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Neue Alitalia – Die Strategie

Luca di Montezemolo
Luca di Montezemolo, neuer CEO von Alitalia, © CC-BY-3.0

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ROM - Drei Wochen nach Start der (zweiten) Neuauflage des ehemaligen Staatscarriers stellte am Dienstag die Geschäftsleitung ihre Strategie für die künftige Entwicklung der Airline vor. Alitalia muss ab 2017 wieder Gewinne schreiben, erklärte James Hogan, CEO der Etihad Aviation Group und Vice Chairman von Alitalia.

Eckpfeiler der neuen Strategie sind neben einer von Grund auf erneuerten Unternehmenskultur die Einführung einer neuen Marke mit revidiertem Erscheinungsbild aber gleichem Namen, die Überarbeitung des Streckennetzes auf Basis von drei Drehkreuzen, eine Restrukturierung der Flotte sowie der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Airlines der Skyteam Allianz und den Partnern der Etihad Gruppe.

Streckennetz

Am Flughafen Mailand-Malpensa werden mehr Langstreckenflüge angeboten, darunter tägliche Flüge nach Abu Dhabi, vier Flüge pro Woche nach Shanghai und mehr Flüge nach Tokio.

Am Stadtflughafen Mailand-Linate sollen die Verbindungen zu den Drehkreuzen der Partner-Airlines verbessert werden.

Auch am Flughafen Rom-Fiumicino sind weitere Langstreckenflüge geplant,  die Kurz- und Mittelstrecke soll ausgebaut werden. Zu den neuen Strecken zählen Berlin, Düsseldorf, San Francisco, Mexiko-Stadt, Santiago (Chile), Peking und Seoul sowie mehr Flüge nach New York, Chicago, Rio de Janeiro und Abu Dhabi.

Die Flugpläne im gesamten Streckennetz sollen optimiert werden, um bessere Verbindungen und Codeshare-Möglichkeiten mit vorhandenen und neuen Partnern zu erzielen.

Zusätzlich werden die Verbindungen zum Etihad-Drehkreuz in Abu Dhabi mit täglichen Flügen ab Venedig, Mailand, Bologna und Catania sowie mehr Flügen ab Rom ausgebaut, mit Anschluss in den Nahen Osten, Afrika, Indien, China, Südostasien und Australien.

Venedig wird neben Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa der einzige italienische Flughafen sein, von dem aus Alitalia Flüge nach Abu Dhabi mit Langstreckengerät durchführt.

Zusammenarbeit

Die Beziehungen mit den Fluggesellschaften der SkyTeam-Allianz, insbesondere Air France/KLM und Delta sollen intensiviert werden, ebenso die Partnerschaft mit Air Berlin und Niki. Zudem soll mit Air Serbia und Etihad Regional enger zusammengearbeitet werden.

Flotte

Mit Hilfe ihrer Partner soll die Flotte effizienter werden. So gibt Alitalia 14 Airbus A320 an Air Berlin ab und prüft mit Etihad Airways Optionen, zusätzliche Großraumflugzeuge zu erwerben, unter anderem aus Etihads Auftragsbestand. Bis 2018 soll Alitalia sieben zusätzliche Langstreckenmaschinen erhalten.

Kundenbetreuung

Künftig soll mit neuen Produkt- und Leistungsstandards auch eine neue Kultur mit dem Kunden im Mittelpunkt stehen. Eine neugeschaffene Akademie für Kundenorientierung soll allen Mitarbeitern mit Kundenkontakt wichtige Kenntnisse vermitteln, mit Schwerpunkt auf der traditionellen italienischen Gastfreundlichkeit.

Marke

Die neue Marke und das neues Erscheinungsbild wird auf allen Flugzeugen, Uniformen und anderen Berührungspunkten mit dem Kunden präsent sein. Während der Name unverändert bleibt, soll der neue Markenauftritt vor allem das Wesen Italiens zum Ausdruck bringen.

Finanzen

Nach umfassenden Veränderungen in der Eigentümerstruktur des Unternehmens übernahm Etihad Airways für 387,5 Millionen Euro 49 Prozent der hochdefizitären Airline. Zusätzlich erwarb Etihad von Alitalia für 112,5 Millionen Euro 75 Prozent ihres Vielfliegerprogramms und fünf Slotpaare in London-Heathrow.

Nach einem Verlust von zuletzt 569 Millionen Euro sollen dem Unternehmen für seinen Neustart nun bis zu 1,76 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, u.a. durch eine im Herbst genehmigte Kapitalerhöhung in Höhe von 300 Millionen Euro und Kredite italienischer Banken.

Kein frisches Geld schoss Miteigentümer Air France zu. Ihr Anteil reduzierte sich dadurch von 25 auf 7 Prozent.

Gewinnen will Alitalia-Chef Luca di Montezemolo vor allem aber mit humanem Kapital. "Unser vorrangiges Ziel ist es, den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Dafür werden wir viele Dinge ändern, beginnend mit der Art, wie wir arbeiten. Wir müssen als ein gemeinschaftliches Team zusammenarbeiten, um dieses großartige gemeinsame Ziel zu erreichen", so Luca di Montezemolo in der heutigen Aussendung der Airline.

© aero.at | Abb.: Alitalia | 20.01.2015 17:02

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Beitrag vom 21.01.2015 - 18:43 Uhr
von Italy nach usa via AUH? das findest du attraktiv? da wuerde ich doch eher skeptisch drangehen.

Wer sagt das denn?

Natuerlich wird Ethiad ueber die Alitalia - Air Berlin Drekreuze in die USA fliegen im Codeshare.
Fuer Ostkueste- Indien/Thailand duerfte das sollte das attraktiv sein.
Beitrag vom 21.01.2015 - 18:37 Uhr
@marwol von VIE nach AUH ist es kürzer als von MIL.

-20min Flugzeit ca
Beitrag vom 21.01.2015 - 12:55 Uhr
Ja, ein A320 kann die Strecke Italien - AUH locker bewältigen. Niki fliegt ja sogar von Wien aus nach AUH. Da werden sicher ein paar Flieger mit ein paar richtigen Business Sesseln ausgestattet.

Einen A330 muss man auch erstmal voll bekommen und ein A321LR ist a) noch ne ganze Weile nicht verfügbar und b) kostet die Neuanschaffung Geld und macht auch keinen Sinn wenn man eh einen Überbestand an Fliegern hat.


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