Flug 4U-9525
Älter als 7 Tage

Acht Minuten

MARSEILLE - Nur eine Minute nach Erreichen der Reiseflughöhe von 38.000 Fuß begibt sich Flug 4U9525 in einen fatalen Sinkflug. Nach acht Minuten schlägt der Airbus A320 von Germanwings in ein Felsmassiv der französischen Seealpen. Weitere Minuten später sichten Rettungskräfte das völlig zerborstene Wrack.

Bereits beim Blick aus der Luft wird ihnen klar, dass kein Mensch an Bord dieses Unglück überlebt haben kann. Noch am Dienstag bergen Einsatzkräfte den ersten Flugschreiber. Am Abend traf der Cockpit Voice Recorder, schwer demoliert aber wohl auslesbar, zur Untersuchung beim BEA in Paris ein.

(© BEA)
(© BEA)
(© BEA)
Fotoserie: Germanwings Flug 4U9525

Französische und Deutsche Ermittler erhoffen sich von den Aufzeichnungen neue Erkenntnisse über die Hintergründe des schwersten Airline-Unfalls in Europa seit 2008. Der Ereignisablauf ist bereits weitgehend rekonstruiert:

10.01 Uhr - Start

Flug 4U9525 startet mit 150 Menschen an Bord und 26 Minuten Verspätung von Barcelona in Richtung Düsseldorf. Der Flug verläuft zunächst unauffällig.

10.45 Uhr - Reiseflughöhe


Flug 4U9525 fliegt jetzt in 38.000 Fuß Höhe.

10.46 Uhr - Sinkflug

Flug 4U9525 beginnt einen unerwarteten Sinkflug. Die durchschnittliche Sinkrate beträgt 3.375 Fuß/Minute. Rund 20 Fluglotsen in Aix-en-Provence verfolgen auf ihren Schirmen hilflos, wie sich das Flugzeug dem Boden nähert.

"Vom Moment als den Fluglotsen der Sinkflug auffiel haben sie versucht, die Piloten zu erreichen", beschreibt Roger Rousseau von der Fluglotsengewerkschaft SNCTA die Situation am Boden. Unterhalb des Airbus seien andere Flugzeuge geflogen. "Die Lotsen haben sie sofort umgeleitet und den Luftraum freigemacht."

10.47 Uhr - Notfall

Flug 4U9525 antwortet nicht und baut weiter konstant Höhe ab. Die Fluglotsen rufen jetzt einen Notfall aus und setzen die Rettungskette in Gang. Minuten später starten Hubschrauber. Eine französische Mirage bricht einen Trainingsflug ab und eilt ebenfalls zur letzten bekannten Position.

10.53 Uhr - Stille


Flug 4U9525 ist von den Radarschirmen verschwunden. Der letzte Radarkontakt übermittelt eine Höhe von 6.800 Fuß - tiefer als die Gebirgsspitzen in der Region.

Germanwings Flug 4U9525
Germanwings Flug 4U9525, © Reuters


11.10 Uhr - Sichtung


Die zur Unfallstelle entsandten Teams sichten das Wrack. Ihnen bietet sich ein Bild des Grauens.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 25.03.2015 14:01

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Beitrag vom 26.03.2015 - 01:26 Uhr
Gerade eben geht folgende Nachricht über den Ticker:

Einer der beiden Piloten der verunglückten Germanwings-Maschine verließ vor dem Absturz das Cockpit. Als er nicht wieder hinein konnte, habe er versucht, die Tür aufzubrechen.
Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf einen Militärbeamten, der an der Auswertung des Voicerecorders beteiligt ist.

 http://www.focus.de/panorama/welt/medienbericht-germanwings-pilot-verliess-cockpit-vor-absturz-und-kam-nicht-mehr-hinein_id_4570904.html

Was mir dazu spontan einfällt, wage ich hier nicht zu schreiben. Aber genau damit ließe sich der Verlauf von MH370 ebenfalls plausibel erklären.


Dieser Beitrag wurde am 26.03.2015 01:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2015 - 23:58 Uhr
Was soll das denn???
 http://de.euronews.com/2015/03/24/ratselhafte-auaeerung-von-lufthansa-vizeprasidentin-zu-unglucksflug-4u9525
Beitrag vom 25.03.2015 - 23:46 Uhr
Weiterer Gedanke zu Wilmers:
5. warum versucht die Crew nicht die Plätze Nizza oder Marseille zu erreichen?

Zu Avokus:
Der Autopilot kann sogar noch mehr, wenn man ihn nur danach fragt.


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