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Weitere Airlines ändern Cockpit-Regeln

British Airways Boeing 767
British Airways Boeing 767 in Amsterdam, © Ingo Lang

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LONDON - Nach den deutschen Fluggesellschaften haben auch viele europäische Airlines ihre Cockpit-Regeln geändert und verlangen die Anwesenheit von ständig mindestens zwei Menschen.

In Großbritannien sei die Flugsicherheitsbehörde Civil Aviation Authority sei mit allen Airlines in Kontakt getreten und habe empfohlen, "alle nötigen Vorkehrungen zu treffen".

Bei Virgin Atlantic, Easyjet, Monarch und Thomas Cook muss künftig ein Mitglied der Kabinen-Besatzung sich im Cockpit aufhalten, wenn einer der Piloten seinen Platz verlassen muss. British Airways wollte sich zunächst nicht äußern. Die Biligflieger Jet2 und Flybe sowie der irische Billiganbieter Ryanair hatten die Regelung nach eigenen Angaben schon vor dem Absturz des Germanwings-Airbusses über den französischen Alpen eingeführt.

Auch die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat eine Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen. Künftig darf kein Pilot während des Fluges mehr allein im Cockpit sein, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag im lettischen Fernsehen. "Wenn einer der Piloten die Kabine verlässt, wird einer der Flugbegleiter ins Cockpit gehen." Die Airline will die Regel unverzüglich umsetzen, kündigte der Sprecher an. Air Baltic ist die größte Fluggesellschaft in den baltischen Staaten. Geleitet wird das Staatsunternehmen von dem Deutschen Martin Gauss.

Bei der tschechischen Fluglinie Czech Airlines (CSA) gilt die Regel seit mehr als zehn Jahren. "Wenn einer der Piloten das Cockpit verlässt, muss ein Flugbegleiter auf einem Ersatzsitz Platz nehmen und auf dessen Rückkehr warten", sagte ein Sprecher der Fluglinie am Freitag im tschechischen Rundfunk. Die Regelung sei nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA eingeführt worden. Auch bei der tschechischen Charterfluggesellschaft Travel Service gilt die sogennante Vier-Augen-Regel demnach bereits.
© dpa | 27.03.2015 10:14

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Beitrag vom 27.03.2015 - 20:46 Uhr
Für eine kurzfristige Lösung, ist das schon mal der richtige Schritt in die richtige Richtung.

Nachhaltig wird man das Problem nur lösen können, wenn das gesamte Konzept der verriegelten Ckpt Tür neu überdacht wird.

Eine zusätzliche Verantwortung bzw. auch Belastung an die Cabin Crew zu übertragen, halte ich langfristig für den falschen Weg.

Zu Erkennen, ob der Pilot die falschen Absichten verfolgt, ist einfach zu komplex. Im Grunde genommen, müsste man dann der Person eine volle fliegerische Ausbildung verpassen. Zuzüglich Trainings im Simulator.
Das ist völliger Unsinn und am Ziel vorbeigeschossen!
Beitrag vom 27.03.2015 - 15:55 Uhr
Das hat nur Sinn, wenn die Cabin Crew genauestens über die cockpitseitigen Steuerungsmechanismen der Tür und die Lage der entsprechenden Schalter instruiert werden. Außerdem sollten sie den Funk mithören, um zu erkennen, ob eine eventuelle Änderung der Höhe im Autopiloten ihre Richtigkeit hat oder eigenmächtig erfolgt.

Wenn der Flugbegleiter nur im Cockpit sitzt und nicht in der Lage ist nachzuvollziehen, was da gerade getan wird, kann man ihn auch gleich draußen lassen, anstatt den ganzen Service durcheinanderzubringen.

Fazit: Blinder Aktionismus, um die Passagiere zu beruhigen.
Beitrag vom 27.03.2015 - 15:19 Uhr
Die Idee lautet also:

Den Kommandanten oder seinen Stellvertreter, den 1.Offizier, durch einen Flugbegleiter zu beaufsichtigen/ überwachen/ oder was genau eigentlich...????

Aktionismus pur, ohne Sinn und Verstand.



Dieser Beitrag wurde am 27.03.2015 15:21 Uhr bearbeitet.


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