Flugzeugbau
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Airbus baut nach Gewinnsprung A320-Produktion aus

MÜNCHEN - Die Airbus Group hat trotz teuren Ärgers mit dem Militärtransporter A400M im abgelaufenen Jahr einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Der Überschuss wuchs vor allem dank guter Geschäfte mit Verkehrsflugzeugen um 59 Prozent auf gut 2,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in München mitteilte.

Den Aktionären stellt der Konzern eine Dividende von 1,20 Euro in Aussicht, 60 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor.

Airbus Auslieferungszentrum
Airbus Auslieferungszentrum am Standort Hamburg, © aero.de

Die Lieferprobleme bei dem Militärflugzeug A400M kosteten den Konzern im vierten Quartal 551 Millionen Euro. Sondergewinne etwa aus dem Verkauf von Anteilen am französischen Luftfahrtkonzern Dassault glichen die Belastung jedoch praktisch wieder aus.

Im operativen Geschäft schnitt der Airbus-Konzern sogar besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte überraschend stark um fünf Prozent auf 60,7 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn (Ebit) wuchs um mehr als die Hälfte auf 4,0 Milliarden Euro.

Treiber war dabei die Kernsparte, der Verkehrsflugzeugbauer Airbus. Sein Geschäft mit Passagier- und Frachtflugzeugen warf gut zwei Drittel mehr ab als ein Jahr zuvor. Auch die Hubschraubersparte Airbus Helicopters verdiente besser.

Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Thomas Enders erneut mehr Umsatz und Gewinn an. Auch die Dividende soll weiter steigen, das A380-Programm erstmals schwarze Zahlen schreiben.

Im Rekordjahr 2014 hatte Airbus 629 Flugzeuge ausgeliefert und 1.456 neue Aufträge eingeworben.

Monatsrate für A320 steigt auf 50 Flugzeuge


In diesem Jahr will Airbus die A350-Produktion hochfahren - der Hersteller hat sich 15 Auslieferungen zum Ziel gesetzt - und seine weltweit vierte A320 Endlinie am US Standort Mobile in Betrieb nehmen.

Die Kapazität des neuen Standorts wird dringend gebraucht. Airbus liegen noch nicht erfüllte Aufträge für 5.099 Flugzeuge der A320-Familie vor. Am Freitag kündigte Airbus eine nochmalige Erhöhung der Monatsproduktion für das Programm an.

Von derzeit 42 Monatseinheiten werde Airbus im zweiten Quartal 2016 die bereits verkündete Erhöhung auf 46 Flugzeuge vollziehen und die Produktion im ersten Quartal 2017 auf 50 A320 erweitern. Damit stellt Airbus auch wieder das Par zu Boeing her - der US Konkurrent will ab 2018 jeden Monat 52 737 produzieren.

Gegenüber dem heutigen Niveau steigt die A320-Produktion um beachtliche 19 Prozent. Dies soll zusätzliche Liefertermine für die A320neo freisetzen, auf die viele Kunden sehnlich warten.

Im A330-Programm zieht Airbus die Zügel hingegen fester an als zunächst avisiert. Erst im Oktober entschied das Management, die Monatsrate zum Jahresende 2015 von zehn auf neun Flugzeuge abzusenken. Bereits im Frühjahr 2016 werde sie auf sechs Flugzeuge sinken, teilte Airbus nun mit. Dies sei durch den Übergang auf die A330neo unvermeidbar.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Airbus | 27.02.2015 08:18

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Beitrag vom 28.02.2015 - 12:37 Uhr
Sorry, aber das ist krank!
Das Unternehmen stand ja so schlecht da. Im letzten Jahr hat es sich so dargestellt, als müsste man unbedingt Personalabbau betreiben.
Da wurde hinsichtlich Personal gestrichen was geht.

Heute feiern sich die "Manager" des Unternehmens ;-)

Ne ist klar!


Airbus, und davon profitiert das Unternehmen auch heute noch, gehört jegliche staatliche Unterstützung gestrichen!

@AILERON
was meinst du genau mit "staatlicher unterstützung"? soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei AB um ein börsennotiertes privates unternehmen. von staatlicher unterstützung kann ich dabei nichts erkennen.
vielleich kannst du mich aufklären und belege beibringen? das wäre ganz nett.
danke
saludos a todos
charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
fine art photography//design//madrid
Beitrag vom 28.02.2015 - 10:57 Uhr
Sorry, aber das ist krank!
Das Unternehmen stand ja so schlecht da. Im letzten Jahr hat es sich so dargestellt, als müsste man unbedingt Personalabbau betreiben.
Da wurde hinsichtlich Personal gestrichen was geht.

Heute feiern sich die "Manager" des Unternehmens ;-)

Ne ist klar!

Airbus, und davon profitiert das Unternehmen auch heute noch, gehört jegliche staatliche Unterstützung gestrichen!

Kleiner Tipp: Für die Produktion braucht man möglicherweise andere Leute als für die Entwicklung.
Beitrag vom 27.02.2015 - 23:43 Uhr
Sorry, aber das ist krank!
Das Unternehmen stand ja so schlecht da. Im letzten Jahr hat es sich so dargestellt, als müsste man unbedingt Personalabbau betreiben.
Da wurde hinsichtlich Personal gestrichen was geht.

Heute feiern sich die "Manager" des Unternehmens ;-)

Ne ist klar!

Airbus, und davon profitiert das Unternehmen auch heute noch, gehört jegliche staatliche Unterstützung gestrichen!

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2015 23:59 Uhr bearbeitet.


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