner-Flotte wird bis 2018 auf acht 787-8 mit 259 Sitzen und neun 787-9 ausgebaut, die nochmal 20 Prozent mehr Passagiere aufnehmen.
© Bloomberg News | Abb.: Boeing | 04.12.2014 11:08

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Beitrag vom 04.12.2014 - 17:50 Uhr
Low Cost Airlines, hier im Gewand von Norwegen, legen mal wieder gewaltig vor. In sofern ist die Ankündigung der LH mit EuroWings auf Langstrecke zu gehen ein erster richtiger Schritt. Vielleicht kommt man auch bald darauf dass, direkte Langstrecken mit kleinerem Gerät eine wirksame Waffe sind gegen den überbordenden Expansionsdrang der ME Airlines sind. Das würde nebenbei bemerkt auch mehr Cockpit Jobs bringen. Apropos Herr Garvens vom Flughafen Köln hatte das Potential von Low Cost auf er Langstrecke schon vor einigen Jahren richtig vorhergesehen. Dann kam allerdings die Bankenkrise und das Klima für Wachstum war erstmal abgekühlt.

All dies bedeutet selbstverständlich mit Nichten ein Verschwinden des bisherigen Geschäftsmodells 'Netzwerkairline'. Die gleiche Befürchtung hatte man damals auch schon bei SouthWest Airlines. Es stellte sich aber heraus, dass Low Cost eine komplett andere Kundengruppe mit eigener Preiselastizität ansprach und den Verkehr insgesamt sogar stimulierte, was für die Airports klasse war und am Ende den anderen Airlines nützte, da Airportgebühren stabil gehalten werden konnten.

Würden Qualitätscarrier wie LH mit 737 Max oder oder A321 Neo LR auf Langstrecke gehen, dann bestimmt auch in einem Zwei-Klassensystem und der damit verbunden Preisdifferenzierung und allen Marketingvorteilen auf die man im Hause zurückgreifen kann. Man würde zwar ein Stück weit die eigenen Hubs kanibalisieren, aber die Passagiere im eigenen System halten. Besser so als ganz an die Konkurrenz verlieren.

Meines Erachtens müssen die Netzwerk Airlines diese neuen Märkte in Betracht ziehen, bevor Ryanair oder Easy Jet and the like auf den Trichter kommen. Ein erneuter Vorsprung der Letztgenannten wäre sonst allerdings fatal für das derzeitige Gefüge in der Branche.

Wir leben nun mal in einer globalisierten Welt, und bei keiner anderen Branche ist das so deutlich wie in der Luftfahrt. Zu denken, man könnte Deutschland oder Europa hiervon abkoppeln und alles beim Alten zu lassen ist Wunschdenken. Tatsache ist die Welt wartet nicht auf uns. Unsere Exportorientierung verlangt geradezu das wir uns als Erste bewegen. Nur so können wir das Wachstum erhalten das unsere vergleichsweise hohen Sozialstandards auch langfristig finanziert.

Bin im Übrigen auch schon im Standard Body 757 von Iceland Air Langstrecke geflogen in der Economy. Das war absolut akzeptabel. Nicht viel anders ist es z.B. in der Business Class im Oberdeck der 747 gegenüber einer Business Class in einer 737. Four abreast in Businesssitzen, so what?

Dieser Beitrag wurde am 04.12.2014 17:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.12.2014 - 17:42 Uhr
weiss nich was an nem 330 so toll in der Kabine ist. Jedes mal wenn die Stuse mit dem Tablett vorbeigeht senkt sich der Boden als würde Godzilla Frisco plattmachen. Wie soll man da schlafen?!

apropos Singapore: wir feuern mal eben alle Expats weil wir jetzt selbst genug Nachwuchs haben

War aber ansonsten einer der besten Arbeitgeber weltweit...da ist das bisschen Altersvorsorge der LH peanuts gegen
Beitrag vom 04.12.2014 - 16:07 Uhr
Mensch, ich was schon stinkig, dass ich häufig mit einer 737 nach Kairo fliegen musste (MS, statt A 330)...

Dann sollten sie auch die 787 meiden, den eine 787 bietet bei der üblichen Bestuhlung mit 9 Sitzen pro Reihe nur ein paar Millimeter mehr Platz als eine 737.


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